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Mehr Ärger mit dem Neuwagen

Die Fahrer von neuen Wagen sind mit ihrem Auto unzufriedener als im Jahr zuvor, sagt die Kundenbefragung von J.D. Powers. Qualitätsmängel und Werkstattaufenthalte verderben ihnen die Stimmung.

Von Gernot Kramper

Man redet viel von steigenden Spritpreisen, aber die Unterhaltskosten machen den Autofahrern weniger Sorgen als im Vorjahr. Das sagt zumindest die alljährliche Untersuchung der Agentur J.D. Powers zur Zufriedenheit von Fahrzeughaltern. Das ist aber auch der einzige Lichtblick in der Befragung. Zwei Jahre nach der Abwrackprämie sinkt die Zufriedenheit in allen anderen Bereichen. Die Studie beruht auf der Auswertung von über 17.000 Fragebögen. Befragt wurden ausschließlich Neuwagenfahrer, ihre Wagen durften bis zu zwei Jahren alt sein.

Die Autohalter werden nach ihrer Einschätzung von Fahrzeugattraktivität, Qualität und Verlässlichkeit, den Unterhaltskosten und dem Service befragt. Im Vergleich zum Vorjahr ist die Zufriedenheit der Erstkäufer deutlich gesunken. Die Unzufriedenheit bei Fahrzeugqualität und -verlässlichkeit kommt dabei nicht von gestiegenen Ansprüchen. Die Kunden hatten mehr Probleme mit ihrem Wagen und mussten häufiger unplanmäßig in die Werkstatt. "Die schlechteren Ergebnisse sind eine Mahnung für die Hersteller", warnt Brian Walters von J.D. Power and Associates.

Die Kunden lieben den Stern wieder

Von den deutschen Marken hat nur Mercedes-Benz Grund zur Freude. Hinter Volvo erreichten die Stuttgarter Autobauer den zweiten Platz im Markenranking und konnte dazu drei Mal die Topposition im jeweiligen Fahrzeugsegment übernehmen. Die C-Klasse führt in der Premium-Mittelklassse, die E-Klasse in der oberen Mittelklasse und die M-Klasse bei den Geländewagen. A-Klasse und S-Klasse belegen obendrein jeweils einen zweiten Platz, die B-Klasse einen dritten. Zum Vergleich: Audi schafft es nur auf einen zweiten (Q 7) und eine dritten Platz (A4). BMW erreicht mit der 3er-Reihe nur einen zweiten und Mini einen dritten Platz. Die Mazda arbeitet sich dagegen auf den dritten Platz des Markenrankings vor und lässt Volkswagen (Platz 12) und Opel (Platz 21) weit hinter sich. Obendrein fahren Mazda 2 und 3 in ihrem Segment auf die Pole-Position. Japanische Marken schneiden unterschiedlich ab. Honda erreicht Platz 4, Toyota Platz 9 - Suzuki, Daihatsu und Mitsubishi liegen weit unter dem Durchschnitt.

Ein 21. Platz zeigt, dass Opel in Sachen Kundenzufriedenheit noch viel nachholen muss. Da tröstet es nicht, dass Smart als schlechteste deutsche Marke trotz der hohen Preise nur auf Platz 24 kommt. Volkswagen erhält eine schallende Ohrfeige: Bei der Kundenzufriedenheit rangieren die selbstbewussten Wolfsburger nur im Mittelfeld hinter Ford und können obendrein kein einziges Modell unter die besten Drei der Segmente platzieren. Dass ausgerechnet die Fahrer eines Fiat 500 zu den zufriedensten Kleinstwagenkäufern gehören, überrascht ebenso wie der Dacia Logan, der auf einem zweiten Platz noch vor dem Mini gelandet ist.

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Wie heißt der Film?
Hallo, seit langer Zeit bin ich auf der Suche nach einem Film, den ich vor ca. 25 Jahren gesehen habe. Es ist ein französischer Film von oder in der Art wie Eric Rohmer. Der Titel könnte "Betrug" oder ähnlich lauten. Es geht um eine Dreiecksgeschichte, bei der ein Mann von seiner Ehefrau und seinem besten Freund betrogen wird. Der Film erzählt seine Geschichte in Rückblenden und steigert die Spannung dadurch, dass der anfangs unwissende Zuschauer von Rückblende zu Rückblende mehr Informationen erhält, bis er gegen Ende sogar wissender ist als die Darsteller. Wie ein roter Faden zieht sich dabei die Frage durch den Film: Wer hat zu welchem Zeitpunkt was gewusst. - Ab wann wusste der betrogene Ehemann, dass er betrogen wurde? - Ab wann wussten die Betrüger, dass der Ehemann wusste, dass er betrogen wurde usw. Der Film beginnt äußerst langatmig. Wenn ich mich recht erinnere mit einer 20-minütigen fast statischen Kameraeinstellung. Zwei Personen (Ehefrau und Liebhaber) sitzen an einem Tisch eines sehr einfachen Restaurants. Aus dem Gespräch erfährt man, dass sie früher einmal ein Verhältnis hatten. Im Laufe der Unterhaltung verdichtet sich allmählich die Befürchtung, der Beste Freund/ Ehemann könnte eine Ahnung gehabt haben. Dann folgt die erste Rückblende. Dieses Prinzip von sich verdichtender Ahnung verstärkt sich immer mehr und verleiht dem Film eine - wie ich finde - einzigartige Dramaturgie. Wäre wundervoll, wenn jemand helfen könnte. Gruß Leo

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