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Die teuersten Räder der Welt

Fahrradfahren muss nicht billig sein. Es ist ganz einfach, für ein Rad mehr Geld als für einen Sportwagen auszugeben. Kleiner Trost: Schneller als andere sind diese Räder auch nicht.

Von Gernot Kramper

Radeln macht Spaß, aber wer auf ein exklusives, handgefertigtes Rad Wert legt, kann schnell ein Vermögen loswerden. Die Luxus-Räder unterscheiden sich gewaltig voneinander. Manche sind fahrende Kunstwerke, andere rasende Rennmaschinen und dritte protzige Goldkarossen. Nur eins ist ihnen gemein: Sie sind streng limitiert. Wer so ein Rad kauft, weiß, dass er ein Unikat fährt.

Das teuerste Rad aller Zeiten stammt vom ehemals erfolgreichsten Radsportler Lance Armstrong. Er benutzte das von Damien Hirst designte Modell bei der Tour de France 2009. Auf einer Wohltätigkeitsaktion wurde das Damien Hirst "Butterfly" Trek Madone zu einem Preis von 500.000 Dollar verkauft. Auf der gleichen Auktion wurde noch weitere Armstrong Räder zu horrenden Summen verkauft.

Mit mehr als 600 Swarowski-Kristallen ist das Aurumania Crystal Edition Gold Bike besetzt. Zusätzlich ist das Rad mit Gold überzogen. Soviel Prunk gibt es nicht umsonst. Aurumania verlangt 80.000 Euro für das Rad.

Ein Rad von Cervélo ist nie billig. Das normale Cervélo P4 TT kostet überschaubare 5000 Euro, die Sonderedition Chrome Hearts x Cervelo Bike dagegen fast 50.000 Euro - dafür gibt es viele Einlegearbeiten in Chrom, kunstvolle Lederzüge und Teile aus Edelmetall.

Auch alte Räder können teuer sein. Dieses seltene Modell von Tiffany & Co aus dem Jahr 1890 mit erlesenen Silberbeschlägen wurde nur wenige Male gebaut. Eine der Käuferinnen war die berühmte Sängerin und Schauspielerin Lillian Russell. Es ist aber nicht verbürgt, dass sie tatsächlich auf diesem Exemplar saß. Dennoch wurde es bei Bonham für 57.000 Dollar versteigert.

Schlangenleder und Goldbezug edeln dieses Rad von Montante auf. Zusätzlich sorgen 11.000 kleine Swarowski Kristalle für Glanz, nur die moderne Scheibenbremse wirkt deplaziert. Kostenpunkt: 46.000 Dollar.

Ein Unikat von KGS kostet bis zu 30.000 Dollar. Dafür erhält der Kunde mit dem "Tier 3" eine vollwertige Rennmaschine, bei der die Komponenten speziell für dieses Rad gemacht und lackiert werden. Jedes Rad existiert nur ein einziges Mal.

Das Beru Factor 001 setzt nicht auf Kristalle oder Schlangenhäute sondern auf modernste Materialien, wie sie sonst nur in der Raumfahrt oder bei Kampflugzeugen verwendet werden. Ein elektronisches System, das die Trainingsdaten aufnimmt und analysiert, ist in das Rad integriert. Es kostet 27.750 Dollar.

Ein Rad wie das Factor 001 kann man noch teurer machen - die Aston Martin Edition kostet 39.000 Dollar und wird nur 77 mal gebaut. Biometrische Daten werden erfasst, Reifen und Rahmen sind aus Carbon. Die Schaltung kommt dagegen ganz profan von Shimano.

Phanel Krencker stellte sein "Bicyclettes de Luxe" auf der North American Handmade Bicycle Show vor. Der geschätzte Preis liegt bei 25.000 Euro. Dafür bietet der Franzose das schönste Luxusrad überhaupt an. Komponenten, Lederbezüge und Lackierung nur exquisit zu nennen, wäre eine Untertreibung. Sie werden von handverlesenen Firmen in Europa als Unikate hergestellt.

Eric’s Teardrop ist eine fahrbare Skulptur von Josh Hadar. Sie folgt dem Stil der amerikanischen Chopper, ist aber kein Motorrad, sondern wird mit Muskelkraft angetrieben. Der Künstler fertigt auf Bestellung, die Preise liegen zwischen 12.000 und 35.000 Dollar.

Aus einer Kooperation zwischen Koga und Spyker Cars ging das Spyker Aeroblade Bike. Es besteht aus Titanium und zeigt die Spyker-Embleme. Kostenpunkt: 13.000 Euro.

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