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Rabattschlacht durch Diesel-Prämie: Einen neuen Golf gibt's ab 35 Euro im Monat

Die Diesel-Prämie lässt die Rabatte explodieren. Bei einem Fahrzeug wie dem Passat gibt es extreme Nachlässe, wenn man seinen alten Stinkdiesel abliefert. Verrückt: Einen Golf kann man für weniger als 40 Euro im Monat leasen.

Bei Rabatten von über 40 Prozent sollte das Umsteigen leicht fallen.

Bei Rabatten von über 40 Prozent sollte das Umsteigen leicht fallen.

Man gibt seinen alten Diesel ab, kauft ein umweltfreundliches neues und bekommt eine satte Prämie. Das hört sich gut an. Aber lohnt es sich auch?

Nur für Besitzer alter Diesel

Ja, doch die erste Voraussetzung des Modells ist, dass man einen alten Diesel der Schadstoffklassen 1 bis 4 besitzt. Der muss sechs Monate auf den Käufer zugelassen sein. Es funktioniert also nicht, so einen Wagen für 100 Euro schnell beim Schrottplatz zu kaufen. Wird der alte Wagen abgegeben, gibt es die Prämie, aber keinen weiteren Kaufpreis.

Das lohnt sich besonders, wenn die alte Kiste auf der letzten Rille läuft und keinen nennenswerten Restwert mehr hat. Besitzer von alten Dieseln mit Motorschäden, Rostlöchern und anderen Problemen profitieren besonders. Sollte der Altwagen aber noch einen Restwert von mehreren Tausend-Euro besitzen, dürften andere Rabattaktionen interessanter sein.

Rabatte plus Prämie

Sonst lohnt sich die Umweltprämie auf jeden Fall. Zumindest bei Neuwagenvermittlern im Internet wie meinauto.de wird der Diesel-Bonus auf andere Rabatte oben aufgeschlagen. Rabatte und Prämie führen zu sagenhaften Angeboten. Ein Passat Trendline mit 150 PS Benziner und einigen Extras kostet laut Liste 35.000 Euro. Der "normale" Online-Rabatt liegt bei etwa 18 Prozent oder 6300 Euro. Kann der Käufer aber seinen alten Diesel draufgeben, steigt der Rabatt auf stolze 37 Prozent oder 13.000 Euro – den Passat gibt es dann für 22.000 Euro. Bei speziellen Konfigurationen kann die Ersparnis sogar auf über 40 Prozent steigen.

Derzeit werden diese Rechen-Modelle nur für VW Fahrzeuge angeboten. Im Laufe der nächsten Tage und Wochen dürften aber auch die Diesel-Prämien anderer Hersteller entsprechend eingepreist werden.

Extreme Wirkung beim Leasing

Der Kauf eines Neuwagens ist für viele – trotz horrender Preisnachlässe – immer noch eine teure Angelegenheit. Eine Alternative sind Leasingangebote – hier wirkt die Diesel-Prämie wie eine Preisbombe, weil die Prämie mehr oder minder komplett auf 24 oder 36 Monatsraten umgelegt wird. Auch diese Angebote gibt es derzeit erst vereinzelt. Aber auf Leasingtime.de kann man in etwa sehen, wohin die Reise geht. 

Dank der Umweltprämie wird ein Audi A4, 150 PS Benziner mit guter Business-Ausstattung im 36-Monats-Leasing auf eine Rate von 129 Euro im Monat heruntergebrochen. Dafür bekommt man sonst einen Opel Corsa mit Einstiegsmotor. Noch verrückter wird es beim Golf. In der einfachen Trendline-Ausstattung, kleinem Benzinmotor und 24 Monatsleasing kostet der Kompakte absurd niedrige 35 Euro im Monat. 

Fazit: Wer jetzt nicht umsteigt, ist selber schuld. Nur zu Fuß gehen ist billiger und umweltschonender.

VW bleibt nicht allein

Die Beispiele beziehen sich auf VW und die Volkswagen-Marke Audi. Das liegt nur daran, dass der Volkswagenkonzern bei der Umweltprämie voranprescht. In kurzer Zeit wird es vergleichbare Angebote von fast allen Marken und Händlern geben. Die Ersparnis dürfte bei den Herstellern, die auch sonst schon durch Top- auffallen, naturgemäß noch größer werden. Man muss also nicht auf VW umsatteln, Modelle von Fiat, Seat oder Citroen werden noch billiger angeboten werden.

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