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20. Januar 2003, 14:14 Uhr

Ferdinands Volkswagen

Er ist der Inbegriff des Deutschen Wirtschaftswunders und läuft bis heute in Mexico vom Band: der VW Käfer. Seinen tierischen Namen erhielt der kleine Krabbler jedoch erst 1968 von einem findigen Werbetexter.

Professor Ferdinand Porsche© Porsche

Er ist der Inbegriff des Deutschen Wirtschaftswunders und läuft bis heute in Mexico vom Band: der VW Käfer. Seinen tierischen Namen erhielt der kleine Krabbler jedoch erst 1968 von einem findigen Werbetexter.

Als Ferdinand Porsche am 17. Januar 1934 seine Idee für ein Massenautomobil beim Reichsverkehrsministerium einreicht, ist schlicht von einem Volkswagen die Rede. Damit liegt Porsche durchaus im Trend der Zeit – kaum ein Jahr zuvor war der Volksempfänger auf den Markt gekommen. Bereits am 22. Juni 34 beauftragt der Reichsverband der Automobilindustrie (RDA) Porsche mit dem Bau eines „Volkswagens“.

Ein Wagen der Serie 38 im endgültigen Käfer-Look© Volkswagen

Drei Prototypen
Die Unterstützung durch die Mitgliedsfirmen des RDA ist jedoch bescheiden. Und so entstehen die ersten beiden Prototypen 1935 in Porsches Stuttgarter Garage. Beide werden bereits von einem 22 PS starken, luftgekühlten Boxermotor angetrieben und sind mit Drehstabfedern ausgerüstet. Insgesamt entstehen im Laufe des Jahres drei Fahrzeuge, die bereits mehr oder weniger an den späteren Käfer erinnern. Die Türen des zukünftigen Volkswagens öffnen sich jedoch noch nach hinten.

Weiterentwicklung 1936
Ab 1936 werden die drei Fahrzeuge zur Serie „VW 3“ zusammengefasst. Eine Limousinen- sowie eine Cabrio-Version wird den strengen Experten des RDA im Februar 1936 präsentiert. Obwohl die „Garagenwagen“ noch etliche technische Mängel aufweisen, empfiehlt der RDA ihre Weiterentwicklung. Im Laufe des Jahres bringt es jeder Prototyp auf gut 50.000 Testkilometer. Im Vordergrund steht dabei vor allem die Autobahntauglichkeit der neuen Wagen.

2,4 Millionen Testkilometer
Nach den erfolgreich verlaufenen Tests lässt der Reichsverband eine Vorserie von 30 (Serie 30) Fahrzeugen im Sindelfinger Daimler-Benz-Karosseriewerk bauen. Die dort produzierten Fahrzeugen haben noch kein Rückfenster – dessen Platz braucht man für Lüftungsschlitze der Motorhaube. 120 SS-Männer bringen in den Volkswagen 2,4 Millionen Testkilometer hinter sich. Gleichzeitig informiert sich Ferdinand Porsche in Amerika bei Ford und General Motors über die neusten Fertigungsmethoden um die Kosten weiter senken zu können.

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