Graue Haare statt Fahrfreude, das ist bei diesen Gebrauchten garantiert. Der günstige Kaufpreis wird von Pannen und Werkstattkosten mehr als aufgewogen. Von Gernot Kramper
Geld soll er sparen, der Gebrauchtwagenkauf. Bei der Anschaffung ist der Preisunterschied zu Neuwagen enorm – aber auch der Abstand zu den "Fast Neuen"-Gebrauchten aus dem Angebot von Dienstwagen und Jahreswagen bleibt groß. Teure Reparaturen können die Freude am Schnäppchen allerdings schnell vermiesen. Bei älteren Wagen mit geringem Restwert ist dann schnell die Schwelle erreicht, an der sich eine Reparatur nicht mehr lohnt. Wird beim Händler gekauft, erhält man meist eine Garantie von einem Jahr, beim Privatkauf gibt es nicht einmal diese Sicherheit.
Wer wissen will, welche Modelle besonders viele Macken haben und welche durch Bestwerte glänzen, sollte in den Tüv-Report (erscheint in Zusammenarbeit mit der Autobild) und den Dekra-Report (erscheint in Zusammenarbeit mit Auto Motor und Sport) schauen.
Beide Untersuchungen basieren auf den Ergebnissen der Hauptuntersuchung, zu der jedes Auto muss. Die Datenbasis ist daher groß. Zusätzlich fließen Erkenntnisse der Prüfexperten und der jeweiligen Fachredaktion ein. Nachdem wir aus dem Dekra-Report bereits besonders empfehlenswerte Gebrauchtwagen vorgestellt haben, folgt nun die Horrorliste zusammengestellt aus beiden Erhebungen – Autos, die ihren Besitzer das Fürchten lehren.
Auf der Seite der Dekra Gebrauchtwagenreports kann man die Mängel aller Autotypen detailliert abfragen und Fahrzeuge miteinander vergleichen.
Die Fotos zeigen jeweils ein Fahrzeug aus einer Generation der Baureihe. Im Gebrauchtwagenmarkt werden Modelle aller Generationen angeboten. Liegt der letzte Modellwechsel noch nicht lange zurück, gibt es keine Daten der Hauptuntersuchung. Auch treten bei den jungen Modellen die typischen Alterserscheinungen noch nicht auf.