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Nach Gaspedalen und Bremsen bereiten Toyota jetzt defekte Ölschläuche Probleme. Von einer weiteren Rückrufaktion sieht der Autohersteller ab, tauscht jedoch "freiwillig" aus. Konkurrenz General Motors rief derweil 1,3 Millionen Autos wegen Problemen mit der Servolenkung zurück.
Zehntausende Autos in den USA müssen in die Werkstätten: Bei Mazda gibt es einen "tierischen" Defekt. Spinnen verstopfen die Entlüftung des Tanks. VW- und Chrysler-Fahrer plagen Zündschlüssel, die bei holprigen Wegen zurückspringen können.
Graue Haare statt Fahrfreude, das ist bei diesen Gebrauchten garantiert. Der günstige Kaufpreis wird von Pannen und Werkstattkosten mehr als aufgewogen.
Gut 200.000 Euro kostet ein Ferrari 458 Italia. 1248 dieser Luxuskarossen muss der italienische Automobilhersteller jetzt zurückrufen. Grund: Die roten Renner fangen Feuer.
Der weltgrößte Autobauer Toyota schreibt trotz des Rückrufs von Millionen von Autos im abgelaufenen Geschäftsjahr wieder schwarze Zahlen. Im ersten Quartal wies das japanische Unternehmen einen Gewinn von knapp einer Milliarde Euro aus. Doch in den USA droht neuer Ärger.
Toyota-Fahrer lieben offenbar das Risiko. Trotz Pannen, Rückrufen und Image-Schäden hat der japanische Autobauer im März deutlich mehr Wagen abgesetzt als vor einem Jahr. Als besonders stark erwies sich das Skandalgebiet Nummer eins im Toyota-Reich.
Dramatische Minuten für den Fahrer eines Toyota Prius in den USA. Weil das Gaspedal klemmte, raste der Wagen mit Tempo 151 unkontrolliert über die Fahrbahn. Erst nach 50 Kilometern gelang es der Polizei in einem spektakulären Manöver, das Fahrzeug zu stoppen.
Diesmal trifft es Toyota. Aber in den letzten Jahren haben technische Probleme auch bei anderen Herstellern zu aufwendigen Rückrufaktionen geführt. Ob das Marken-Image nachhaltig geschädigt wird oder ob sich die Krise auch zum Positiven wenden kann, hängt nicht zuletzt von der Qualität des Krisenmanagements ab.
Die Zahl der Rückruf-Aktionen von Autos ist hoch. Allein in diesem noch jungen Jahr wurden bereits hunderttausende Fahrzeuge zurückgepfiffen. Am häufigsten hakt es bei der Mechanik, manchmal ist gar die Sicherheit der Passagiere bedroht. Einige Hersteller reagieren schnell - andere lassen sich Zeit.
Gestresste Autobesitzer, unfreiwillige Werkstattaufenthalte, milliardenschwere Kosten für Autobauer und Zulieferer und massive Imageschäden - Rückrufe stellen eine zunehmende Belastung der Beziehungen zwischen Käufern und Autobauern dar.
Nachdem die Zahl von Rückrufaktionen wegen Sicherheitsmängeln dramatisch angestiegen ist, fordert der ADAC strengere Gesetze. Besonders ärgerlich: Viele Autohersteller tarnen Rückrufe aus Imagegründen als "Serviceaktion".
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