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26. Oktober 2005, 07:50 Uhr

Fit für die Rutschpartie

Wenn es draußen nass und eisig wird, ist für Autofahrer höchste Vorsicht und Vorsorge geboten: Vor allem der Zustand der Reifen entscheidet über die Fahrsicherheit.

Regelmäßige Kontrolle der Profiltiefe kann Unfälle vermeiden© Torsten Silz/DDP

Der Herbst verlangt von Autofahrern besondere Aufmerksamkeit: Nässe und Laub auf der Fahrbahn, Sichtbehinderungen durch Regen, Nebel oder tief stehende Sonne machen ihnen das Leben schwer. Damit es nicht zu einer vorwinterlichen Rutschpartie kommt, sollten Autofahrer ihre Fahrweise den Straßenverhältnissen anpassen und gegebenenfalls den Fuß vom Gas nehmen.

Eine wichtige Rolle für die Verkehrssicherheit spielt auch der Zustand der Reifen. "Schließlich müssen die Reifen das Kraftfahrzeug mit einer Aufstandsfläche, die jeweils nur postkartengroß ist, sicher auf der Fahrbahn halten", erklärt der Bundesverband Reifenhandel und Vulkaniseur-Handwerk (BRV). "Mehr Profil bedeutet bessere Bodenhaftung, kürzere Bremswege und reduziertes Aquaplaning-Risiko, da mehr Wasser durch die Profilrillen verdrängt werden kann." 1,6 Millimeter Mindestprofil sind in Deutschland gesetzlich vorgeschrieben.

Tipps rund um die Bereifung

Aus Sicht des BRV reicht dies aber bei weitem nicht aus für eine sichere Fahrt auf nassen oder - fast noch unfallträchtiger - mit dünnem Rutschfilm überzogenen Straßen. Der Verband empfiehlt deshalb mindestens zwei Millimeter Profiltiefe für Pkw-Reifen der Geschwindigkeitskategorien S und T beziehungsweise drei Millimeter für Reifen der Kategorien H, V, Z, Y oder W. Zudem sollten Autofahrer ihre Kraftwagen von Oktober bis April grundsätzlich mit Winterreifen mit einer Mindestprofiltiefe von 4 Millimeter ausrüsten. Denn Winterreifen seien nicht nur bei extremem Winterwetter den Sommerpneus überlegen, sie seien generell besser auf niedrige Temperaturen eingestellt.

Darüber hinaus gibt der Verband allen Autofahrern folgende Tipps rund um die Bereifung mit auf die Fahrt:

- Der Luftdruck der Reifen sollte regelmäßig kontrolliert und gegebenenfalls korrigiert werden - wenigstens alle vier Wochen.
- Die Bereifung sollte durch regelmäßige Sichtkontrollen auf akute Schäden wie Beulen, Risse und Schnitte, aber auch auf unregelmäßige Abnutzungserscheinungen der Lauffläche geprüft werden.
- Auch bei vergleichsweise geringer Abnutzung haben Reifen nur eine begrenzte Lebensdauer. Die Reifenindustrie empfiehlt deshalb: Pkw-Reifen, die älter als zehn Jahre sind, sollten grundsätzlich nur noch benutzt werden, wenn sie vorher ständig unter normalen Bedingungen im Einsatz waren. Und sie sollten auch nicht mehr umgesteckt, sondern nur noch im laufenden Betrieb abgefahren werden.

AP
 
 
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