Opel darf nicht sterben - in diesem Punkt sind sich Arbeitnehmer, Politiker und Manager einig. Zu schwer wiegt der Verlust der 25.000 Arbeitsplätze. An eine Zukunft mit GM glaubt niemand, aber welche Chance haben Opel und Vauxhall, die Krise allein zu überstehen? Von Gernot Kramper

Der Insignia ist ein großer Erfolg© Torsten Silz/DDP
Seit kurzem ist bekannt, dass Opel und die britische Schwestermarke Vauxhall ohne massive Hilfen des Steuerzahlers das Jahr nicht überstehen werden. Unklar ist allein die Form und Höhe des staatlichen Engagements und der Zeitpunkt des stattlichen Eingreifens. Selbst ein Notkredit der Regierung ist in der Diskussion. So drängend müssen die Probleme bei Opel also sein, dass die zeitliche Verzögerung über die Konstruktion einer stattlichen Bankbürgschaft vermieden werden und das Geld direkt überwiesen werden muss.
Die Regierung in Schweden ließ Saab in der letzten Woche ungerührt in die Insolvenz gehen. Es mache keinen Sinn, Steuergeld zu verschwenden, um Autos weiterzubauen, die keiner haben wolle, so das Kalkül. Diese Argumentation ist in Deutschland undenkbar. Hier richten sich alle Hoffnungen auf einen Fortbestand der europäischen Töchter ohne die Mutter GM. Aber wie groß sind die Chancen wirklich? Antworten zu den drängendsten Fragen.