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Groningen im Norden der Niederlande ist bei Studenten sehr beliebt - und bei Fahrradfahrern auch. Das passt ganz gut zusammen. Etliche deutsche Studenten sind dort inzwischen als Stadtführer unterwegs, oft auf dem Fahrrad, so wie Lukas Müller.
Oberbayern ist Pferdeland. Überall stehen Rösser auf der Weide. Reiturlauber können in den Sattel steigen und auf geführten Wanderritten Land, Leute und Lokale erkunden. An der deutsch-österreichischen Grenze wird einfach weiter getrabt.
Auch wenn die Unfallzahlen sinken - Radfahrer leben gefährlich. Teilweise sind sie selbst schuld, Hauptproblem ist aber ein Verkehrskonzept, das die Radler nicht ernst nimmt.
Die leisen Hybrid- und Elektroautos sollen zur Sicherheit von Fußgängern und Fahrradfahrern lauter werden.
Lieber sicher als modisch, sagen ausgerechnet die Franzosen. Ab sofort müssen alle Radfahrer in Frankreich eine gelbe Warnweste tragen. Dabei wirbt kein Geringerer als Designer Karl Lagerfeld für die leichten Leibchen.
"Links vor rechts in jeder Lage - Rot heißt vorwärts keine Frage!" In Berlin bekennen sich nicht nur "Radterroristen" zur rabiaten Gangart. Seitdem sich durchtrainierte Angestellte auf dem Rad fit für den Konkurrenzkampf im Büro machen, ist Schluss mit der Gemütlichkeit auf dem Hollandrad.
...erlebe ich gerade - und bin ganz verwirrt von all der Harmonie... In Münster ist die Welt noch in Ordnung, denke ich, als ich Samstag mit meinem Kaffee in der Hand am Markt sitze. Um mich herum treffen sich Münsteraner Jungfamilien - Vorzeigeeltern in Barbour-Jacken mit Vorzeigekindern in Kinder-Barbour-Jacken. Genüsslich schlürfen sie ihren Kaffee, sagen das obligatorische "Das ist aber fettig!", als sie in den Backfisch beißen - und essen ihn trotzdem auf. Schließlich packen sie die Kinder zurück in den Kinderwagen und laufen in Richtung Innenstadt. Ich trotte langsam gen Promenade, werde dabei mindestens zweimal fast von wild gewordenen Fahrradfahrern überrollt. Die dürfen in Münster ja fast alles und das machen sie denn auch. Doch "Big Brother is watching you" denke ich nur, als ich das geparkte Polizeiauto an der nächsten Kreuzung sehe. Und just als ich daran vorbeihüpfe, winkt der Beamte einen der Fahrrad-Verrückten zu sich herüber: "Halten Sie mal kurz an..." sagt er mit einem süffisanten Grinsen. Das Vergehen das Waghalses ist eindeutig: er ist beim Überqueren der Straßen mindestens einen Meter zu weit rechts gefahren, hat so den Fußgänger- und nicht den Fahrradfahrerüberweg benutzt. Das Ende der Geschichte bekomme ich nicht mit, laufe selber über die nächste Ampel. Dabei zwinge ich mich, auf grün zu warten. Schließlich möchte ich nicht ein ähnliches Schicksal wie der wilde Fahrradfahrer erleiden. Mit mir warten geduldig sowohl Fahrradfahrer, als auch Fußgänger - noch ein Bild, dass ich nicht von Frankreich gewohnt bin... Einer der zahlreichen mitwartenden Fahrradfahrern wippt leicht von links nach recht. Da sehe ich die Kopfhörer in seinem Ohr. Auch der Beamte hat sie entdeckt. Und als der Musik-Honk in die Pedale tritt, greift der Ordnungshüter ein: "Das ist nicht erlaubt!" schreit er böse. "Da bekommt man nicht mehr mit, was um einen rum passiert..." Schöne, heile Münsteraner Welt, denke ich nur , aber übertreiben kann man's ja nun auch ... L.
...was Paris nicht hat? Eine rein subjektive Hommage ans kleine Deutschland... Fünf Tage Heimaturlaub habe ich gerade hinter mir. Und so supi Frankreich ist - Deutschland (oder besser gesagt Münster) hat doch auch so seinen Reiz mit all den... ...Vollkornbroten, Laugenbrezeln, Knoppers, Mercis, Super-Cappuccinos, leckeren Mozzarelle, Brunchs und Yoghurts mit den Ecken (sorry für die Produktwerbung!). ...Autos ohne Beulen und Autofahrern, die einparken können. ...Fußgängern, die an roten Fußgängerampeln stehen bleiben und bösen Blicken, die man erntet, wenn man ihrem nicht Beispiel folgt. ...Polizisten, die einen anhalten, wenn man auf dem Fahrradweg in die falsche Richtung fährt. ...Fahrradfahrern, die Handzeichen geben. ...roten Backsteinhäusern. ...Homezone-Handyverträgen. ...Bistros, in denen man für weniger als 8 Euro essen kann. ...Semestertickets. ...Radios, in denen mehr Musik gespielt als geredet wird. ...Mensen, in denen das Essen schmeckt. ...(Wirtschaftswissenschaften-)Prüfungsämtern, in denen man keine Anmeldefrist überschreiten darf. ...Eiskugeln für 60 Cents. ...Vorzeige-Eltern mit den Vorzeige-Kindern auf dem Vorzeige-Wochenmarkt. ...Bahnfahrkarten-Automaten, die aufgestellt sind, um Personal zu sparen, die aber keiner versteht und den Bahnangestellten, die deswegen neben den Automaten stehen, um den Bahnreisenden beim Bahnfahrkarten-Automaten-Benutzen zu helfen. ...Bandwurmwörtern. ...den Professoren, die (sogar in den Prüfungen) nett zu einem sind. ...Studenten, die essen, wenn sie Hunger haben und nicht, wenn Essenszeit ist. ...Nebenjobs, für die man kein Motivationsschreiben und keinen Lebenslauf abgeben muss. Das hat Münster, was Paris nicht hat. Auch wenn Paris meine Wahlheimat ist. L.
Weil er Nacktrennen nicht einfach verbieten kann, ist ein Bürgermeister auf eine clevere Idee gekommen. Er ordnete eine Helmpflicht für die radelnden Nackedeis an.
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