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Diesen Gebrauchtwagen können Sie vertrauen

Die Dekra hat 15 Millionen Gebrauchtwagen auf Mängel geprüft: Die deutschen Autos überzeugen vor allem im Premiumbereich, allen voran der Audi A4. Bei den Kleinwagen sieht es anders aus.

Von Gernot Kramper

Deutsche Wagen haben bei der Hauptuntersuchung wenig zu befürchten. Die Faustregel gilt jedoch nicht für Kleinwagen und Kompakte. Hier werden die deutschen Autos von der Konkurrenz aus Japan zumindest teilweise ausgestochen. Das geht aus dem aktuellen Gebrauchtwagenreport der Dekra hervor, dafür wurden die Hauptuntersuchungen (HU) von mehr als 15 Millionen Fahrzeugen der vergangenen zwei Jahre ausgewertet.

Dabei unterscheidet die Dekra-Studie zwischen Fahrzeugtypen und unterteilt diese in drei Klassen je nach Laufleistung. Das Alter der Fahrzeuge fließt allerdings nicht in die Wertung ein. Deutsche Wertarbeit überzeugt die Prüfer: "Es sind aber nicht unbedingt die ersten Plätze entscheidend, sondern das Gesamtbild der vorderen Plätze", sagt Dekra-Vorstand Clemens Klinke. Dabei zeige sich klar, dass deutsche Autobauer bei der Qualität den Ton angeben.

Hier finden Sie die bestplatzierten Autos des Dekra-Reports

Einen Schönheitsfehler hat die deutsche Vormachtsstellung allerdings: Deutsche Autobauer dominieren bereits in der Zulassung die Dienstwagen und alle Segmente oberhalb der Mittelklasse. Entsprechend stark sind sie vertreten. In den Bereichen, die für Privatkunden mit durchschnittlichen Einkommen wichtig sind, ergibt sich ein etwas anderes Bild. Bei Kleinwagen und in der unteren Mittelklasse können die Japaner den Deutschen durchaus Paroli bieten. Bei den Minis ragen etwa Mazda 2 und Toyota Yaris hervor. Bei den älteren Kleinwagen mit Laufleistungen von über 100.000 Kilometern führen gleich drei Japaner die Liste an: Mitsubishi Colt, Honda Jazz und Mazda 2.

In der unteren Mittelklasse – hierzu zählen die beliebten Kompakten – führt der Opel Astra die Gruppe mit unter 50.000 Km an. Der VW Golf VI ist mit Platz 4 nicht schlecht platziert, muss sich aber nicht nur dem Rüsselsheimer sondern auch Renault Mégane, Toyota Prius und Toyota Auris geschlagen geben. Die sogenannte Premiumfahrzeuge von BMW (1er) und Audi (A3) können keinen Platz auf dem Siegertreppchen erringen. Dafür kann Audi sich im Erfolg des A4 sonnen. Er ist der Sieger aller Klassen und Laufleistungen, gefolgt wird er von Mercedes C-Klasse und Audi A6.

Grenzen der Statistik

Jede Statistik ist mit Vorsicht zu genießen: Die Dekra sortiert die Tabellen nach der Laufleistung der Wagen. In aller Regel ist der Kilometer-Stand bei einem Mittelklassewagen deutlich höher als bei einem Kleinwagen gleichen Alters. Ein typischer Dienstwagen wie der Sieger Audi A4 spult in seiner ersten drei Jahren häufig über 100.000 Km auf Landstraßen und Autobahnen ab – Scheckheft gepflegt. Logisch, dass er nach drei Jahren bei der ersten Hauptuntersuchung mehr glänzen kann, als ein Ford Fiesta der sich neun oder elf Jahre durch die Innenstadt kämpfen musste, bevor er die 100.000er Marke knacken konnte.

Vergleiche über die Klassen hinweg sind daher problematisch, können aber zum Schmunzeln anregen. Mit einer Mängelfreiheit von 95,3 Prozent schlägt der Ford Fiesta nicht nur alle Kleinwagen in der Gruppe bis 50.000 Kilometern, der Winzling überzeugt die Prüfer auch mehr als Luxuswagen wie Mercedes E-Klasse, VW Phaeton oder Audi A8. Im Bereich zwischen 50.000 und 100.000 Kilometer erreichen die Fahrzeuge der unteren Mittelklasse (Toyota Prius und Auris, Volvo C30 und Golf VI) durchweg bessere Werte als die ungleich teueren Modelle der Mittelklasse (Audi A5 und A4, MB C-Klasse, 3er BMW).

Die Studie ist zudem ein reiner Mängelreport und kein Ratgeber zum Autokauf. Wichtige Faktoren wie Ersatzteilpreise, Unterhalt, Pannenanfälligkeit, Anschaffungskosten, Wiederverkaufswert oder individueller Fahrstil bleiben unberücksichtigt. Rein rechnerisch haben die Prüfer bei den Hauptuntersuchungen mehr Mängel festgestellt als in der Vorgängerstudie 2011. Das lasse jedoch nicht auf schwindende Qualität schließen. Der Fuhrpark auf deutschen Straßen sei im Vergleich im Schnitt älter geworden und habe auch mehr Kilometer auf dem Tacho. "Insgesamt kann man daher nicht sagen, dass die Herstellerqualität gesunken ist. Im Gegenteil", sagte Klinke.

Die häufigsten Mängel

Die Prüfer beanstanden vor allem Elektrik, Elektronik und Licht. Dieser Bereich ist für 20 Prozent der Mängel verantwortlich. Die Bremse folgt mit zwölf Prozent auf Rang zwei, dahinter stehen Fahrwerk und Lenkung mit immerhin noch einem Zehntel der Mängel. Unter Kostenaspekten allerdings fallen Probleme an der Bremsanlage stärker ins Gewicht. Auch Fahrwerk und Lenkung und der Bereich Motor und Umwelt (8 Prozent der Mängelliste) schröpfen den Autobesitzer in aller Regel mehr als beispielsweise nur eine neue Batterie.

Gernot Kramper mit DPA

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