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Der Boom der Allradler

Keine Lust mehr, ängstlich hinter Schneepflügen herzuschleichen? "Mein nächstes Auto wird ein Allradler", denken sich in diesem Winter manche Autofahrer. Dabei muss Allrad längst nicht immer Geländewagen heißen - das Angebot in allen Klassen ist größer, als man denkt.

Allrad, Schnee, Glätte, Eis, SUV, Offroad, Traktion, Vortrieb

Einen unverwüstlichen Allradantrieb ohne High-Tech bietet der Geländefloh Suzuki Jimny© Hersteller

Wer braucht schon Allradantrieb? Mit dem Käfer ging es im Schnee ja auch, und wer erinnert sich noch an die Zeiten, als BMW-Fahrer im Winter niemals ohne Zementsäcke im Kofferraum ausrückten? Richtig: Auch zwei Reifen bringen einen weiter, als man denkt, und zunächst kommt es vor allem auf gute Winterreifen an. Aber wenn die Straßen wie in diesem Winter besonders glatt und verschneit sind, muss man feststellen: Allrad kommt weiter, wenn andere Autos stecken bleiben.

Wieso hilft Allrad?

Auf Schnee und Eis nimmt die Fähigkeit, Kraft auf den Asphalt zu bekommen, rapide ab, weil der sogenannte Reibwert sinkt. Ein normales Auto bringt diese Antriebskraft mit zwei Reifen und einer Fläche von jeweils einem Bierdeckel auf den Boden, bei einem Allradler sind es dann vier Reifen bzw. vier Deckel – macht also 100 Prozent mehr Vortrieb. Dazu kommen Sonderfaktoren. Etwa dann, wenn eine Achse auf spiegelglatten Eis steht, die andere auf Schnee aber noch Vortrieb bekommt. Zu solchen Situationen kommt es an polierten Einmündungen relativ häufig. Ein normaler Wagen muss dann passen, ein Allradler kommt in Schwung.

Was bringen Geländewagen und SUVs?

In Sachen Antrieb bringt ein SUV oder ein Offroader keinen nennenswerten Vorteil, abgesehen von der meist größeren Auflagefläche der Reifen. Ein SUV verfügt aber über eine größere Bodenfreiheit als ein normaler Pkw. Bei hoher Schneedecke oder Schneeverwehungen bleibt ein Pkw schneller stecken, weil er in den weißen Massen auf schwimmt. Ein Offroader fährt dann noch lange weiter. Ähnliches geschieht, wenn sich tiefe Spurrillen im Eis bilden. Der Pkw setzt mit der Schürze auf der Kruste auf, der SUV fährt locker drüber hinweg. Ein Porsche 911 ist daher auch mit Allradantrieb nicht das beste Fahrzeug für tief verschneite Straßen

Was kostet Allrad?

Ein optionaler Allradantrieb kostet etwa 2000 Euro Aufpreis. Preis treibend kommt allerdings hinzu, dass es Allrad meist nicht mit dem kleinsten Motor gibt. Trotzdem gibt es auch günstige Allradler, auch einen Skoda Octavia kann man mit Allradantrieb bekommen. Unsere Aufstellung in der Fotoshow beginnt in der Preisklasse von 14.000 Euro.

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Gernot Kramper
 
 
KOMMENTARE (10 von 12)
 
Jever-Huelse (26.02.2010, 16:18 Uhr)
@LaoLu
LaoLu schrieb: "Dann haben wir ja jetzt die nächste Ausrede für die SUV-Fraktion"

Nee, ich brauch keine Ausrede, denn NOCH leben wir nicht in einer Welt, wie Öko-Faschisten wie sie es sich wünschen:
http://www.youtube.com/watch?v=Wq58zS4_jvM

Ich finde meinen X6 einfach geil und fühle mich sicher in dieser praktischen, komfortablen und wohlklingenden V8-Schönheit!

:o))
brigitteramsau (25.02.2010, 23:36 Uhr)
Wer glaubt bei Allrad auf Winter-Reifen verzichten zu koennen.
Der irrt. Sicherlich werden einige Sicherheits-Aspekte angesprochen, aber auch das Gewicht und der Verbrauch des Fahrzeugs werden erhoeht.
iosono (25.02.2010, 07:46 Uhr)
@laolu
ok,da haben sie recht.aber ich bin etwas über 30 und vor 10 jahren bin ich selbst ab und zu bekifft bzw. etwas angeheitert kurzstrecke nach hause gefahren.in der kleinstadt wo nix los ist geht das dachte ich.man wird aber älter und gesetzter-zum glück nix passiert aber ganz schön dämlich war das.
das problem ist,das es zugenommen hat -vor allem das fahren unter drogen.
und wenn ich abwege ob mir mein leben lieber ist oder das leben eines 18-jährigen GTI-rasers --da ist mir echt mein leben lieber.
wieviele tote haben wir pro jahr auf deutschen strassen?oder gar in europa?
wenn ich es kann dann schütze ich mich-aber das ist nicht der grund warum ich suv fahre-ist ne art zusatzbonus.
und wie sind die strafen für diese unfallfahrer unter alkohol oder drogeneinfluss?lächerlich.
strafmindernd wenn sie unter alkoholeinfluss jemanden umgefahren haben.
grüsse

LaoLu (24.02.2010, 14:28 Uhr)
Doch, iosono, natürlich paßt es in die heutige Zeit,
im pfannenflachen Norddeutschland das Balg mit dem SUV zur Schule zu bringen.

Und all die grünen Spinner, die da mit ihren Kleinwagen auf der Straße rummachen, die ticken eh nicht ganz richtig.

Und bei einem Crash räumen Sie mit Ihren 2,5to so einen Lupo E weg, das merken Sie gar nicht.

Aber der Fahrer des zeitgemäßen, weil energieeffizienten Autos merkt es, wenn er Ihren Anteil an der Unfallenergie mit aufnehmen muß.
iosono (24.02.2010, 12:41 Uhr)
@LaoLu
Sie meinen wegen der Umwelt?
Ich gleiche das aus in dem ich auf die Mode 2010-2015 verzichte-Frühjahrsmode,Sommermode,Herbst und Winter.
Ich bin zwar dann nicht mehr Hip und Modebewusst wird man mich auch nicht mehr nennen können aber für's Klima mach ich das.
Desweiteren verzichte ich massenweise SMS zu verschicken und in Chatforen treibe ich mich seit langem nicht mehr rum.
Und 40 paar Shuhe habe ich auch nicht.Was kommt nach der verteufelung der Menschen mit grossen Autos?Die Verteufelung der Menschen mit grossen Wohnungen nehme ich an-50qm für 3 Personen-das muss dann reichen-alles andere sind Umweltschweine.
asdfghjkl (24.02.2010, 11:57 Uhr)
@Tyndal: Zustimmung
Die Reifen sind das A und O. Man braucht auch mit dem Allrader ordentliche Winterreifen mit passender Gummimischung und gutem Profil.

Die Gefährlichkeit von Schlaglöchern hängt ganz klar an der Geschwindigkeit. Wobei eine Stahlfelge materialbedingt mehr aushält als eine Alu-Felge. Und eine stabile Starrachse mit großem Verschränkungswinkel mehr mitmacht als Einzelradaufhängungen.

Wobei viele Leute anscheinend den Unterschied zwischen SUV und Geländewagen nicht kennen. Viele SUV sind - angesehen von der Bodenfreiheit - weniger offroad-tauglich als ein stinknormaler Audi A4 BJ1985.

Wer in tiefen Schlamm und Schnee will, mit Pferdeanhängern sumpfige Feldwege befährt oder einen echten Offroad-Urlaub in den Karpaten plant, der sollte Jeep Wrangler, Landrover, Mercedes G oder gleich Unimog fahren. Ein paar ältere Modelle von Suzuki und Nissan gehen auch als "Försterauto".

Etliche SUV taugen allerhöchstens zum prahlen und "wild" aussehen mit Spray-on-Mud. Einen modernen BMW X5er häng ich mit dem ollen Landy in jedem Schlammloch ab - wenn der sich da überhaupt rein traut.
Tyndal (24.02.2010, 10:54 Uhr)
Trügerische Sicherheit
Klar kommt ein Allrad-Fahrzeug am Berg oder an der Ampel schneller weg als ein reiner Front- oder Hecktriebler, aber beim Thema Bremsen sind alle Fahrzeuge "Allradler" und versuchen die Bremskraft über die 4 Bierdeckel auf den Boden zu bringen. Problemlos auf glatter Straße anfahren zu können birgt auch immer das Risiko, die Glätte zu unterschätzen und an der nächsten Ampel dem Vordermann aufzufahren. Bei Schlaglöchern hilft die Bodenfreiheit auch nur bedingt, die modernen SUVs haben immer weniger Querschnitt auf den Reifen weil die Kunden immer größere Felgen sehen wollen - und einen niedrigen Querschnitt schlägt es auch dann auf die Felge durch, wenn ich 50cm Bodenfreiheit habe. Dank ESP und ASR und wie die ganzen elektronischen Helferlein noch genannt werden, bleiben aktuelle Autos auf glatter Straße häufiger liegen... wenn erstmal die Antriebskraft von den Rädern genommen wurde ist die Fahrt bergauf beendet.
asdfghjkl (24.02.2010, 09:39 Uhr)
Angesichts des Zustands der Straßenbeläge...
...sollten die Geländewagen eigentlich auf Dauer wieder ein wachsendes Marktsegment werden. Nun gut, einiges, was man im Moment so sieht mag am gerade vergangenen Frost liegen. Aber auch vor diesem Winter hatten die Straßen - zumindest bei uns (Raum Köln-Bonn) - nicht gerade idealzustand.
Ich verstehe nicht wie sich irgendjemand noch mit tiefergelegten Fahrzeugen auf diese Straßen trauen kann. Und auch mit einem normalen PKW... in meiner Straße gibt es mittlerweile Schlaglöcher in denen man einen Smart komplett versenken könnte.

Nunja. Zum Thema Allrad im Winter: Ja es ist richtig. Man kommt mit einem Gelände-Allrader weiter als andere Leute. Auch im Tiefschnee und auf ungeräumten Nebenstraßen. Das habe ich diesen Winter mit meinem Landy ausgiebig betrieben. Und etliche male feststeckende Autos aus dem Graben gezogen. Auch andere Allrader.

Man muss aber - besonders bei solchen Witterungsbedingungen - sein Fahrzeug beherrschen und vorsichtig fahren. 2,5 tonnen Stahl bremsen nämlich auf Glatteis auch nicht besser als leichtere Wagen. Wenn man in der Kurve wegen Glätte geradeaus fährt hat man auch im Allrader verloren. Wenn die Reifen nix taugen bleiben auch Allrader liegen. Wer sowas wie eine Differentialsperre oder einen zuschaltbaren Allradantrieb hat sollte dass auch wissen und benutzen. Vor allem aber muss man mehr Zeit mitbringen und gelassen bleiben.

Aber der beste Tipp im Winter ist eigentlich, ein päckchen Split im Kofferaum liegen zu haben. Und, wenn die Reifen durchdrehen und man nicht mehr weg kommt einfach ein Schippchen davon unter die Antriebsräder - egal ob es nun 4 oder 2 sind - drunter zu werfen. Funktioniert immer.
Und wenn alles nix hilft, dann freut man sich, wenn man eine Decke im Wagen liegen hat.
crestflight (24.02.2010, 08:28 Uhr)
Wenn der Schnee weg ist,
bin ich wieder die dumme Umweltsau, Aber in den letzten 8 Wochen wußten die Schlaumeier in der Nachbarschaft die sonst mit dem 911 Porsche Brötchen holen, aber nicht verstehen, dass ich mit einem Geländewagen unterwegs bin, wo mein Klingelknopf ist. Könntest Du mal mit dem Allradantrieb... Ja klar kann ich und schleppe Sie natürlich auch. Vielleicht hat der Ein oder Andere nun verstanden warum ich mittlerweile bereits den 4 Geländewagen fahre. Übrigens einen Diesel mit dieser dämlichen grünen Umweltplakette.
mister-mister (24.02.2010, 08:06 Uhr)
Allrad ist was Feines...............
.................haben wir gerade in diesem Winter wieder gemerkt, als andere nicht mehr weiterkamen oder dankbar fürs kurze Anschleppen waren.....:-))) Auch in Richtung Skiurlaub war's mal wieder das Optimum.
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Vielleicht kapieren ja auch die von ihren zentralen Lügnern ferngesteuerten Klima-Taliban, dass das nicht unbedingt was mit CO2-Ausstoss, sondern einfach mit Komfort und zusätzlicher Fahrsicherheit in extremeren Straßenverhältnissen zu tun hat. Aber da ist wahrscheinlich die Birne zu und die Bretter dicht genagelt - wie immer.
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@arniston: das übliche mitternächtliche Promille-Posting.....???
 
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