Wenn Neuwagen schier unverkäuflich auf dem Hof stehen, dann werden sie mit Ausstattung aufgepeppt und als Sondermodelle angepriesen. Zum Teil sind die Preisnachlässe erstaunlich. Ein Überblick über die Angebote der Saison. Von Frank Janssen

Sondermodell von Mazda© Hersteller
Nicht nur die Massenhersteller bieten sie an, auch Edelmarken wie Mercedes kommen mitunter nicht drum herum: Sondermodelle. Verkauft sich eine Baureihe schlecht, weil sie entweder kurz vor dem Modellwechsel steht und die Kunden auf den neuen Typ warten oder weil wie jetzt eine allgemeine Absatzflaute herrscht, lockt der Autobauer zumeist in großformatigen Anzeigen in den Wochenendausgaben der Tagespresse mit teils kräftigem Preisabschlag, oft Naturalrabatt genannt. Das bedeutet, dass in die betreffenden Wagen Ausstattungen eingebaut werden, die normalerweise individuell bestellt werden müssen und einen deftigen Aufschlag kosten. Zum Beispiel sind Leichtmetallräder bei gut 80 Prozent aller Sondermodelle Standard. Ebenso beliebt: Klimaanlagen, Lederlenkräder, CD-Audioanlagen, Schiebedächer, Regensensoren an der Scheibenwischeranlage, Parksensoren oder Nebelscheinwerfer.
Das Center of Automotive Research (CAR) an der Fachhochschule Gelsenkirchen hat für den stern den Markt im Herbst untersucht und einige interessante Sondermodelle zusammengestellt, die jetzt im Angebot sind (siehe auch www.stern.de/ auto/service). Zum Beispiel bietet Mazda den Typ MX-5 "Niseko" unter anderem mit Sportsitzen, MP3-Player und ABS für einen Preisvorteil von 5680 Euro an. Oder Volkswagen. Beim Golf Plus "United" spart man gegenüber dem Normalmodell 3627 Euro. Die relativ üppige Ausstattung enthält auch Parksensoren, Nebelscheinwerfer, Tempomat, Lichtsensor und Sitzheizung (siehe Tabelle)
Sondermodelle machen neben Sonderfinanzierungen, Bar-Rabatten und Prämien inzwischen ein Drittel aller Verkaufsförderungsmaßnahmen aus. Aber: Warum Sondermodelle und nicht einfach kräftige Preisnachlässe?
Übernommen aus ...
Stern
Ausgabe 45/2008