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27. April 2005, 15:49 Uhr

Vorsicht bei den edlen Puschen

Der tatsächliche Nutzen von edlen Alufelgen ist begrenzt, die optische Wirkung aber enorm. Ärgerlich nur, wenn das teure Extra anstatt Glanz und Gloria nur Schmutz und Schande ausstrahlt.

Vorher "pfui", hinterher "hui"!© Sonax

Ursprünglich kommen Leichtmetallfelgen aus dem Rennsport. Inzwischen haben sie auch die Straßen erobert. Die sachgerechte Reinigung verschmutzter Felgen ist leider nicht einfach. Salz, Straßenschmutz und der Bremsstaub setzen Autofelgen echten Härten aus. Ein Besuch in der Waschstraße reicht trotz spezieller Felgenreinigung oftmals nicht aus. Will man hier manuell nacharbeiten, muss man, auch wenn man mit geeigneten Reinigern arbeitet, mit Verschmutzungen an Händen und Kleidung rechnen. Im Anzug ist man also deplaziert, alte Klamotten oder Arbeitskleidung sind dringend zu empfehlen.

Säubern, nicht abschälen!

Zuerst ist eine gründliche Vorreinigung mit einem Hochdruckreiniger zu empfehlen. Dabei muss man behutsam vorgehen. Zunächst müssen der eigentliche Reifen und der Übergang zur Felge für den harten Strahl tabu bleiben. Auf gar keinen Fall dürfen das Innenleben der Bremse und die Anschlüsse für die Bremsschläuche malträtiert werden. Was viele nicht wissen: Aluminiumfelgen sind lackiert! Sie sehen also nicht das eigentliche Material, sondern eine Lackschicht. Sollte die Felge bereits kleine Schäden im Lack aufweisen, sollte man auf den Hochdruckreiniger verzichten. Forsches Vorgehen kann nämlich schnell zum großflächigen "Abstrahlen" des Lacks führen. Danach sieht die Felge wie ein abgepelltes Ei aus. Ein Schaden, der nicht mehr zu reparieren ist.

Reifen, Bremsen und Felgen gehören zu den Schmutzzonen des Wagens, ganz so einfach wie auf dem Foto geht es nicht.© Sonax

Vorsicht Säure

Nach dem Strahl sollte ein spezieller Felgenreiniger aufgetragen werden. Greifen Sie hier lieber zu einem etwas teueren Markenprodukt, denn dann können Sie sicher sein, dass der Reiniger keine lebens-gefährlichen Nebenwirkungen hat. Einige Felgenreiniger enthalten nämlich Tenside. Setzen sich diese Schmiermittel zwischen Bremsscheibe und Bremsbelag, kann sich die Bremsleistung um bis zu 25 Prozent verringern. Weitere Gefahr bergen allzu aggressive Reiniger. Sie enthalten ätzende Komponenten wie Flusssäure, die die metallische Teile der Bremsanlage und die Bremsscheiben angreifen.

Felgenreiniger werden entweder aufgesprüht oder mit einem Schwamm aufgetragen. Nach kurzer Einwirkzeit können sie weggewischt werden. Dafür ist eine Rolle Haushaltstücher bestens geeignet. Netter Nebeneffekt des "SONAX Xtreme FelgenReiniger full effect": nach der Einwirkzeit verfärbt sich der Aktivschaum rot. Mühelos ist die Reinigung der Felgen aber dennoch nicht. Die beste Reihenfolge: An der Waschanlage zunächst mit Dampfstrahler vorreinigen, ohne den Strahl auf die Reifen zu richten, und dann mit Felgenreiniger einsprühen. Anschließend von Hand zum Beispiel mit einer Bürste nachreinigen, mit dem Dampfstrahler nachspülen und zum Schluss die Räder trocknen lassen.

Achtung: Die Beschädigungen im Material lassen sich nicht abwaschen.© Gernot Kramper

Je filigraner, umso mühsamer

Gerade besonders edle Felgen sind keinen flachen Scheiben, sondern aufwändige Konstruktionen mit entsprechend schwer zugänglichen Stellen. Noch filigraner sind verschraubte Felgen aufgebaut. Sie sollten regelmäßig gereinigt werden, um allzu hartnäckigen Schmutz zu vermeiden. Für eine umfassende Totalreinigung empfiehlt sich der Reifenwechsel in Winter- bzw. Frühjahr. Dann sind auch schwer zugängliche Stellen leichter zu reinigen. Wer möchte schon auf den Knien jede einzelen Schraube einzeln polieren?

Ach ja, sollten Sie Ihre Felge am Kantsein rasiert haben, hilft die Reinigung natürlich nicht weiter. Materialschäden werden leider - noch - nicht abgewaschen.

Kra

 
 
 
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