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14. April 2010, 08:14 Uhr

Toyota stoppt Verkauf von Luxus-SUV

Und noch ein Kratzer im Lack: Das US-Verbrauchermagazin "Consumer Reports" hat bei Toyotas Luxus-Geländewagen Lexus GX 460 vor eklatanten Sicherheitsmängeln gewarnt. Die Japaner haben reagiert und den Verkauf vorerst gestoppt.

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Schöne, heile Autowelt? Von wegen - nun gibt's Probleme mit Toyotas Edelmarke Lexus© Wu Hong/DPA

Toyota kommt nicht aus den Negativ-Schlagzeilen. Der japanische Autobauer kündigte am Dienstag einen vorläufigen Verkaufsstopp des Geländewagens Lexus GX 460 in den USA an, nachdem die renommierte Verbraucherzeitschrift "Consumer Reports" - eine Art Stiftung Warentest der USA - nach einem Fahrtest die seltene Empfehlung "nicht kaufen" ausgesprochen hat. Die Autotester bemängelten die Fahrsicherheit des Luxus-SUVs. Demnach besteht in scharfen Kurven die Gefahr, dass das Heck ausbricht und das Fahrzeug sich überschlägt.

Der Bericht weckt Erinnerungen an den legendären Elch-Test der A-Klasse von Mercedes-Benz. Der Hoffnungsträger der Stuttgarter hatte 1997 bei einem Ausweichmanöver in Schweden abgehoben. Mercedes musste sich viel Hohn und Spott gefallen lassen, der Ruf litt. Der Hersteller löste das Problem unter anderem mit dem serienmäßigen Einbau des damals noch wenig verbreiteten elektronischen Stabilitätsprogramm.

Bislang 6000 GX 460 verkauft

Toyota reagierte auf den Bericht mit der Ankündigung, mit eigenen Tests das Fahrverhalten des Geländewagens zu überprüfen. Die Händler seien angewiesen worden, bis zum Abschluss der Überprüfung den Lexus GX 460 nicht mehr zu verkaufen. "Wir nehmen die Sache sehr ernst und sind entschlossen, das von 'Consumer Reports' festgestellte Problem zu identifizieren und zu beseitigen", sagte Lexus-Vizepräsident und Generalmanager Mark Templin.

Nach Angaben von Toyota wurden seit dem Verkaufsstart Ende Dezember 6000 Fahrzeuge des Typs Lexus GX 460 verkauft. Templin erklärte, er sei überzeugt, dass der GX die hohen Sicherheitsstandards von Toyota erfülle.

Der japanische Autobauer hat in den vergangenen Monaten wegen Sicherheitsproblemen weltweit mehr als acht Millionen Autos zurückgerufen. Das US-Verkehrsministerium sprach Anfang März von 52 Toten infolge von Unfällen, die mit unabsichtlichen Beschleunigungen von Toyota-Fahrzeugen zu tun haben sollen. Die US-Regierung hat Anfang April eine Rekordstrafe von 16,4 Millionen Dollar (12,2 Millionen Euro) gegen Toyota wegen einer verspäteten Rückrufaktion im Zusammenhang mit klemmenden Gaspedalen angekündigt.

APN/DPA
 
 
KOMMENTARE (9 von 9)
 
Administrator (15.04.2010, 10:44 Uhr)
@ trapperjohn
An dieser Stelle haben wir keinen von ihnen erwähnten Kommentar gelöscht. Kann es sein, dass Sie sich im Artikel geirrt haben?

Mit freundlichen Grüßen,
Ihre stern.de-Admins
trapperjohn (15.04.2010, 08:11 Uhr)
Toyota
Wo ist mein Kommentar geblieben?
Johann58 (14.04.2010, 20:04 Uhr)
@ramazotti
du must mir mal sagen wo es die Kaugummiautomaten gibt an denen man seinen Fuehrerschein ziehen kann. Die Fuehrerscheinpruefung ist mit der in Deutschland zu vergleichen nur muss man keine Fahrschule besuchen und der Fuehrerschein kostet nur $20.00. Das ist aber ein anderes Thema.

In den USA, das hat mir einmal jemand aus bestimmtem Grund gesagt; 'it's all about liability' und genau aus diesem Grund stoppt Toyota den Verkauf eines Autos, ob etwas wirklich passiert ist oder nicht. Die letzten Strafen waren hoch genug. Wenn jemand tatsaechlich einen Unfall hat und geschaedigt wird, kann das Toyota Unsummen kosten und der Imageschaden kaum gut zu machen sein. Also wird man in diesem Fall proaktiv sein. Da das Auto eh in den USA montiert wird und es genug Kaeufer gibt, die garnicht wissen, dass es sich um ein Japanisches Fabrikat handelt hat das auch nichts mit der US Automobilindustrie zu tun. Ich halte von 'Consumer Reports' nicht allzu viel aber auch die muessen vorsichtig sein, wie gesagt; it's all about liability' und wenn jemand hier eine Absicht entlarft wars das fuer Consumer Reports.
Ramazotti (14.04.2010, 16:51 Uhr)
Uebrigens
ist "desastroes" nun auch schon ein deutsches wort ? So aehnlich wie der selbstmoerder der ein "suizid" begangen hat ? Leider wohn' ich ja nun nicht mehr in D und wundere mich immer wie die deutsche sprache verarscht wird. Sind wohl die coolen schreiberlinge die gern "in" sein wollen.
bernie-abg (14.04.2010, 14:52 Uhr)
Ich frage mich...
...wie die Tester das geschafft haben?
Jeder Lexus hat serienmäßig ESP, dieses kann man ausschalten, mit ausgeschaltetem ESP kriegt man jeden Wagen zum schleudern und praktisch jedes SUV zum kippen, wen man mit dem nötigen "Schmackes" rangeht. Mit eingeschaltetem ESP ist das nicht möglich.
(Kann jeder bei einem Kurs in einem Fahrsicherheitszentrum selber ausprobieren.) Also haben die Tester entweder das ESP ausgeschaltet, oder das ESP hat einen Programmfehler. (Was sehr unwahrscheinlich ist, wenn man weiß wie Automobile vor der Serienfertigung getestet werden.)
Interessant auch, daß alle "Vorfälle" aus den USA berichtet werden, aber keiner aus Europa oder Asien.
Wie schon erwähnt hat auch damals kein Audi außerhalb der USA die Neigung gezeigt unkontrolliert zu beschleunigen.
Ramazotti (14.04.2010, 14:26 Uhr)
Idioten Test....
speziell in einem Land wo Kriechtempo vorgeschrieben ist und man maximal 135 kmh fahren darf, meistens jedoch nur 110.
Der selbe unberechtigte Rufmord wurde damals an Audi begangen weil ein paar Leute zu bloed waren auf's richtige Pedal zu druecken. Anstatt die Autos unter unrealistischen Bedingungen zu testen, sollten sie das bei den Kaugummiatomatenfuehrerscheinfahrern in den USA machen. Jeder Bloedmann bekommt einen Fuehrerschein. Da liegt die echte Gefahr.
earlybird (14.04.2010, 11:41 Uhr)
Abgekartetes Spiel
Ich hab selber keinen und bin auch kein Fan der Marke - aber was hier getrieben wird hat Toyota nicht verdient.
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Die haben x Jahre lang Autos ohne Fehl und Tadel gebaut und jetzt plötzlich ist alles nichts mehr..?
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Durchsichtiges Manöver. Oder wird auch in gleicher Aufmachung über den Ami-Schrott berichtet, der erstens säuft wie ein Loch und nach einigen Tausend Kilometern zusammenbricht bzw. mit Panne liegenbleibt?
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Na also.
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Über diese Art der Berichterstattung und Marken-Demontage können sich höchstens die verbliebenen immer noch gläubigen Klima-Hysteriker freuen, weil es mit Toyota auch den BÖSEN, BÖSEN SUVs wie Land Cruiser und RAV-4 ans Leder geht.
facilidad_de_ser (14.04.2010, 11:25 Uhr)
@Schulse
So isses...mich beschleicht so langsam das Gefühl, dass aber auch wirklich alles was aus Amerika zu hören ist, Lug und Betrug ist.
Schulse (14.04.2010, 10:45 Uhr)
Schikane
Toyota baut seit Jahrzenten Autos, die immer in Ordnung waren. Und plötzlich kriegen die nichts mehr zusammen... In Anbetracht der scheinheiligen politischen öffenlichkeitwirksamen Verhören ist das ein weiterer Versuch den japanischen Autobauer an den Rand des amerikanischen Automobilmarktes zu drängen.
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