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Der Zuffenhausener Motor stottert: Erstmals seit Beginn der Krise schickt Porsche rund 2500 Mitarbeiter in Kurzarbeit. Im abgelaufenen Geschäftsjahr hatte die Sportwagenschmiede fast ein Drittel weniger Fahrzeuge verkauft, auch im neuen Geschäftsjahr wird es angeblich nicht viel besser.
Während Kleinwagenhersteller gerade kräftig von der Abwrackprämie profitieren, tun sich die deutschen Nobelmarken in der Krise sehr schwer. Dennoch haben BMW und Mercedes offenbar die Wende geschafft - zumindest verkleinerten sie das Absatz-Minus. Und das nicht nur dank Rekordverkäufen in China.
Alarm bei den Autokäufern: Der Topf für die Abwrackprämie ist möglicherweise noch vor der Bundestagswahl am 27. September ausgeschöpft. Laut einem Bericht der "Bild" reicht das Geld nur noch für rund 300.000 Fahrzeuge. Ein erster Politiker macht sich bereits für eine Verlängerung stark.
Inmitten der größten Krise hat Opel einen dicken Fisch an Land gezogen: Die US-Version des Mittelklassewagens "Insignia" soll nach den Betriebsferien im Sommer im Stammwerk Rüsselsheim vom Band laufen. Etwa 70.000 Exemplare des "Buick LaCrosse" sollen innerhalb von zwei Jahren produziert werden.
Zehntausende Beschäftigte in der Autobranche müssen sich auf Kurzarbeit einstellen. Sowohl VW als auch BMW haben Kurzarbeit angekündigt, um die Produktion angesichts stark nachlassender Nachfrage zu drosseln. Auch Nutzfahrzeughersteller M.A.N. schickte tausende Mitarbeiter in Kurzarbeit. Die Krise der Branche wird immer dramatischer.
Die weltweite Konjunkturkrise macht den deutschen Autobauern weiter heftig zu schaffen: Die Ausfuhr einheimischer Pkw ist im Dezember um 22 Prozent zurückgegangen. Auch die Produktion brach ein. Experten erwarten für 2009 harte Konsequenzen für viele Beschäftigte.
Angesichts der Absatzkrise in der Autobranche hat der weltgrößte Hersteller Toyota beschlossen, die Produktion erneut zu drosseln. Hyundai versucht dagegen mit ungewöhnlichen Mitteln den Absatz in den USA anzukurbeln: Bei Einkommensverlust können Käufer ihren Neuwagen zurückgeben.
Der US-Kongress weiß nicht, was er machen soll. Unternehmen mit Milliarden Dollar unter die Arme zu greifen, könnte ein Faß ohne Boden sein. Andererseits droht der Verlust von Millionen Arbeitsplätzen. Im Kongress wird ein halbes Dutzend Modelle diskutiert, eine Lösung aber ist nicht in Sicht.
Zwangsurlaub, Arbeitszeitkürzung - die Folgen der Finanzkrise haben auch den Stuttgarter Autobauer Daimler voll erwischt. Und Konzernchef Dieter Zetsche befürchtet, dass die Lage sogar noch schlechter wird. Peugeot und Rolls-Royce kündigen derweil bereits Entlassungen an.
Der Stromversorger RWE bietet ab sofort ein Komplettpaket aus leise surrendem Fiat 500, Ladesäulen und Ökostrom an - zu horrenden Preisen, die das Projekt zum reinen PR-Gag für Firmenfuhrparks degradieren. Es geht auch billiger, wie die Konkurrenz zeigt.
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