Die Detroit Motor Show ist alljährlich der Auftakt zum internationalen Automobiljahr. Dieses Jahr schaut die Welt besonders skeptisch auf die wenig schmuckvolle US-Metropole. Die heimischen US-Hersteller suchen nach neuen Ideen und finden sie in Übersee.

Öko-Paradox: Der Escalade wird auch mit Hybrid-Antrieb nicht zum Klimaschoner© Herrsteller
Selten ging es der nordamerikanischen Autoindustrie so schlecht wie in diesem Jahr. Vergleicht man den Markt mit dem Jahre 2000, so hat sank die Zahl der Neuzulassungen von 17,35 auf gerade einmal 16,1 Millionen Fahrzeuge. Eine Trendwende scheint nicht in Sicht. Die Kraftstoffpreise sind längst explodiert und die amerikanische Finanzkrise sorgt dafür, dass immer weniger US-Bürger Geld und einen freien Kopf für Autokäufe haben. Wenn es dem US-Markt schlecht geht, bekommen auch die Hersteller und Zulieferer in Europa und Asien Sorgenfalten. Nach der Trennung von Daimler sieht es besonders bei der neu gegründeten Chrysler LLC düster aus. Im vergangenen Jahr verkaufte der Konzern mit Sitz in Auburn Hills gerade noch 2,05 Millionen Fahrzeuge; so wenige wie seit 15 Jahren nicht mehr.
Nicht ganz so schwarz sieht es bei General Motors und der Ford Motor Company aus. Auch hier gab es deutliche Verluste, doch das Geschäft in Europa, Russland und Asien glich so manche Scharte wieder aus. Mitten in dieser Krise feiert der noch weltgrößte Autobauer General Motors (GM) dieses Jahr sein 100-jähriges Bestehen. Wie zum Trotz läutete die Industrie-Ikone schon zu Jahresbeginn die bis zum Geburtstag im Herbst andauernden Festivitäten ein. Dabei hat GM mit seiner Sanierung mehr als genug zu tun: "Wir beginnen unser zweites Jahrhundert in einer Zeit des fundamentalen Umbruchs der Branche", sagt GM-Chef Rick Wagoner.