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Neues aus dem Schatzkistchen

Karajans Ford neben dem Bugatti des Shahs von Persien, ein Rounddoor Rolls neben einem Cisitalia. Was sich anhört wie ein feuchter Traum von Classik-Car-Collectors, ist genau das: die verwirrendste Ausstellung von Teuerstem auf vier Rädern, und eine der schönsten mit dazu.

Von Helmut Werb, San Francisco

Es ist schön, wenn man was im Kästchen hat. Oder im Keller. Wahre Geniesser wissen das. Das gilt auch für das eine oder andere Museum, und dann nennt man das "Treasures of the Vault", oder frei übersetzt "Neues aus dem Schatzkistchen". Was zum Beispiel im Petersen Auto Museum in Los Angeles bisher in der tiefsten Tiefgarage versteckt war, kann die staunende Öffentlichkeit seit kurzem in Los Angeles begutachten - automobile Klassiker, von denen andere Museen nur träumen können und bei denen Sammlern die Tränen des Glücks in die neidischen Augen treten. "Unser ganzer Stolz!", sagt Leslie Kendall, Kurator des wohl berühmtesten Auto-Museums des amerikanischen Westens, und deutet auf den Bugatti, mit dem einst Shah Reza Pahlevi seinen verarmten Landsleuten zeigte, wo der fiskalische Hammer hängt. Und was für ein Meisterwerk.

Der Bugatti 57C aus dem Jahr 1939, den die damalige französische Regierung dem persischen Prinzen zur (ersten) Hochzeit schenkte, ist so herrlich tiefschwarz restauriert, dass die daneben stehende moderne Version eines Bugattis Veyron nicht nur finanziell als wahrhafter Volkswagen durchgehen könnte. "Den kann man nicht einmal schätzen", flüstert Mr Kendall ehrfürchtig auf meine unziemliche Frage nach dem materiellen Gegenwert des Kunstwerks, einem prächtigen Einzelstück. "It’s good to be King."

In Ehrfurcht erstarrt

Zweistellige Millionenbeträge scheinen alltäglicher Standard zu sein in der neuen Ausstellung des Petersen: das 1925 Rolls Royce Rounddoor Coupe von Jonkheere, das ein Sammler vor einigen Jahren tatsächlich auf einem amerikanischen Schrottplatz fand, könnte bei einer der vielen Auktionen klassischer Automobile einen Kaufpreis von gut und gerne 25 Millionen Dollar einbringen, käme es jemals auf den Markt, aber auch da wollte sich Mr Kendall nicht wirklich festlegen. Er sei einmal damit gefahren, sagt er, leise lächelnd die Erinnerung geniessend, zum Concourse in Pebble Beach, der sommerlichen Pracht-und-Macht-Parade der Dollar-Millionäre an der kalifornischen Küste. "Die Leute haben uns nicht nachgestarrt", erinnert sich Leslie an das memorable Ereignis, "sie sind in Ehrfurcht erstarrt."

Was Petersens Kuratoren aus dem Verliess entliessen - für einen begrenzten Zeitfraum nur, wohlgemerkt - ist eine erstaunliche Kollektion von Köstlichkeiten: ein in der Originalfarbe (Zinfandel-Rot) restaurierter Cisitalia 202 aus dem Jahr 1947, der auch im New Yorker Museum of Modern Art einen Platz hat, ein 1913er Mercer, einer der ersten amerikanischen Sportwagen überhaupt, ein Ruxton aus dem Jahr 1929, einer der ersten Frontantriebler, der so nieder gebaut war, dass er auf die damals üblichen, "running boards" genannten Einstiegshilfen verzichten konnte, oder der Teyerbaugh & Kirkland Racer, der für seinen Rekord-Einsatz auf dem Bonneville Salzsee mit einem Sicherheitsfallschirm ausgerüstet wurde.

Hollywood und kunterbunt

Stilistisch kommt die Ausstellung ein wenig Hollywood und kunterbunt rüber. Im Schatzkästchen der Kalifornier stehen neben dem 62er Chaika, der Staatskarosse aus glorreichen Kreml-Zeiten, und seinem kapitalistischen Gegenstück, dem Chrysler Imperial, ein vom neuzeitlichen Car Customizer Chip Foose bearbeiteter Plymouth Sniper und ein 53er Muntz Jet, dem Must-Have-Car der Hollywood-Prominenz aus jenen frühen Tagen. Und einer der sieben jemals gebauten strassentauglichen 67er Ford GT 40 Mark III (in Hochglanz-Blassblau und ehemals im Besitz von Herbert von Karajan), gleich neben seinem modernen Retro-Bruder, dem Ford GT aus dem Jahr 2006, fällt neben dem 48er Tucker doch ein wenig aus dem Rahmen. Sei’s drum. Das sei ja nur der Anfang, verspricht Leslie Kendall und streicht noch einmal zärtlich über das geschuppte Fischheck des Rounddoor Rolls. Es stünde noch einiges im Keller rum.

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