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7. Januar 2009, 20:53 Uhr

Tödlicher Herzinfarkt überschattet fünfte Etappe

Ein französischer Motorradfahrer ist bei der Rallye Dakar in Südamerika durch einen Herzinfakt umgekommen. Sein Tod überschattete den Erfolg des BMW-Piloten Nasser Al Attiyah, der die Führung übernahm. Der bisherige Spitzenreiter Carlos Sainz fiel zurück.

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Der französische Motorradfahrer Pascal Terry auf der zweiten Etappe - kurz danach verschwand er spurlos© Reuters

Die Rallye Dakar beklagt ihr 56. Todesopfer seit der ersten Auflage im Jahr 1979. Der Motorradfahrer Pascal Terry aus Frankreich am Mittwoch tot aufgefunden. Der 49 Jahre alte Yamaha- Pilot war seit Sonntag nach der zweiten Etappe von Santa de la Pampa nach Puerto Madryn von den Dakar-Organisatoren vermisst worden. Terry starb an einem Herzinfarkt. Dies teilte das Krankenhaus Molas in der Stadt Santa Rosa am Abend nach einer Autopsie mit. Der Franzose sei entweder schon am Sonntag oder am Montag gestorben, hieß es. Der erste Todesfall bei der Premiere der Rallye in Südamerika überschattete das sportliche Geschehen, das am Mittwoch wieder von Auftaktsieger Nasser Al Attiyah aus Katar dominiert wurde.

Der Motorradfahrer habe am Sonntag per Iritrack - einem Kommunikations- und Ortungssystem - zunächst mitgeteilt, er habe sich im Sand festgefahren und dabei sei ihm der Sprit ausgegangen. Kurz darauf habe er sich erneut gemeldet und mitgeteilt, ein Kollege habe ihm Treibstoff abgegeben, so dass er das Rennen fortsetzen könne. Danach blieb Terry verschwunden, bis die Leiche von einem Polizisten in der Nacht zum Mittwoch zwischen den Ortschaften Bernasconi und Abramo um 02.10 Uhr gefunden wurde.

Terry habe sich im Schatten unter einem Baum etwa 300 Meter von der Piste entfernt befunden. Der Helm sei abgenommen gewesen, und das Motorrad vom Typ Yamaha 450 WRF stand 15 Meter entfernt. Der Tote habe noch genügend Wasser und Lebensmittel bei sich gehabt. Polizei und Justizbehörden der Provinz La Pampa hatten zunächst keine weiteren Angaben zu dem Todesfall gemacht. Nach argentinischen Medienberichten hatten Pannen und Missverständnisse dazu geführt, dass Terry erst nach 48 Stunden gefunden wurde.

Auf der fünften Etappe über 763 Kilometer von Neuquen nach San Rafael übernahm Al-Attiyah erneut die Führung. Im BMW X3 des X-Raid- Teams lag der Katari 2:24 Minuten vor dem Deutschen Dirk von Zitzewitz (Karlshof) mit seinem südafrikanischen Fahrer Giniel de Villiers im VW Touareg. Der bisherige Spitzenreiter Carlos Sainz (VW Touareg) aus Spanien büßte wegen eines Fahrfehlers auf den 505 gewerteten Kilometern 15:42 Minuten auf den ersten Argentinien- Tagessieg von De Villiers ein und fiel mit einem Rückstand von 6:33 Minuten auf den dritten Platz zurück.

Seine deutschen Teampartner Dieter Depping/Timo Gottschalk (Wedemark/Berlin), die lange Zeit auf Kurs zu ihrer ersten Dakar- Bestzeit waren, verbesserten sich um einen Rang auf den zehnten Platz (Rückstand: 1:16:40 Stunden). In der Motorrad-Wertung blieb der spanische KTM-Werkspilot Marc Coma vorne. Wegen eines Reifenschadens verlor Coma 15:45 Minuten auf die erste Dakar-Bestzeit seines Verfolgers Jonah Street (USA), der auf seiner privaten KTM seinen Rückstand von 42:57 auf 27:12 Minuten reduzierte. Mit einem Rückstand von 39:09 Minuten blieb der Franzose David Fretigne mit seiner Yamaha Dritter.

Von Jan-Uwe Ronneburger und Toni Hoffmann, DPA
 
 
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