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24. Februar 2009, 16:05 Uhr

Leichenschändung oder Lebenshilfe?

Opel in der Krise

Opel darf nicht sterben - in diesem Punkt sind sich Arbeitnehmer, Politiker und Manager einig. Zu schwer wiegt der Verlust der 25.000 Arbeitsplätze. An eine Zukunft mit GM glaubt niemand, aber welche Chance haben Opel und Vauxhall, die Krise allein zu überstehen? Von Gernot Kramper

Opel, Krise, GM

Der Insignia ist ein großer Erfolg© Torsten Silz/DDP

Seit kurzem ist bekannt, dass Opel und die britische Schwestermarke Vauxhall ohne massive Hilfen des Steuerzahlers das Jahr nicht überstehen werden. Unklar ist allein die Form und Höhe des staatlichen Engagements und der Zeitpunkt des stattlichen Eingreifens. Selbst ein Notkredit der Regierung ist in der Diskussion. So drängend müssen die Probleme bei Opel also sein, dass die zeitliche Verzögerung über die Konstruktion einer stattlichen Bankbürgschaft vermieden werden und das Geld direkt überwiesen werden muss.

Die Regierung in Schweden ließ Saab in der letzten Woche ungerührt in die Insolvenz gehen. Es mache keinen Sinn, Steuergeld zu verschwenden, um Autos weiterzubauen, die keiner haben wolle, so das Kalkül. Diese Argumentation ist in Deutschland undenkbar. Hier richten sich alle Hoffnungen auf einen Fortbestand der europäischen Töchter ohne die Mutter GM. Aber wie groß sind die Chancen wirklich? Antworten zu den drängendsten Fragen.

Modell-Palette für Krisenzeiten

Opel ist stark im Bereich der Kompakten, Kleinwagen, der verschiedenen Mini-Vans und wird es mit etwas Glück und dem neuen Insignia wieder im Bereich der "bezahlbaren" Mittelklasse sein. Gut, denn das sind Segmente, die in der aktuellen Krise noch am wenigsten leiden. Die Einbrüche in den Segmenten große SUV und Oberklasse sind weit größer, davon bleibt Opel verschont.

Zu kleine Wagen, für das große Geld

Die Medien freuen sich über kleine, Sprit sparende Modelle. Leider sind das auch die Wagen, bei denen mit spitzem Bleistift kalkuliert wird. Verlangt der Markt dann noch nach Rabatten und anderen Stützungsaktionen kann man zwar noch Stückzahlen produzieren, aber kein Geld verdienen.

Erst bei Wagen mit "Wohlstandsspeck" wird echtes Geld verdient: In der oberen Mittelklasse werden für Lederausstattung, Sportsitze und Entertainment Summen bezahlt, die bei den Profiteuren der Abwrackprämie für das ganze Fahrzeug ausreichen müssen. Hier sieht es also eher schlecht für Opel aus, denn Autos zu verschleudern ist eine Sache, mit Gewinn wirtschaften eine andere.

Dem Trend hinterher

Das letzte Mal, dass Opel einen Trend setzen konnte, war 1999, als Opel den revolutionären Zafira I mit seinem neuen Sitzkonzept vorstellte. Den SUV-Trend, der lange Jahre prächtige Einnahmen und starkes Wachstum garantierte, verschlief man dagegen bis ins Jahr 2006. Und dann konnte man mit dem Antara kein eigenes Fahrzeug präsentieren, sondern schickte einen umgerüsteten Chevrolet mit sehr begrenzten Qualitäten ins Rennen.

Der aktuelle Designtrend zum attraktiven Mix der Fahrzeugformen findet bei Opel gar nicht statt. Crossovers mit denen Nissan oder Hyundai Herzen und Kunden gewinnen konnten, sucht man vergebens. Bei den verschiedenen Varianten von Lifestyle-Kombis ist ebenfalls Fehlanzeige. Schicke, kleine Cityfahrzeuge wie den IQ findet man nicht. Der gleiche Mut zur Lücke herrscht im technischen Bereich. Zur Erinnerung: Erst mit dem Insignia gelingt es Opel, ein konkurrenzfähiges Allradsystem anzubieten. Ein Hersteller muss nicht jeden Unfug mitmachen, aber man kann sich auch nicht darauf beschränken nur "Butter-und-Brot"-Fahrzeuge anzubieten.

Europäische Regionalmarke

Anders als die deutschen Konkurrenten Volkswagen, Audi, BMW und Mercedes ist Opel keine Weltmarke. Im Imperium von General Motors rangieren die Wagen mit dem Blitz als europäische Regionalmarke, eine weltweite Präsenz der Marke Opel war nie angestrebt oder angedacht.

Entsprechend kann Opel nicht auf eine starke Position in den sogenannten weltweiten "Wachstumsmärkten" hoffen. Zwar schlägt dort die weltweite Finanzkrise gewaltig zu, aber auf lange Sicht liegt in diesen Ländern das eigentliche Wachstumspotenzial, denn in Westeuropa sind die Märkte gesättigt.

GM Europe müsste also die vorhandene Position in Ost- und Mitteleuropa eigenständig stärken. In den anderen weltweiten Märkten ist Opel entweder gar nicht präsent oder exportiert nur über andere GM-Marken. Ein Opel-Europe-Konstrukt müsste in Sachen "weltweiter Export" von vorne beginnen. Auf eine globale Präsenz der Marke mit dem Blitz in den Köpfen der Konsumenten kann man dabei nicht bauen.

Verlust statt Gewinn

Es ist leicht, über GM herzuziehen, dabei produzieren die europäischen Töchter Verluste und keine Gewinne. Anders als manche Berichte nahelegen, konnte GM zumindest in letzter Zeit keine sagenhaften Summen aus Europa absaugen, um US-Verluste auszugleichen. Selbst wenn die komplizierte Operation gelingen würde, die verbliebenen europäischen Firmen aus GM herauszulösen, wäre dies erst der Anfang eines Neubeginns.

Die GM Europe AG hat allein in den letzten drei Monaten 2008 eine Milliarde Euro Verlust produziert. Davon dürfte der Löwenanteil auf Opel entfallen. Auch ohne die Mutter in den USA droht der Bankrott. Die Kreditbürgschaften in Höhe etwa 3 Milliarden Euro kann man nur als erste Anzahlung verstehen. Bis zum Jahr 2011 benötigt Opel nicht nur Garantien sondern auch jede Menge frisches, echtes Geld. Da kaum vorstellbar ist, dass ein Investor derartige Summen für laufende und unabwendbare Verluste aufbringen wird, bleibt letzten Endes nur der Steuerzahler.

Opel bleibt immer bei GM

Ohne den strauchelnden Giganten GM ist Opel nur ein regionaler Autozwerg. Zusammen mit der Schwester Vauxhall produziert man gerade mal 1,5 Millionen Autos. Das ist viel zu wenig, um im Massenmarkt gewinnbringend produzieren zu können. Eine enorme Steigerung der Verkäufe ist in den nächsten Jahren nicht zu erwarten, also müsste Opel sofort einen neuen Partner finden. So eine Blitzhochzeit ist allerdings schwer vorstellbar. Fände sich kein fremder Retter, bliebe nur der alte, neue Partner: GM.

Dann würden sich die Rechtsbeziehung von GM Europe und der GM USA ändern, eine echte Selbständigkeit könnten die Europäer über Jahre hinaus nicht erreichen. Solange würden sie weiterhin in einer ungeliebten Schicksalsgemeinschaft mit der Mutter GM verbleiben. Ob GM dann auch weiterhin einen Großteil der Entwicklungsarbeit an die Rüsselsheimer Ingenieure vergibt, wäre mehr als fraglich.

Opel ist eine Marke, kein Unternehmen

Seit 1929 ist Opel eine hundertprozentige GM-Tochter und damit Teil eines zentral geführten, weltweit agierenden Konzerns. Die Verflechtungen zur Mutter sind extrem eng, die gegenseitigen Abhängigkeiten hoch. Es ist nicht möglich, GM Europe per Federstrich aus dem Konzern zu lösen. Nur in einem langwierigen und komplizierten Prozess wäre es denkbar, um die Marken Vauxhall und Opel herum neue Unternehmen aus der GM-Masse zu bilden. Selbst die Grundstücke der Europäer sollen der Zentrale in den USA gehören.

Allerdings ist Opel weit mehr ein selbständiges Unternehmen, als etwa die reinen Marken des GM-Imperiums, wie Saturn oder Packhard, die aus nichts anderem als dem Namen und einem Signet bestehen.

Autos, die keiner braucht.

In den Kernmärkten von Opel werden zu viele und nicht zu wenige Autos gebaut und angeboten. Selbst wenn die Wirtschaft nach der Krise wieder laufen sollte, wird sich das Problem eines Überangebots in Europa nicht ändern. Der Markt ist verstopft. Eine Marktbereinigung durch Werksschließungen wird auf jeden Fall geschehen. Wenn Opel nicht in die Knie geht, wird es einen anderen Hersteller treffen. Die Opel-Rettung ist also der klassische Sündenfall der Staatsintervention: Ein angeschlagener Marktteilnehmer wird solange aufgepäppelt, bis ein anderer zu Boden geht. Abgesehen von den Kosten einer solchen Subventionsschlacht, wäre der Widerstand der europäischen Partner vorprogrammiert.

Know-How nur an zwei Fahrzeugen

Im Rahmen von GM werden in Rüsselsheim zwei Plattformen entwickelt, nämlich Mittel- und Kompaktklasse, sprich Insignia und Astra. Alles Weitere kommt aus anderen Teilen des GM-Reiches. Diese Fahrzeuge werden dann noch für die europäischen Märkte angepasst, aber das Know-How sitzt woanders. Im Verkaufsraum ist Opel mit dem Autozwerg Agila im Bereich der Kleinfahrzeuge gut aufgestellt, aber über eigene Kompetenz sagt das leider nichts aus.

Eine abrupte Trennung von GM ist hier nur schwer vorstellbar. Sollten die Europäer dauerhaft die Loslösung von GM anstreben, werden sie die bisherigen Entwicklungsaufträge für die weltweiten Entwicklungen von GM vermutlich verlieren. Fraglich wäre, ob sich die Kosten für die Entwicklungen wie von Astra- oder Insigniaplattform weiter aufbringen ließen. Denn nur die Stückzahlen von Opel wären zuwenig.

Saab Insolvenz

Saab war in den letzten Jahren ein verlässlicher Verlustbringer, aber auch ein treuer Abnehmer von Opelteilen. Der geplante Saab 9.5 sollte komplett in Rüsselsheim gebaut werden. Ein Detail, das nebenbei zeigt, wie die deutschen Opeleaner auch von den GM-Strukturen profitiert haben.

Inzwischen hat Saab-Chef Jan Ake Jonsson angekündigt, das künftige Spitzenmodell in Schweden und nicht Rüsselsheimer Werk produzieren zu wollen. Für den deutschen Standort fällt damit ein Volumen von 20.000 bis 30.000 Einheiten weg. Sollten die Pläne, Saab eigenständig weiterzuführen, scheitern, entfällt nicht nur die Montage der Saabs sondern auch die Lieferung entsprechender Teile. Ein schwerer Schlag für GM Europe.

Potenzial der Marke

Sicher hat Opel ein Imageproblem und keinen echten Stellenwert im Kosmos der meinungsbildenden, metropolitanen Elite, in anderen Kreisen besitzt die Marke aber durchaus Substanz. Das bemerkt jeder am positiven Feedback, der einmal mit einer OPC-Sportversion von Astra oder Vectra oder gar mit einem kultigen Opel Calibra auf der Straße war. Auch der sehr gute Start des Insignia beweist, dass die Marke Opel auch beim Käufer Rückhalt findet, wenn die richtigen Modelle angeboten werden.

Fazit

Viele Gründe sprechen gegen den selbständigen Fortbestand von Opel. Zum Ersten wird die Lösung vom GM wird nicht einfach gelingen, zum anderen leidet Opel unter hausgemachten Problemen, die das Unternehmen vor und nach der Finanzkrise belasten.

Ein möglicher Erfolg von Opel hängt von einem Auto ab. Der neue Astra muss in diesem Jahr einen mindestens so guten Start bei Fachpresse und Kunden hinlegen wie der Insignia. Sollte der neue Astra dem Golf nicht die Stirn bieten können, wäre für Opel alles aus. Weitere Versuche wären schlicht sinnlos. Ein Versagen in der Kompaktklasse könnte Opel nicht kompensieren, die Zeit zur Entwicklung weiterer Modelle nicht überbrücken.

Aber selbst, wenn die Produkte stimmen, die Lösung von GM gelingt, wird "Opel Europe" sehr viel Geld vom Steuerzahler benötigen. Geld, mit dem die unvermeidlichen Krisenverluste getragen werden und Finanzhilfen, um den europäischen Neubeginn zu wagen. Den dringend benötigten Partner in der Autoindustrie wird man erst finden, wenn Opel mit der milliardenschweren "Morgengabe" ausgestattet wurde.

KOMMENTARE (10 von 38)
 
JanvanHelsing (26.02.2009, 22:40 Uhr)
@eisenbaer

OPEL kein Hersteller???
Ich weiß nicht wo manche hier ihr profundes Wissen über die Automobilindustrie hernehmen, aber ihre Blubberblasen hier absondern.
--
OPEL ist Hersteller und hält eigene Patente, GM hält die Marken und Verwertungsrechte inne, somit ist eine Verselbstständigung schwierig aber nicht unmöglich.
Saturn Fahrzeuge haben OPEL Plattformen, dies gilt auch für einige Pontiac Modelle.
OPEL ist die Marke in einem Herstellerverbund der europäischen Werke mit der Marke Vauxhal, woher der Modellname ASTRA übernommen wurde.
--
In P, E, werden Teile u. Fahrzeuge gefertigt, B. D,GB u. PL werden Fahrzeuge gefertigt in Deutschland befinden sich Entwicklungs- u. Designzentrum, für Plattformen und Motoren.
Aber OPEL ist kein Hersteller, erst informieren, dann losblubbern.
--
Es wurde schon vor der Wiedervereinigung darauf hingewiesen das in Europa und Asien über Bedarf produziert würde, doch dann vielen Mauer und eiserner Vorhang und neue Märkte taten sich auf, also ein fröhliches >weiter so< war die Folge.
Mit den Folgen die wir nun haben, wg. Managern die nicht hören wollten,
es hat mehr als einen Warnhinweis gegeben,sehen und hören wollte niemand.
Der Markt wird sich bereinigen, nicht nur i.d. Automobilindustrie, das gleiche gilt für Banken, Lebensmitteldiscounter und sonstige Großunternehmen, weil sie durch ihre
Größe nicht mehr i.d. Lage sind schnell genug auf Veränderungen reagieren zu können.
Eine Chance für den Mittelstand und für kleinere innovativere Unternehmen.
Johann58 (25.02.2009, 16:16 Uhr)
@eisenbaer
welcher Autompobilhersteller sponsort dich denn? Die Zeiten wo die grossen Kisten aus Detroit kamen sind lange vorbei. Laengst sind die Zulieferer die eigentlichen Hersteller und die Automobileproduzenten montieren nur noch was Dritte herstellen.
Eisenbaer (25.02.2009, 15:44 Uhr)
Welche Modelle könnte Opel denn alleine produzieren?
Schließlich ist OPEL kein selbstständiger Autohersteller, sondern nur eine Marke unter welcher GM Autos herstellt. Da wo OPEL draufsteht ist in Wirklich doch "nur" GM drin. Nicht OPEL produziert den Astra und den Insignia, sondern GM produziert den Opel Astra und den Opel Insignia.

Fällt diese Produktion weg, dann steht OPEL mit leeren Händen in leeren Hallen da. Eine Zukunft gibt es für OPEL nicht außerhalb von GM. Außerhalb von GM ist das Nichts, ist das Chaos, ist das blanke Entsetzen.

Eine Lösung des Problems OPEL gibt es nicht ohne eine deutsch-amerikanische Lösung des Problems GM. Und das hat mit dem abwandern von deutschem KnowHow oder ganzen Firmen in das Ausland überhaupt nichts zu tun. Diese ganze Diskussion hier darüber ist vollkommen sinnlos, weil sie gänzlich am Thema vorbeigeht.

Johann58 (25.02.2009, 14:35 Uhr)
@sternchen2020
mein Vorschlag an dich: lesen, denken verstehen, antworten!
Dass D keinen 80 Millionen Menschen hat die irgendwie selbststaendig oder abhaengig arbeiten, bedarf keines noch so daemlichen Kommentars. Eine Gesellschaft und da ist Deutschland ein Prototyp kann nur dann ueberleben wenn sie neben den produzierenden Gewerbe Dienstleistungen hat. Wenn dann die gesamte produzierende Industrie im Ausland ist, ueberweist Deutschland das Arbeitslosengeld und HartzIV direkt in die Laender, in denen die Waren produziert werden, die sich in D keiner mehr leisten kann weil naemlich die Massenarbeitsplaetze voellig weggefallen sind. die 10 Millionen Sozialarbeiter, die dann 30 Millionen Arbeitslose betreuen werden mit Monopoli Geld bezahlt. Wenn einer Nonsens schreibt, dann du.
Nursery (25.02.2009, 12:42 Uhr)
Keine Überlebenschance
Was sind das für Versprechen die jeden Tag über die Mattscheibe flimmern.Diese Politiker die hier Unternehmer spielen und den Mitarbeitern falsche Hoffnungen machen finde ich mehr als Mies.Den Leuten sollte endlich reinen Wein eingeschenkt werden.Das GM Pleite gehn wird oder zerschlagen wird ist sicher schon beschlossen.Doch Opel als Worldplayer zu stilisieren und kaum Einsichjt in das Unternehmen und deren Struktur ist mehr als dumm.Opel zu verselbstständigen das noch nicht einmal ein eigenes Konto bei der Bank hat und als GmbH von Gm zerpflückt werden kann sind nur zwei Punkte die kaum in der Öffentlichkeit bekannt sind oder wissentlich Verschwiegen wird.Oder das Opel als Teileproduzent für andere GM Pleitefirmen sicher mit in den Abgrund gerissen wird.Leichtfertig Kohle rauszuschmeissen ist so leicht.Es ist Wahlkampf alles ist möglich.
JosefG (25.02.2009, 10:29 Uhr)
@JanvanHelsing
Was wollen Sie uns damit sagen? Dass das "Qualitätsprodukt" Opel erhalten werden muss?
In meinem Bekanntenkreis haben sich selbst die Hardcore Ascona- und Manta-Bastler aus den 70ern längst von diesem Schrott abgewandt.
Spätestens der Vectra B oder C hat auch den letzten den Rest gegeben.
Ventile, die sich durch die Motorhaube verabschiedet haben, gebrochene Kurbelwellen oder blockerte Getriebe, es gibt nun kaum einen grösseren Schaden, den diese Leute mir mir nicht vorgebracht hätten.
Die Zulassungszahlen sprechen dann auch für sich.
JanvanHelsing (25.02.2009, 09:50 Uhr)
@ Billiglohnfans und Billigeinkäufer
Qualität hat ihren Preis, ich habe diesen Satz hinter meinem Schreibtisch hängen, meine Mitarbeiter kennen ihn und die Kunden auch und bei mir wird nicht über den Preis verhandelt.
--
Es gibt kaum etwas auf dieser Welt, das nicht irgendjemand ein wenig schlechter machen und etwas billiger verkaufen könnte, und die Menschen die sich nur am Preis orientieren werden die gerechte Beute solcher Machenschaften.
Es ist unklug, zu viel zu bezahlen, aber es ist noch schlechter, zu wenig zu bezahlen. Wenn Sie zu viel bezahlen, verlieren Sie etwas Geld, das ist alles.
Wenn Sie dagegen zu wenig bezahlen, verlieren Sie manchmal alles, da der gekaufte Gegenstand die ihm zugedachte Aufgabe / Eigenschaft nicht erfüllen kann.
Das Gesetz der Wirtschaft verbietet es, für wenig Geld viel Wert zu erhalten.
Nehmen Sie das niedrigste Angebot an, müssen Sie für das Risiko, das Sie eingehen, etwas hinzurechnen
Und wenn Sie dies tun, dann haben Sie auch genug Geld, um für etwas Besseres zu bezahlen.
John Ruskin, engl, Sozialreformer (1819 – 1900)
---
meine Mitarbeiter haben sich über ihr Gehalt noch nie bei mir beklagt,
weil ich weiß das ich ohne sie weniger als die Hälfte wert währe.
JanvanHelsing (25.02.2009, 09:40 Uhr)
@ all
wann und unter welchem Namen tritt denn die Partei an, die hier alle Lösungen parat hat?
--
Wenn man hier die postings liest dann muß man sich nicht fragen warum es um unser Land so bestellt ist, warum unser Land dort steht wo es jetzt steht.
-
I.d. 60er Jahren wurde hier etwas aufgebaut nach amerikanischem Vorbild, Arbeit, Kino, Popcorn u. CocaCola, waren die Wohlstandsanzeigen des frühen Kapitalismus.
Das folgende Jahrzehnt brachte Arbeit u. Wohlstand, aber auch Bildung für die Mittelschicht, man konsumierte zwei Jahrzehnte was der Geldbeutel und die Bank hergab.
--
Um den Konsum auf diesem hohen Niveau zu halten wurde im vermeintlich billigen Ausland produziert, das galt für immer mehr Güter, doch Fracht und Rohstoffpreise verteuerten sich und die Blase platzte.
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Es gibt jede Menge deutsche Firmen die sich im Ausland niedergelassen hatten und nun reumütig wieder nach D zurückkehren, weil ihr Name Schaden genommen hatte, auf Grund schlechterer Qualität zu gleich hohem Preis.
--
Wir alle haben es zu verantworten, weil wir aus Bequemlichkeit Gesetze verhindert haben die die Zuwanderung beschränkten, nicht mehr aktiv a.d,. Politik teilnehmen ( außer hier), jammern alles sei Sch... und auf den starken Mann o. Frau warten die uns unsere Sorgen abnehmen möge....
--
Leute tut mir einen Gefallen, wenn ihr die Lösungen habt, dann geht nach vorne und packt an, aber hört auf hier den Wirtschafts- Finanzminister o. gar den Kanzler zu spielen.
gmathol (25.02.2009, 09:09 Uhr)
@Politix
D ganz vorne bei Ingenier-Leistungen? Wohl eher nicht. Ich stimme aber zu das die Ausfuehrung oder die Begleitung von groesseren Projekten eine deutsche Staerke ist.
Allerdings die gutbezahlten Jobs oder Taetigkeiten fuer die Technik-Elite gibt es eher doch wieder nur im Ausland. Speziell Schweiz.
Ideen werden auch kopiert - siehe z. B. Transrapid - oder einfach geklaut - siehe Chip-Technologie die Intel sich in Leipzig angeeignet hat.
Was waere die Loesung? Ausbildung von 20 Millionen Ingenieuren oder Akademikern mit Mehrfach Master?
Chinas Bevoelkerung wird in den naechsten 5 Jahrzehnten uns das Fuerchten lernen.
Sternchen2020 (25.02.2009, 07:47 Uhr)
@terrax Schweden
Schweden ist ja auch ganz anders postioniert in dei Krise gegangen. Die Menschen sind nicht so verarmt sondern in der glücklichen Lage, über stabile, ausreichende Einkommen zu verfügen, was den Binnenmarkt beosnders in diesen Zeiten stützt.
.
Und Schweden hatte vor allem keine so marode Infrastruktur, wie baufällige schulen, mangelhafte Unis etc.
.
Der Blick in das skandinavische land wäre schon vor Jahren gut für unsere Politiker gewesen. Dort hätten sie dann auch viel über wirkliche Reformen lernen können. Die Agenda 2010 (bzw. Teile davon) habe da desaster hier nur vergrößert.
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