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Eine Beule, acht Angebote, 266 Prozent Preisunterschied

Der stern wollte wissen, wie teuer es ist, einen lädierten Kotflügel reparieren zu lassen und bat acht Werkstätten um Kostenvoranschläge. Die Preisunterschiede waren nicht nur groß sondern gewaltig.

  Bei Autoreparaturen sind die Preisdifferenzen mitunter erschreckend hoch

Bei Autoreparaturen sind die Preisdifferenzen mitunter erschreckend hoch

Die Autoreparatur in der noblen Niederlassung ist teurer als die in einer Hinterhofwerkstatt. Das weiß jeder. Aber wie viel zahlt man tatsächlich drauf? Der stern machte die Probe aufs Exempel. Mit einer ordentlichen Beule im Kotflügel eines vier Jahre alten Citroën Berlingo ging es zu acht verschiedenen Werkstätten in Hamburg. Die stern-Tester ließen sich zunächst Kostenvoranschläge für die Reparatur geben – die Unterschiede übertrafen noch die kühnsten Erwartungen: Zwischen dem teuersten und dem billigsten Angebot lagen satte 266 Prozent.

Die Spitzenplätze in der Preisskala belegten die offiziellen Citroën-Händler. Für 2200 Euro hätte die teuerste Werkstatt den Kotflügel ersetzt und anschließend neu lackiert. Die zweite Citroën-Werkstatt wollte den Ein- und Ausbau sparen. Stattdessen hätten die Kfz-Mechaniker die Delle ausgebeult, anschließend gespachtelt und neu lackiert. Kosten: sensationelle 2100 Euro. Der vom stern schließlich ausgewählte Autolackierbetrieb arbeitete nach der gleichen Methode – Ausbeulen, Spachteln und Lackieren – und verlangte dafür keine 600 Euro.

Freie Werkstätten deutlich billiger

Auffällig im Test ist der enorme Preissprung zwischen freien Werkstätten und Vertragswerkstätten. Alle sechs freien Werkstätten lagen unter 900 Euro in den Kostenvoranschlägen. Ein Teil der Firmen wollte den Schaden ausbessern, aber für nur 650 Euro war eine Firma auch bereit gewesen, den Kotflügel auszutauschen. Unter den Angeboten der freien Werkstätten gab es Preisunterschiede von bis zu 40 Prozent. Im Vergleich zu dem Sprung zu den Vertragswerkstätten fallen diese Differenzen jedoch kaum ins Gewicht.

stern-Autoredakteur Peter Weyer rät allen Autofahrern: "Man sollte Angebote von zwei Extremen einholen. Einmal von einer Vertragswerkstatt und einmal von einer freien Werkstatt, die möglichst nicht innungsgebunden ist." Und: Man müsse nicht immer das technisch Beste machen lassen. Ob man unter Spezialbeleuchtung Unterschiede im Lack erkennen könne, sei hier egal, schließlich sei ein in vier Jahre alter Berlingo kein Liebhaberfahrzeug.

Noch günstiger kann ein "Smart-Repair" für den Kunden sein. Lackschäden ("Spot-Repair") und Beulen werden mit Spezialwerkzeug ohne größere Eingriffe weggebügelt. Insbesondere bei Beulen ist das Ergebnis frappierend. Weil nicht lackiert werden muss, sieht man keinen Unterschied im Farbton. Smart-Repair hat aber seine Grenzen: Kleine Dellen lassen sich meist problemlos entfernen, ein Knick im Kotflügel jedoch nicht.

Darum wurde der Citroën Berlingo auf die altmodische Art mit Spachteln und Neulackierung instand gesetzt. Billige Preise müssen übrigens nicht schlechte Qualität bedeuten. Der stern ließ den reparierten Wagen untersuchen. Das Ergebnis des ADAC-Gutachters: "top" und "gut".

Gernot Kramper

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