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Opel muss Milliarden einsparen. Dazu stehen alle europäischen Fabriken auf dem Prüfstand - und auch bei den Arbeitsplätzen wird der Rotstift kommen.
Die Bundesregierung bereitet sich darauf vor, dass der Opel-Mutterkonzern, General Motors, bald Insolvenz anmelden muss. Opel bräuchte dann dringend Überbrückungskredite, doch der Regierung sind die Hände gebunden.
Opel darf nicht sterben - in diesem Punkt sind sich Arbeitnehmer, Politiker und Manager einig. Zu schwer wiegt der Verlust der 25.000 Arbeitsplätze. An eine Zukunft mit GM glaubt niemand, aber welche Chance haben Opel und Vauxhall, die Krise allein zu überstehen?
GM hat offenbar das Gefühl, sich in Berlin einschmeicheln zu müssen. Deshalb soll erneut ein Deutscher das Europageschäft leiten. Schließlich hoffen die Amerikaner auf deutsche Staatshilfe bei der Opel-Sanierung. Der Betriebsrat von GM Europe warnt derweil vor einem "Krieg".
Kaum scheint der am Boden liegende Autobauer Opel mit Mühe und viel Hilfe von außen gerettet, da gibt es bereits ehrgeizige Ziele für die Zukunft. Der wahrscheinliche Investor Magna geht davon aus, schon in wenigen Jahren satte Gewinne einfahren zu können.
Die Verhandlungen über das Opel-Sparpaket sind in vollem Gange: Lohnverzicht und Absenkung der Arbeitszeit werden diskutiert. Auch sind weiterhin 3200 Arbeitsplätze gefährdet - eine Herkules-Aufgabe, die die Kontrahenten stemmen wollen.
General Motors setzt den Opelanern die Pistole auf die Brust: Die Belegschaft müsse auch unter dem GM-Dach ihren Beitrag zur Sanierung leisten, sonst gehe der Autobauer pleite. NRW-Ministerpräsident Jürgen Rüttgers sprach "vom hässlichen Gesicht des Turbokapitalismus". Bundeskanzlerin Angela Merkel nahm Kontakt zur Opel-Belegschaft auf.
Fiat oder Magna? Wer steigt ein? Noch ist die Zukunft von Opel ungewiss. Dennoch gibt es für die Opelaner am Standort Bochum eine gute Nachricht: Nach stern-Informationen hat der Europachef von General Motors durchgesetzt, dass die komplette Zafira-Produktion dort konzentriert wird.
Die Bundesregierung will Opel durch einen Treuhänder absichern. Damit der deutsche Hersteller nicht von der drohenden Insolvenz des US-Mutterkonzerns mitgerissen wird, drängt sie General Motors dazu, die Anteile an den europäischen Töchtern Opel, Vauxhall und Saab bei einem Treuhänder zu parken.
Viele Worte - keine Entscheidung. Das Gespräch der Opel-Spitze im Kanzleramt hat lediglich die Erkenntnis bestätigt, dass das vorgelegte Sanierungskonzept nicht ausreicht. GM-Europachef Carl-Peter Forster hat der Bundesregierung weitere Details versprochen - doch die Politik spielt auf Zeit.
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