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Im SUV lebt man länger

SUV verbreiten das Gefühl der Sicherheit. Zu Recht, sagt eine US-Studie. Bei einem Frontalcrash zwischen Pkw und SUV ist das Todesrisiko an Bord des Pkw siebenmal höher als im SUV.

Von Gernot Kramper

  Bei einem Frontalcrash eines VW Golf und eines Volvo XC90 zieht der Golf den Kürzeren.

Bei einem Frontalcrash eines VW Golf und eines Volvo XC90 zieht der Golf den Kürzeren.

Autokäufer achten auf das Abschneiden des Fahrzeugs im Crashtest. Viele Sterne sind gut, wenige Sterne gelten als Risiko. Kommt es aber zu einem schweren Unfall entscheidet der Fahrzeugtyp und nicht die Sterne beim Crashtest. Bei einem Frontalcrash zwischen Pkw und SUV tragen die Pkw-Insassen ein siebenmal höheres Todesrisiko als die Passagiere des SUV. Das zeigt eine Studie aus den USA. Dort haben Mediziner der Buffalo Universität im US-Bundesstaat New York mehr als 83.000 Frontal-Zusammenstöße zwischen SUV und Pkw aus den Jahren 1995 bis 2010 ausgewertet. Selbst wenn der Pkw im Crashtest besser abschneidet als das SUV, ist das Todesrisiko immer noch viermal höher. Erreicht das SUV mehr Punkte, ist das Todesrisiko im Pkw sogar zehnmal so hoch. "Die überwältigende Mehrheit der Todesfälle ist in den jeweils leichteren Fahrzeug zu beklagen", erklärt Studienleiter Dietrich Jehle.

Ausgesuchte Testbedingungen

Dabei können auch kleine Wagen beim Crashtest gut abschneiden. Der kleine VW UP erreicht fünf Sterne, der Fiat Panda immerhin vier. Wie ist das möglich? Die offiziellen Tests simulieren nur Unfälle zwischen Fahrzeugen gleicher Größe. Die Frage, was passiert, wenn man mit einem größeren oder schwereren Auto zusammenstößt, wird ausgeblendet. Eine stichhaltige Begründung dafür gibt es nicht. Man kann nur vermuten, dass die Käufer kleiner Wagen nicht durch allzu realistische Testbedingungen und armselige Bewertungen verunsichert werden sollen.

Die Masse entscheidet

Doch anders als im Labor lassen sich auf der Straße die Unfallbedingungen nicht ideal abstimmen. Treffen zwei Fahrzeuge mit unterschiedlichem Gewicht aufeinander, muss das leichtere Fahrzeug den Großteil der Energie des Zusammenpralls auffangen. Es kann dann geschehen, dass der schwere Wagen nur abgebremst wird und den leichteren Wagen anschließend vor sich herschiebt oder gar unter sich begräbt. Bei einem Unfall mit einem großen SUV verschärfen Bodenfreiheit und große Reifen die Situation noch. Der Stoß trifft den Pkw dann nicht mittig, wie es für einen günstigen Ausgang optimal wäre, sondern im oberen Bereich der Frontpartie.

Die Ergebnisse aus den USA lassen sich allerdings nicht hundertprozentig auf Europa übertragen. In den USA sind die meisten SUV sehr große und schwere Fahrzeuge und viele von ihnen bauen technisch auf einem starren Leiterrahmen auf, der kein Pardon mit einem Unfallgegner kennt. Die schweren Träger verformen sich nicht und können das andere Fahrzeug aufschlitzen. Aber auch die US-Pkw sind meist keine Kleinwagen. In den in den USA ist die typische Limousine mindestens so groß wie ein Passat. Berücksichtigt man beide Faktoren, dürften sich die Ergebnisse in Europa nicht wesentlich von denen in den USA unterscheiden.

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