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So schön werden unsere Autos

Klein, sparsam und bescheiden? Das kommt beim Kunden nicht an. Nach der SUV-Welle fahren jetzt elegante Coupés auf breiter Front vor. Sie sind schick, sportlich und unglaublich unpraktisch.

Von Gernot Kramper

  Der Trend des edlen - häufig viertürigen - Coupés wurde in der Oberklasse geboren. Stammvater ist der legendäre Maserati Quattroporte. Ihn gibt es seit 1963, aber erst 2004 kam Mercedes auf die Idee, die biedere E-Klasse zu strecken und etwas Ähnliches zu versuchen. Damit landete Mercedes einen Sensationserfolg: Der Mercedes CLS  galt vom Start weg als elegantester Mercedes seit langem.   Seitdem macht das Modell "Edel-Coupé" Schule und wird auch an volkstümlichen Wagen erprobt. Volkswagen machte als erster Massenhersteller den Versuch, den Passat in dieser Art aufzumöbeln. Wichtig dabei: Als Kombi hat der Passat den Ruf praktisch, aber bieder zu sein. Die Limousine gilt in Deutschland als verboten langweilig. In die Länge gewalzt und mit schicken Zutaten aufgemöbelt wurde der Passat CC sofort ein Erfolg. Und seitdem gibt es kein Halten mehr. Immer mehr Hersteller kündigen viertürige Coupés an.   Jüngster Streich ist der in Detroit gezeigte Mercedes CLA (Foto). Von allen Autos des Jahrgangs 2013 hat dieses Coupé das größte Eroberungspotential. Das liegt nicht nur am verführerischen Äußeren, Mercedes bricht auch mit ehernen Grundsatz der Branche. Bislang wurde für ein Edel-Coupé immer ein massiver Preisaufschlag verlangt. Gemessen am Grundfahrzeug, der A-Klasse, ist das auch diesmal richtig. Doch der CLA ist derart gewachsen, dass er sich selbstbewusst zu 3er BMW, Audi A4 und Mercedes C-Klasse gesellen kann. Gemessen an deren Preisniveau ist der CLA sogar günstig, bietet dem Hersteller aber eine gute Marge, weil es sich letztlich um eine gut getarnte A-Klasse handelt.   Mit diesen Modellen entfernt sich die klassische Limousine vom Hütchenträgerimage, und bringt   die Eleganz zurück auf die Straße. Die Strategie zeigt aber auch, dass der Kunde nicht rational entscheidet. Politiker und Verkehrsplaner fordern kleine Autos - am besten mit Elektroantrieb. Der Neuwagenkäufer lässt diese aber links liegen, weil sie ihm zu teuer sind. Wenn das Modell ihn aber verführt wird, sitzt das Geld locker.   Auf den ersten Blick scheinen Edel-Coupés das genaue Gegenteil vom klobigen SUV zu sein, dabei haben sie viel gemein. Beides sind Fahrzeuge des Eskapismus. Der kleinen Fluchten, die auf ihre Weise den grauen Alltag aufbrechen. Die einen flüstern den Fahrer das Versprechen zu, mit ihm zur Not die Sahara zu bezwingen, die Coupés verbreiten ein Lebensgefühl von eleganter Leichtigkeit - so wie ein Ausflug nach Monté Carlo.   Unpraktisch sind die Coupés allemal. Standesgemäß wird es hoffnungslos übermotorisiert und gern nur mit vier Luxussitzen statt fünf Plätzen ausgestaltet. Transportfähigkeiten enden beim Golfbag. Das Coupé verkündet jedermann, dass sich sein Besitzer nicht mit profanen Sorgen wie Kinderwagen- oder Baumaterial herumplagen muss.

Der Trend des edlen - häufig viertürigen - Coupés wurde in der Oberklasse geboren. Stammvater ist der legendäre Maserati Quattroporte. Ihn gibt es seit 1963, aber erst 2004 kam Mercedes auf die Idee, die biedere E-Klasse zu strecken und etwas Ähnliches zu versuchen. Damit landete Mercedes einen Sensationserfolg: Der Mercedes CLS galt vom Start weg als elegantester Mercedes seit langem.

Seitdem macht das Modell "Edel-Coupé" Schule und wird auch an volkstümlichen Wagen erprobt. Volkswagen machte als erster Massenhersteller den Versuch, den Passat in dieser Art aufzumöbeln. Wichtig dabei: Als Kombi hat der Passat den Ruf praktisch, aber bieder zu sein. Die Limousine gilt in Deutschland als verboten langweilig. In die Länge gewalzt und mit schicken Zutaten aufgemöbelt wurde der Passat CC sofort ein Erfolg. Und seitdem gibt es kein Halten mehr. Immer mehr Hersteller kündigen viertürige Coupés an.

Jüngster Streich ist der in Detroit gezeigte Mercedes CLA (Foto). Von allen Autos des Jahrgangs 2013 hat dieses Coupé das größte Eroberungspotential. Das liegt nicht nur am verführerischen Äußeren, Mercedes bricht auch mit ehernen Grundsatz der Branche. Bislang wurde für ein Edel-Coupé immer ein massiver Preisaufschlag verlangt. Gemessen am Grundfahrzeug, der A-Klasse, ist das auch diesmal richtig. Doch der CLA ist derart gewachsen, dass er sich selbstbewusst zu 3er BMW, Audi A4 und Mercedes C-Klasse gesellen kann. Gemessen an deren Preisniveau ist der CLA sogar günstig, bietet dem Hersteller aber eine gute Marge, weil es sich letztlich um eine gut getarnte A-Klasse handelt.

Mit diesen Modellen entfernt sich die klassische Limousine vom Hütchenträgerimage, und bringt die Eleganz zurück auf die Straße. Die Strategie zeigt aber auch, dass der Kunde nicht rational entscheidet. Politiker und Verkehrsplaner fordern kleine Autos - am besten mit Elektroantrieb. Der Neuwagenkäufer lässt diese aber links liegen, weil sie ihm zu teuer sind. Wenn das Modell ihn aber verführt wird, sitzt das Geld locker.

Auf den ersten Blick scheinen Edel-Coupés das genaue Gegenteil vom klobigen SUV zu sein, dabei haben sie viel gemein. Beides sind Fahrzeuge des Eskapismus. Der kleinen Fluchten, die auf ihre Weise den grauen Alltag aufbrechen. Die einen flüstern den Fahrer das Versprechen zu, mit ihm zur Not die Sahara zu bezwingen, die Coupés verbreiten ein Lebensgefühl von eleganter Leichtigkeit - so wie ein Ausflug nach Monté Carlo.

Unpraktisch sind die Coupés allemal. Standesgemäß wird es hoffnungslos übermotorisiert und gern nur mit vier Luxussitzen statt fünf Plätzen ausgestaltet. Transportfähigkeiten enden beim Golfbag. Das Coupé verkündet jedermann, dass sich sein Besitzer nicht mit profanen Sorgen wie Kinderwagen- oder Baumaterial herumplagen muss.

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