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26. Mai 2009, 11:50 Uhr

ADAC-Test führt zu erschreckenden Ergebnissen

Kindersitze haben beim ADAC-Test extrem schlecht abgeschnitten. Vier von 22 geprüften Kindersitzen fielen mit der Gesamtnote "mangelhaft" glatt durch. Bei drei Modellen ging entweder der Sitz zu Bruch oder der Gurt des Kindersitzes riss und die Messpuppe flog durch das Fahrzeug.

ADAC-Test Kindersitze

Von wegen sicher, die ADAC-Ergebnisse sind verheerend© Frank May/DPA

Bei der Sicherheit von Auto-Kindersitzen sieht der ADAC bei einigen Herstellern noch erheblichen Nachholbedarf. Bei einem gemeinsamen Test des Autoclubs und der Stiftung Warentest fielen vier von 22 geprüften Kindersitzen mit der Gesamtnote "mangelhaft" glatt durch. Einer dieser vier Sitze - der "Alpin Daisy" - versagte beim Seitencrash.

Die drei anderen wurden wegen ungenügender Sicherheit beim Frontal-Crash mit "mangelhaft" bewertet, wie der ADAC am Dienstag in München mitteilte. Dabei handelte es sich um den "Emmaljunga First Class 0+ mit Base (Isofix)", den "IWH Babymax Isofix+Basis" sowie den "IWH Megamax Isofix+Basis".

Höhere Anforderungen als die gesetzlichen Mindestanforderungen

Bei diesen drei Modellen ging laut ADAC entweder der Sitz zu Bruch oder der Gurt des Kindersitzes riss aus und die Messpuppe flog beim Test durch das Fahrzeug. Bei den Maßstäben für den Frontal-Crash sei man über die gesetzlichen Mindestanforderungen hinausgegangen und habe sich an Belastungen orientiert, wie sie bei realen Unfällen vorkommen, erläuterte der Autoclub. Deshalb habe man zum Beispiel einen Crash mit einem Tempo von 64 Kilometern pro Stunde simuliert und auch auf den Seitenaufprallschutz geachtet, denn Kinder seien bei seitlichen Kollisionen besonders gefährdet.

Es gebe aber in allen Klassen "gute" oder "befriedigende" Kindersitze, teilte der ADAC mit. Bei dem Test erreichte allerdings kein Sitz die Bestnote "sehr gut", zehn schnitten mit "gut", sieben mit "befriedigend" und einer mit "ausreichend" ab.

DPA

 
 
KOMMENTARE (2 von 2)
 
tobix (26.05.2009, 15:22 Uhr)
@gesox
Die Tests gehen über die gesetzlichen Anforderungen hinaus.
Der Gesetzgeber definiert gewisse Mindeststandards, die sind aber nicht unbedingt ausreichend oder so, wie man sich das wünscht. Der Landwind ist wohl verkehrssicher (lenkt und bremst ausreichend :) und gefährdet andere nicht übermäßig, mehr wird nicht verlangt.
.
Der TÜV testet afaik nur bei Auftrag der Firmen, die dürfen dann das Logo auf das Produkt pappen. Das Kraftfahrtbundesamt testet afaik selbst nicht sondern wird vielmehr Testnachweise/Gutachten für eine Straßenzulassung verlangen.
gesox (26.05.2009, 13:18 Uhr)
Was ich bei solchen Tests nie verstehe...
Wir haben einen TÜV, ein Kraftfahrt-Bundesamt und andere Institutionen, die vor der Markteinführung von Autos und damit verbundenen Produkten für viel Geld und mit großem Aufwand Tests durchführen.

Wie kann es dann sein, daß solche Produkt überhaupt verkauft werden dürfen?

Kindersitze sind ja nicht die einzigen Produkte, bei denen immer wieder katastrophale Tests zeigen, daß Sachen verkauft werden, die niemals benutzt werden sollten:

- Der chinesische „Landwind“ ist das Auto mit dem schlechtesten ADAC-Crashtest aller Zeiten. Aber man kann ihn kaufen und zulassen.

- Kürzlich hat der ADAC Fahrrad-Trägersysteme getestet, das Urteil in puncto Sicherheit war ziemlich vernichtend. Man kann auch die Dinger, die bei jeder Kurve und jeder Vollbremsung den Drahtesel zum tödlichen Geschoß machen, ohne Probleme kaufen.

Wie kann das sein?
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