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Bundeswirtschaftsminister Karl-Theodor zu Guttenberg wirft der SPD vor, das Thema Opel vorwiegend unter Wahlkampfaspekten zu behandeln. Zugleich beharrt der CSU-Politiker auf einer Insolvenz von Opel als Ausweg, wenn andere Rettungsversuche scheiterten.
Holzmann, Quelle, Opel: Immer wieder schwingt sich der Staat mit großer Geste zum Retter auf - und rettet auf Dauer doch nichts. Denn was das Management verbockt, kann die Politik nicht richten.
Nur vier Wochen nach der Bundestagswahl sacken die Umfragewerte der FDP auf ein Jahrestief. Der Grund: Die Liberalen haben ein Glaubwürdigkeitsproblem - sie haben zuviel versprochen.
Berlin wartet - auf den Unterhändler von General Motors, auf die Entscheidung in Sachen Opel. Das Gerangel über eine angebliche Pressekonferenz lässt allerdings befürchten, dass man die Öffentlichkeit noch ein wenig zappeln lässt.
Bei Opel ist jetzt General Motors am Zug. Die Zeit des Taktierens ist vorbei, der Verwaltungsrat des neu gestärkten US-Autobauers tritt am Dienstag in Detroit zur wohl entscheidenden Sitzung zusammen. In Deutschland wird bereits kräftig gezittert - gibt GM Opel überhaupt frei?
Die Nerven liegen blank: Die IG Metall hat in Sachen Opel schwere Vorwürfe gegen Wirtschaftsminister Karl Theodor zu Guttenberg erhoben. Sein Ministerium versorge diejenigen mit "Munition", die die Verhandlungen mit Magna torpedieren wollten. Unterdessen wurde bekannt, dass nun auch die beiden anderen Interessenten Gespräche mit den Opel-Mitarbeitern führen wollen.
Nanu? Ein glänzend aufgelegter Frank-Walter Steinmeier, eine verhältnismäßig ruhige Parteilinke, einstimmige Verabschiedung des Wahlkampfprogramms - was ist aus der guten alten zänkischen SPD geworden? Sie hat sich, in höchster Not, in einen Wahlkampfverein gemendelt.
Die Bundesregierung schnürt Rettungspakete, wohin das Auge blickt. Dabei spielen ökonomische Kriterien eine untergeordnete Rolle. Was zählt, sind allein die Wählerstimmen. Hans Peter Schütz vermisst den Mut zu einem klaren Nein.
Nach dem Aufatmen folgt das Aufräumen: Der Opel-Betriebsrat geht davon aus, dass die Vereinbarung mit dem Autozulieferer Magna Arbeitsplätze kosten wird. Opel werde "kein Land in dem Milch und Honig fließt", befürchet Gesamtbetriebsratschef Klaus Franz im ZDF. Unterdessen legen erste Details aus den Verhandlungen nahe, dass GM offenbar mit schmutzigen Tricks operiert hat.
Was war bisher der "schönste Griff" Horst Seehofers? Nein, nicht der nach dem CSU-Vorsitz. Sondern der nach Karl-Theodor zu Guttenberg. Der Wirtschaftsminister gilt in der CSU als Glücksfall, erst recht nach seiner Rolle bei der Opel-Rettung. Jetzt müsse nicht mehr um Friedrich Merz getrauert werden. Der wirtschaftspolitische Kronprinz der Union sei gefunden, heißt es.
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