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In Frankfurt feiert sich die Autobranche dieses Jahr mit halber Kraft und gespielter Begeisterung. Tatsächlich gibt es auch mehr anzupacken. stern.de nennt die wichtigsten Zukunftsaufgaben.
Was für ein hin und her: Mit einem Basta-Auftritt hatte Kanzlerin Merkel ihren Wirtschaftsminister düpiert und Hoffnung auf Unterstützung für Opel geweckt. Jetzt kann die CDU-Chefin nicht liefern - und räumt ein, dass es keine Chance mehr für Staatshilfen gibt.
Strenge CO₂-Vorgaben aus Brüssel zwingen die Autohersteller zu teurer Öko-Technik. Nie zuvor waren auf der Genfer Automesse so viele Hybridantriebe zu sehen, auch Volkswagen kündigt eine Strom-Armada an. In der Pole Position bei den bezahlbaren Hybriden bleiben jedoch die Japaner.
Aus Asien kommen Autos, die wie ein umgestürzter Kühlschrank aussehen. Sie verstehen sich nicht als Kurvenkiller, sondern als rollende Lounge im Dickicht der Städte. Fragt sich, ob der deutsche Kunde Auto will, denen Fahrdynamik nichts bedeutet
Sie kamen als Letzte und holten dann mächtig auf. Nie zuvor haben die deutschen Autobosse mehr über "Hybrid", "Elektrifizierung" und "Green Technology" geredet als jetzt in Detroit.
Der US-Kongress weiß nicht, was er machen soll. Unternehmen mit Milliarden Dollar unter die Arme zu greifen, könnte ein Faß ohne Boden sein. Andererseits droht der Verlust von Millionen Arbeitsplätzen. Im Kongress wird ein halbes Dutzend Modelle diskutiert, eine Lösung aber ist nicht in Sicht.
Wirtschaftspolitik ist zur Chefsache geworden und Bundeswirtschaftsminister Glos agiert nur noch im Hintergrund. Nicht nur die CSU ist von ihrem Mann auf dem Stuhl des Wirtschaftsministers enttäuscht, auch die Kanzlerin hat kein nettes Wort für ihn übrig. Ganz fair allerdings ist der Mangel an Wertschätzung nicht.
Zehn Jahre mussten die deutschen Autohersteller mit ansehen, wie Toyota beim Thema Hybrid auf und davon fuhr. Jetzt droht ein gepfefferter Gegenschlag. In Genf zeigten BMW, Mercedes und Volkswagen supersparsame Diesel-Hybride.
Mehr Grün keimte nie in Frankfurts Messehallen. Konzernlenker wollen den Planeten retten, für den Spaß sorgen Rennwagen und Chinas Invasoren sehen etwas kläglich aus. Schließlich endet alles wie gewohnt.
Auf den ersten Blick ist alles super. Protzige PS-Giganten sind die Stars der Detroit Motor Show. Doch in Wahrheit steht die US-Autoindustrie am Abgrund.
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