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Strategisch wichtige Unternehmen hat Wladimir Putin verstaatlicht. Jetzt folgt Phase zwei seines Plans: Der russische Premier und frühere Präsident installiert Ex-Spione und Vertraute an der Spitze privater Konzerne - wenn es sein muss, mit Geheimdienstmethoden.
Ganz oben auf der Liste der reichsten Russen steht Oleg Deripaska. Er besitzt 40 Milliarden Dollar, etwa soviel wie Bill Gates. In der Ära Wladimir Putin hat sich die Zahl der Dollar-Milliardäre vervierfacht. Dabei prahlt der Noch-Präsident gerne mit seinem Kampf gegen das Oligarchentum.
Oleg Deripaska hat es mit seiner Firma Basic Element bis an die Spitze der russischen Baubranche geschafft. Nun streckt seine Fühler nun nach dem Bauriesen Hochtief aus. Für die könnte diese Kooperation sehr ertragreich sein.
Volkswagen will die Zahl seiner in Russland produzierten Autos verdoppeln.
Die Russen sonnen sich in der Rolle des neuen Opel-Retters und träumen von den großen Möglichkeiten. Aber wer ein russisches Autowerk mal von innen gesehen hat, bekommt erhebliche Zweifel.
Bei Opel ist jetzt General Motors am Zug. Die Zeit des Taktierens ist vorbei, der Verwaltungsrat des neu gestärkten US-Autobauers tritt am Dienstag in Detroit zur wohl entscheidenden Sitzung zusammen. In Deutschland wird bereits kräftig gezittert - gibt GM Opel überhaupt frei?
US-Präsident Obama will in Moskau eine Annäherung zu Russland einleiten - Abrüstung inklusive. Doch er trifft auf ein paranoides Land: eine Großmacht mit Minderwertigkeitskomplexen. Mit einer strauchelnden Wirtschaft nach Jahren des Booms. Und einer Regierung, die demokratisch tut, doch wie ein Zar regiert.
Der kanadisch-österreichische Magna-Konzern wird als Opel-Retter gefeiert. Die Drahtzieher der Übernahme - der russische Autobauer GAZ und die russische Sberbank - spielen in der öffentlichen Wahrnehmung keine Rolle. Doch durch sie bestimmt der Kreml die Geschicke des Rüsselsheimer Autobauers.
Im Kampf um Opel ist ein neuer Interessent aus der Deckung gekommen: Der russische Autohersteller Gaz. Zusammen mit dem Zulieferer Magna und Moskauer Banken will man bei den Deutschen einsteigen. Eine abenteuerliche Allianz, bei der Russlands Regierung ganz eigene Pläne verfolgt.
Vor Beginn des zweiten Prozesses gegen den einstigen Öl-Milliardär Michail Chodorkowski verwirrt die russische Justiz Beobachter. Mit einem Mal springt sie mit dem prominenten Angeklagten milder um: Es gibt Hafterleichterungen und wohl einen öffentlichen Prozess. Doch Chodorkowski ist und bleibt ein politischer Gefangener.
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