Der ADAC guckt in die Röhre

11. Oktober 2012, 06:46 Uhr

Gute Noten vom ADAC: Der Automobilclub hat europaweit zehn Tunnel getestet. Von Notausgängen bis zu Feuerlöschern wurde alles überprüft. Der überraschende Sieger ist der Ort eines früheren Unglücks.

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Der ADAC hat den Tunnelblick: DerAutomobilclub hat europaweit zehn Tunnel umfassend getestet. Dabei steht die Sicherheit im Vordergrund: Notausgänge, Fluchtwege und Feuerlöscheinrichtungen werden ebenso überprüft wie Lüftungs- und Beleuchtungssysteme. mehr...

Doch nicht nur die eigentlichen Tunnel sind bei dem Test von Bedeutung – sondern auch die vorgelagerten Straßenabschnitte: O-Ton: Dieter Tetzner, ADAC-Tester „Vor dem Tunnel wird insbesondere getestet, wie weit die Möglichkeiten zur Tunnelsperrung vorhanden sind: Das heißt über die Lichtsignalanlagen, die Ampeln, die Verkehrszeichen, gegebenenfalls auch Schranken. Der zweite Aspekt ist, inwieweit am Tunnelportal irgendwo Anprallgefahr an festen Hindernissen besteht, die nicht durch entsprechende Leiteinrichtungen geschützt sind.“ Der sicherste deutsche Tunnel des diesjährigen ADAC-Tests befindet sich nordwestlich von München: Der Allacher Tunnel konnte die Note „gut“ erzielen. Dennoch gibt es auch bei ihm noch einiges zu verbessern – beispielsweise bei den Fluchtwegen: O-Ton: Dieter Tetzner, ADAC-Tester „Etwas problematisch gestalten sich die Stufen, die insbesondere für behinderte Personen natürlich ein Hindernis darstellen.“ Der europäische Testsieger kommt in diesem Jahr aus Österreich: Der Tauerntunnel erhielt die Note „sehr gut“. Dabei wurde er bei einem ADAC-Test vor dreizehn Jahren noch als „mangelhaft“ eingestuft. Laut dem ADAC habe sich bei dem Zustand der europäischen Tunnel in den vergangenen zehn Jahren allgemein sehr viel getan. Schließen