Die Späh-Kamera hinter der Frontscheibe

25. Juli 2013, 20:52 Uhr

Eine Dashcam nimmt das Geschehen vor dem Wagen auf der Straße auf. Viele meinen, bei einem Unfall habe man mit dem Videobeweis bessere Karten. Aber stimmt das auch? Von Gernot Kramper

Dashcam, Beweissicherung, Unfall, Kamera, Auto

In einem Pkw ist eine kleine Kamera die richtige Wahl.©

Im Februar ging in Russland eine Meteoritenschauer nieder - bestens mit hochauflösenden Videos dokumentiert. Sie stammten von sogenannten Dashcams. Die kleinen Kameras werden im Auto hinter der Frontscheibe installiert und nehmen Straße und Verkehr vor dem Wagen auf. In Russland sind die Kameras sehr beliebt, so wurden die Meteoriten tausendfach aufgenommen. Die Aufnahme der Kamera wird dabei in einer Endlosschleife auf ein Speichermedium geschrieben. Ist der Speicher voll, werden die ältesten Aufnahmen überschrieben. Die letzten Betriebsstunden sind also immer gespeichert.

Qualität kostet

Im Versandhandel und in Fachgeschäften sind diese Kameras einfach zu bekommen. Die billigsten Modelle kosten weniger als 50 Euro, für ein brauchbares Gerät mit HD-Aufnahme muss man mit einem Preis von 150 bis 250 Euro rechnen. Dann ist ein GPS-Sensor zur Positionsbestimmung und eine Software zur Routenanalyse mit dabei. Gute Kameras benutzen für die Frontaufnahme zwei Objektive für ein verzerrungsarmes Panoramabild, billige schneiden das Panoramabild aus einer konventionellen Weitwinkelaufnahme aus. Empfehlenswert sind weiterhin ein integriertes Mikrofon, die Fähigkeit zur Nachtaufnahme und ein Bewegungsmelder.

Viele der besseren Dashcams nehmen nicht nur die Straße sondern auch Fahrer und Innenraum mit einer weiteren Kamera auf. Mit einem Mikrofon wird außerdem jedes Gespräch im Wagen protokolliert. Im gewerblichen Bereich ist der Betrieb in Deutschland wegen der Videoüberwachung der Angestellten nicht erlaubt. Privat kann man sich filmen lassen. Einige Dashcams liefern gegen einen geringen Aufpreis eine Rückfahrkamera mit. Sie hilft beim Einparken und entlarvt Drängler. Diese Kamera muss mit dem Gerät am Armaturenbrett verkabelt werden. Mag die Kamera auch billig sein, das Verlegen des Kabels ist aufwändig, wenn die Rückfahrkamera am Heck montiert wird.

Dauerhafte Installation ist wichtig

Wichtiger als technische Leistungsdaten ist die Frage, wie die Kamera möglichst unauffällig angebracht werden kann. Die meisten Geräte sind für den gewerblichen Einsatz in einem LKW oder einem Reisebus konzipiert worden. In einem Pick-up oder einem Wohnmobil stören sie nicht, in einem Kleinwagen wirken sie klobig und überdimensioniert. Doch auch zierliche Modelle benötigen einen eigenen Stromanschluss. Wer keine Strippe zum Zigarettenanzünder baumeln lassen will, sollte in einem Fachgeschäft mit Werkstatt kaufen, damit das Gerät korrekt angeschlossen wird.

Schlagwörter powered by wefind WeFind
Deutschland Fachgeschäft Frontscheibe Kamera Russland Strasse
Auto
Ratgeber
Winter/Schnee-Tipps von einem Vielfahrer: Hauptsache Ruhe bewahren Winter/Schnee-Tipps von einem Vielfahrer Hauptsache Ruhe bewahren
VIEW Fotocommunity VIEW Fotocommunity Pferdestärken in besonderen Perspektiven. Zur VIEW Fotocommunity