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18. Januar 2009, 10:28 Uhr

Dakar-Triumph für Volkswagen

In Südamerika hat das Volkswagen-Werksteam den ersten Triumph bei der Rallye Dakar gefeiert. Co-Pilot Dirk von Zitzewitz lotste seinen südafrikanischen "Steuermann" Giniel de Villiers zum Gesamtsieg.

Dakar, Rallye, Volkswagen

Die Wolfsburger im Glück Giniel De Villiers, Dirk Von Zitzewitz (l) und Volkswagen Motor Sport Director Kris Nissen© Christophe Ena/AP

Die Wolfsburger sorgten mit ihrem VW Touareg für den ersten Dakar-Sieg eines Diesel-Fahrzeugs. Allerdings mussten die Teilnehmer danach noch 341 Kilometer vom letzten Wertungsziel bis nach Buenos Aires zurücklegen. Auf diesem Teilstück wurden aber keine Zeiten mehr genommen.

"Bei mir herrscht ein Gefühl wahnsinniger Freude und Erleichterung", jubelte Dirk von Zitzewitz. "Am Ende lastete ein enormer Druck auf uns. Ich habe erst an den Erfolg geglaubt, als wir die letzte Prüfung hinter uns hatten." Nach Gerd Löffelmann (1980) und Andreas Schulz (2001 und 2003) ist von Zitzewitz der dritte siegreiche Beifahrer aus Deutschland. 2001 gewann die Kölnerin Jutta Kleinschmidt im von Mitsubishi Deutschland eingesetzten Pajero als erste Frau die berühmt-berüchtigte Rallye, die in diesem Jahr erstmals durch Chile und Argentinien führte.

Der erste Dakar-Erfolg eines VW-Piloten war der Touareg-Sieg jedoch nicht. Bei der zweiten Auflage der Wüsten-Rallye 1980 waren Freddy Kottulinsky/Gerd Löffelmann in einem privaten Iltis die Sieger. Das gesamte Volkswagen-Team errang zehn von 13 Tagessiegen. Der lange Zeit führende Spanier Carlos Sainz und sein französischer Beifahrer Michel Périn mussten am Donnerstag nach einem Unfall wegen einer Schulterblattfraktur von Périn aufgeben. Trotz diverser technischer Probleme erreichten die Deutschen Dieter Depping/Timo Gottschalk (Wedemark/Berlin) den sechsten Platz (Rückstand: 8:43:29 Stunden) und rundeten den Erfolg von Volkswagen mit drei gewerteten Fahrzeugen ab.

Zu Beginn der ersten Dakar in Südamerika gaben Al-Att iyah/Tina Thörner (Katar/Schweden) im BMW X3 des hessischen X-Raid-Teams streckenweise das Tempo vor. Wegen Auslassens von neun vorgeschriebenen Kontrollpunkten wurde das Team am sechsten Tag disqualifiziert.

Rekord-Sieger Mitsubishi erlebte bei der Dakar-Premiere des neuen Lancer-Selbstzünders eine Rallye der Pleiten, Pech und Pannen. Der Spanier Juan ’Nani’ Roma erreichte im einzigen von vier gestarteten Werks-Mitsubishi ins Ziel gekommenen Auto wegen eines zeitraubenden Elektrik-Problems nur den zehnten Platz. Bei der letzten Dakar in Afrika 2007 gewannen die Japaner mit dem Franzosen Stéphane Peterhansel ohne einzigen Tagessieg zum siebten Mal in Folge den Marathon-Klassiker.

Marc Coma aus Spanien hatte zuvor in der Motorrad-Wertung seinen zweiten Erfolg nach 2006 praktisch unter Dach und Fach gebracht. Mit einem Start-Ziel-Sieg verwies der 32-jährige Katalane seinen französischen KTM-Markenkollegen Cyril Despres, Sieger 2007 und 2005, um 1:25:38 Stunden auf den zweiten Rang. Für den österreichischen Motorrad-Hersteller ist der Coma-Sieg bei der ersten Dakar in Südamerika der achte Erfolg hintereinander. Mit einem Rückstand von 1:38:56 Stunden sicherte sich der Franzose David Fretigné auf der besten Yamaha am Samstag nach 13 gezeiteten Wertungen über insgesamt 4435 Kilometer den dritten Podiumsplatz.

DPA

 
 
KOMMENTARE (1 von 1)
 
Eisenbaer (18.01.2009, 11:40 Uhr)
Am besten gefallen hat mir persönlich....
...die Begründung des BMW X3-Teams warum man die Kontrollposten umfahren hatte. Alle anderen fuhren dem zu Folge Autos, die den Strapazen für das Material trotzen konnten. Nur die BMW X3 waren für die Prüfungen zu weich. Na, wenn das keine tolle Werbung für die Produktqualität der BMW-Fahrzeuge war, dann weiß ich es nicht ;-))
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