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23. April 2010, 16:02 Uhr

Neuwagen zum Schnäppchenpreis

Auto-Schnäppchenjäger können zwischen attraktiven Kleinwagen unter 10.000 Euro wählen. Neuwagen sind interessant, weil junge Gebrauchte relativ teuer sind. Die Minis eignen sich besonders als Stadtflitzer, aber besonderen Komfort kann man bei den Preisen nicht erwarten.

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Beim Sandero für 7000 Euro ist sogar noch Luft für ein paar Extras© Hersteller

In der Mini-Klasse lohnt es sich allemal, sich mit dem Kauf eines Neuwagens zu beschäftigen. Auch die kleinsten Neuwagen werden mit den üblichen Garantieleistungen verkauft, alle Verschleißteile sind neu und mit etwas Glück kann man sogar von einer Finanzierungsaktion des Herstellers profitieren. Hauptgrund für den Kauf eines Neuen ist aber, dass die Preise für junge Gebrauchte sehr hoch sind. Während die teuren Dienstwagen der oberen Mittelklasse als Leasingrückläufer nach drei Jahren zu extrem günstigen Preisen angeboten werden, ist das bei den Minis nicht der Fall.

Der Grund ist ganz einfach: Das Flottengeschäft mit den Dienstwagen setzt meist erst in der Kompaktklasse an. Hier werden immer große Stückzahlen an jungen Gebrauchten auf den Markt losgelassen. Bei den Kleinwagen dominiert der private Kunde. Selbst wenn er einmal zu einer Mehrwegfinanzierung oder zu einem Leasingmodell greift, behält er den Wagen gern nach Ablauf der ersten Jahre. Das Angebot an guten gebrauchten Kleinwagen ist daher immer knapp, die Nachfrage aber groß und entsprechend hoch sind die Preise. Umso interessanten sind also die Preiszwerge, die man für weniger als 10.000 Euro bekommen kann. Das Angebot ist relativ breit. Mit dem Dacia Sandero bekommt man einen ausgewachsenen Kompakten und auch der Fox von Volkswagen basiert immerhin auf den Polovorgänger. Suzuki Splash, Toyota Aygo und Mitsubishi Colt sehen sogar ganz flott aus.

Aber Vorsicht: In Sachen Sicherheitstechnik und Komfortfeatures darf der Käufer nicht verwöhnt sein. In den günstigen Basisversionen fehlt einiges, was in einer neuen Kompaktklasse als selbstverständlich gilt. Es lohnt sich aber nicht unbedingt, das Schnäppchen aufzurüsten. Wer nicht zum kleinsten Motor greift, Aluminiumfelgen wünscht, eine Klimaanlage ordert, und auf ESP und weitere Airbags nicht verzichten mag, gelangt schnell in höhere Preisregionen. Bei Endpreisen um 12.000 Euro herum sollte man sich genau erkundigen, ob man für das Geld nicht ein Angebot aus der Polo-Klasse bekommt. Denn dort ist von Haus aus einiges mehr mit an Bord.

Gernot Kramper
 
 
KOMMENTARE (4 von 4)
 
Albinez (24.04.2010, 09:31 Uhr)
Alles eine Frage des Anspruchs
Habe mir gerade für meinen 20 Jahre alten Nissan Sunny eine Fiat Panda Tageszulassung mit einem Kilometer auf der Uhr zugelegt. Er hat eigendlich alles, was man braucht. Zumindest im Gegensatz zu meinem alten, 2 Airbags, ABS, elektr. Fensterheber, Zentralverrigelung mit Funkfernbedienung, und ganz passable Boxen für diese Klasse. MIt ein paar schicken 15 Zöllern und der schwarzen Metalliclackierung sieht er für meinen Geschmack auch recht schick aus.
Für die Stadt halt einfach alles was ich benötige.
Und die immer bemängelten Sicherheitsstandarts lassen sich zu einem 20 Jahr alten Wagen auch nicht mehr vergleichen. Der neue bremst im Gegensatz zu meinem alten, als würde man einen Anker werfen, und die Crashsicherheit ist wahrscheinlich auch um einiges ausgereifter.
Klar, im Gegensatz zu einer S-Klasse......aber wie gesagt.
Ach so, der ganze Spaß hat unter 9.000 Euro gekostet. Wg. der Tageszulassung sind das ca. 25% unter Listenpreis. Mit der ABwrackprämie wäre ich nicht so gut weg gekommen.
littlecreature (23.04.2010, 21:18 Uhr)
Je nach Situation
"Einen Neuwagen - egal welche Klasse - kaufen nur Leute, die zuviel Geld oder keine Ahnung haben." Das ist - sorry - Blödsinn. Es ist durchaus möglich, einen Neuwagen zum Preis eines guten Gebrauchten zu kaufen, wenn man aus dem Schauraum kauft oder irgendwelche Rabatte in Anspruch nimmt. Und das kann sich je nach Marktlage durchaus rechnen. Kleiner Tipp: zu genau der Marke gehen, die gerade öffentliche Prügel bezieht - vor kurzem Opel, jetzt Toyota - weil die unter Druck sind.

Zum Thema Billigautos: da würde ich vor dem Kauf ganz genau das Ergebnis des NCAP-Crashtests studieren. Und daher kann in diesem Bereich ein gebrauchter Wagen der Kompaktklasse die bessere Wahl sein. Die Antwort zur Frage Neuwagen oder Gebrauchter: es kommt darauf an...
ruedi01 (23.04.2010, 18:17 Uhr)
für 8000 ?
Den Prima Gebrauchten für das Geld will ich sehen.

Ein guter und noch für mehrere Jahre ohne große Reparaturen zu fahrende Mittelklasse Gebrauchte kostet mindestens 11 bis 12000 ?, eher mehr. Alles was deutlich unter 10000 ? verkauft wird, ist schon ziemlich runtergeritten. Solche Schnäppchen, die sich hinterher als Gurken entpuppen gibt es zu Hauf vor allem beim viele-Fähnchen-Händler. Viel Spaß damit.
joschitura (23.04.2010, 17:25 Uhr)
Lockvogel-Preise
Ein neuer Kleinwagen ist doch Unsinn, solang ich einen Mittelklassewagen gebraucht für etwa die Hälfte kriege. Colt, Smart und Konsorten kommen mit ein paar nötigen Extras locker auf 17000 - für 8000 krieg ich aber einen prima gebrauchten Mittelklasse- Wagen mit ausreichend PS. Und die zwei Liter, die der dann mehr verbraucht, die kann ich ja locker zahlen von den gesparten 9000. Fazit: Einen Neuwagen - egal welche Klasse - kaufen nur Leute, die zuviel Geld oder keine Ahnung haben.
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