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15. Januar 2009, 15:00 Uhr

Spitzenreiter Sainz muss aufgeben

Der spanische VW-Pliot Carlos Sainz war seinem ersten Triumph bei der Rallye Dakar ganz nah, nun ist der Traum geplatzt. Nach einer Schulterverletzung seines Co-Piloten Michel Perin musste der Gesamtführende während der drittletzten Etappe der prestigeträchtigen Rallye aufgeben.

Rallye Dakar, Carlos Sainz, VW

Der Spanier Carlos Sainz: Der Gesamtführende der Rallye Dakar musste bei der drittletzten Etappe aufgeben© AFP PHOTO/Gabriel Bouys

Aus für Spitzenreiter Carlos Sainz: Auf der drittletzten Etappe der Rallye Dakar hat der klar in Führung liegende Spanier aufgeben müssen. Gesamtführende nach der 12. Etappe sind nun Dirk von Zitzewitz und sein Fahrer Giniel de Villiers. Sainz war auf dem 12. Teilstück der Rallye durch Argentinien und Chile mit seinem VW Touareg offenbar in einen Graben gestürzt war. Co-Pilot Michel Perin zog sich dabei eine Verletzung am Schulterblatt zu. Der Franzose, der einen Tag nach dem Rallye-Ende seinen 52. Geburtstag feiert, wurde mit dem Hubschrauber ins Biwak gebracht.

Sainz war in die zwölfte Etappe von Fiambala nach La Rioja in Argentinien mit einem Vorsprung in der Gesamtwertung von 27:31 Minuten gestartet. Er hatte bislang sechs von zehn möglichen Tagessiegen erzielt und war damit auf dem besten Weg zu seinem ersten Sieg bei der berühmten Dakar. Bei Kilometer 79 der 223 Kilometer langen Prüfung war es damit aber vorbei. Der VW Touareg rutschte in einen Graben, dabei verletzte sich Perin am Schulterblatt. Nach dem Ausfall seines verletzten Co-Piloten ist nun kein früherer Dakar-Sieger mehr im Wettbewerb. Der Franzose hatte von 1994 bis 1996 seinen Landsmann Pierre Lartigue im Mitsubishi Pajero bei dessen Hattrick navigiert.

Die Führung übernahmen Sainz’ Markenkollegen Dirk von Zitzewitz und sein südafrikanischer Fahrer Giniel de Villiers. Ihr amerikanischer VW-Teampartner Mark Miller fiel kurz vor dem Tagesziel vom ersten Platz um 2:25 Minuten auf Rang zwei zurück. Etwas abgeschlagen mit einem Rückstand von 1:03,24 Minuten rückte der Spanier Juan ’Nani’ Roma im einzigen noch im Rennen Mitsubishi Lancer auf. Die Donnerstag-Etappe war aufgrund vor einem Monat gemachter archäologischer Funde in der Gegend um Fiambala und insbesondere wegen Überresten auf der Strecke des Rallye-Parcours reduziert worden.

Volkswagen Motorsport-Direktor Kris Nissen hatte schon am Dienstagabend nach der Durchquerung der gnadenlosen Atacama-Wüste befürchtet: "Trotz behaupteter Dreifachführung sollte aber niemand glauben, dass wir schon auf der sicheren Seite sind. Die nächsten Tage werden wieder extrem hart - und auch wenn ich mich wiederhole: Wir haben zwar viel erreicht, aber noch nichts gewonnen. Dazu muss erst einmal die Rallye selbst bezwungen werden, denn sie war und ist der härteste Gegner. Schon jetzt kann man sagen: Sie ist die härteste Dakar aller Zeiten."

Toni Hoffmann, DPA
 
 
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