. .
Autokauf - Kaufberatung
Schlagzeilen Themen Mobil iPad Blogs Investigativ Hefte
 
Fotocommunity
Fotocommunity

Treffpunkt für ambitionierte Amateurfotografie. Bilder hochladen und bewerten, sich mit anderen Austauschen. mehr...

Weblogs bei stern.de
Weblogs bei stern.de

Die Online-Tagebücher bei stern.de: Freie Autoren schreiben hier persönlich, direkt und eigenständig. mehr...

Information und Unterhaltung mit Steffen Hallaschka
sternTV - Information und Unterhaltung mit Steffen Hallaschka

Vertiefende Informationen zu der aktuellen und den vergangenen Sendungen von sternTV. mehr...

stern Investigativ
stern Investigativ

Das Recherche-Team des stern. Erfahren Sie mehr über die Recherchespezialisten und ihre Enthüllungen von Terrorismus bis Wettmanipulation. mehr...

 
21. September 2010, 08:51 Uhr

Wie viel Gepäck geht in einen Mini?

Kleinwagen sind ideal für die Stadt. Als Gefährt für die Reise in den Urlaub gelten sie als eher ungeeignet. Mit Hilfsmitteln wie Dachbox und Rucksack entwickeln sie jedoch ganz erstaunliche Packesel-Qualitäten. Ein Praxistest.

Kleinwagen, Dachbox, Autorucksack, Kia Venga, Mini-Van

Mit den richtigen Reise-Assistenten wird auch der Kleinwagen zum Lademeister© Kia

Kandidat für das Reiseabenteuer ist der Kia Venga, ein gut vier Meter langer Mini-Van, zugelassen für fünf Passagiere und mit einem laut Norm 314 Liter großen Gepäckabteil. Mission: 600 Kilometer Fahrt mit zwei Erwachsenen, einem Säugling und dem entsprechend umfangreichen Gepäck. Als Unterstützung stehen bereit: eine Dachbox und ein Autorucksack zum Festschnallen an der Hecktür.

Beides ist bitter nötig. Der Kofferraum kann zwar durch Verschieben der Vordersitze auf Kompaktklasseniveau vergrößert werden. Allerdings nimmt der Kinderwagen trotz größtmöglicher Demontage einen Gutteil des Platzes ein. Es passen nur noch zwei Trolleys hinein. Wer schon einmal mit einem Säugling verreist ist weiß: Das reicht gerade für das Nötigste an Babyzubehör.

Rund 130 Liter Zusatzgepäck

Also her mit der Dachbox. Laut Hersteller Kamei darf auch ein Kleinwagen die größte Kiste auf den Kopf nehmen. Nur sähe es seltsam aus mit einer Box, die länger ist als der ganze Wagen. Die Wahl fällt also auf das Mittelklassemodell Husky L mit 1,90 Metern Länge und einem Fassungsvermögen von 330 Litern oder 50 Kilogramm. Kia erlaubt eine Dachlast von 70 Kilogramm - passt also alles zusammen. Sicherheitshalber sollte das aber vor dem Kauf der Box gecheckt werden, die Daten kennen Händler oder Hersteller.

Kleinwagen, Dachbox, Autorucksack, Kia Venga, Mini-Van

Die 1,90 Meter lange Dachbox Husky L hat ein Fassungsvermögen von 330 Litern oder 50 Kilogramm© Hersteller

Weil immer noch nicht alles verstaut ist, kommt nun der Autorucksack zum Einsatz. Auf den ersten Blick mutet er etwas seltsam an. Es handelt sich um eine Art Trolley, der mittels Saugnäpfen und Zurrgurten an der Heckklappe montiert wird. Zu zweit ist das nach kurzer Leerprobe gut zu machen; alles wirkt bombenfest, ohne Kratzer am Lack. Rund 130 Liter Zusatzgepäck haben Platz. Für Regenschutz sorgt eine mitgelieferte Folie. Zwei Vorhängeschlösser, die selbst gekauft werden, sollen Diebe abhalten. Gegen das Durchschneiden der Verzurrgurte mit dem Messer hilft das aber nicht - also besser nicht aus den Augen lassen. Bei Nichtgebrauch lässt sich der Rücksack dank integrierter Rollen entweder als Koffer nutzen oder platzsparend zusammenklappen und im Kofferraum lagern.

Kleinwagen, Dachbox, Autorucksack, Kia Venga, Mini-Van

Der Autorucksack wird mittels Saugnäpfen und Zurrgurten an der Heckklappe montiert© Hersteller

Einschränkungen von Fahrkomfort und Geschwindigkeit

Insgesamt stehen nun knapp 1000 Liter Gepäckraum zur Verfügung. Das ist eine ganze Menge - ein Mercedes E-Klasse Kombi fasst bei voller Bestuhlung 695 Liter. Vor Fahrtantritt geht es aber erst einmal auf die Waage. Denn beim Packen muss immer das zulässige Gesamtgewicht berücksichtigt werden. Rund 1 710 Kilo darf der Venga wiegen, was etwa 455 Kilo Zuladung entspricht. Waagen gibt es bei Prüforganisationen wie TÜV oder Dekra. Weil Windeln und Kinder-Klamotten eher leicht sind, geht alles gut.

Während der Fahrt sind die beiden Zusatzkoffer trotzdem deutlich zu spüren. Die Seitenwindanfälligkeit des kurzen Kia steigt rapide, der Geradeauslauf gelingt nicht immer so souverän wie gewohnt. Weniger Probleme hat der 92 kW/128 PS starke 1,6-Liter-Benziner. Zumindest auf der ebenen Reiseroute fallen die Zusatzkilos und der höhere Windwiderstand nicht ins Gewicht. An der Tankuhr lässt sich beides jedoch deutlich ablesen. Weit über sieben Liter fließen durch die vier Zylinder; ansonsten ist es fast ein Liter weniger. Da hält man sich gern an die Empfehlungen des Hilfsmittelherstellers Kamei und fährt Richtgeschwindigkeit.

Nach einigen nervösen Rastplatz-Stopps zur Überprüfung der Festigkeit von Dachbox und Rucksack ist das Ziel ohne Zwischenfälle erreicht. Fazit: Mit den richtigen Reise-Assistenten wird auch der Kleinwagen zum Lademeister. Die Einschränkungen von Fahrkomfort und Geschwindigkeit sind angesichts des Anlasses akzeptabel. Wer aber auch im Alltag häufig viel Gepäck oder sperriges Gut hat, fährt besser Kombi oder SUV.

Teststeno Kia Venga mit Kamei Dachbox und Autorucksack:

Kia Venga, Mini-Van mit fünf Sitzplätzen, 92 kW/125 PS, Kofferraumvolumen 314 Liter - 1 341 Liter, Zuladung 455 Kilogramm, Anhängelast 1 300 Kilogramm; Preis ab 16.660 Euro.

Kamei Dachbox Husky L, Außenabmessungen 190 x 75 x 38 cm, Rauminhalt 330 Liter, Tragkraft 50 Kilo; Preis zirka 150 Euro bis 200 Euro.

Kamei Autorucksack, Außenabmessungen 89 x 34 x 50 cm, Rauminhalt 120 Liter, Tragkraft 20 Kilo; Preis zirka 200 Euro bis 250 Euro

Holger Holzer/mid
 
 
MEHR ZUM ARTIKEL
Kia Sportage 2.0 CRDi Angriff aus Korea

Kias Design trifft den Geschmack der Europäer: Seit 2002 haben die Koreaner ihren Marktanteil kontinuierlich steigern können. Nun kommt mit dem neuen Kia Sportage ein kompakter SUV für unter 20.000 Euro in den Handel - und soll dem VW Tiguan Konkurrenz machen. mehr...

Kleinwagen versagen bei Kopfstützen-Test Programmiertes Schleudertrauma

Auffahrunfälle rufen oft Verletzungen der Halswirbelsäule hervor. Gute Sitze mit einer sogenannten aktiven Kopfstütze helfen. Kleinwagenfahrer müssen auf sie häufig verzichten, aber auch einzelne Wagen der Mittelklasse enttäuschen. mehr...

Kleinwagenmarkt Die Großen ringen um die kleinen Kisten

Aus dem ehemaligen Premium-Zweikampf zwischen Mercedes-Benz und BMW ist längst ein Dreikampf geworden. Audi drängt vehementer denn je nach vorn. Am heißesten geht es in den nächsten Jahren unterhalb der Mittelklasse zu. mehr...

 
Partnerangebot Kfz-Versicherungsvergleich

Versicherungsbeiträge erhöht? Nutzen Sie jetzt Ihr Sonderkündigungsrecht und sparen Sie bis zu 500€ im Jahr. mehr

 
 
 
Leser werben Leser

Jetzt den stern empfehlen und attraktive Prämie sichern!

 
 
 
 
 
stern - jetzt im Handel
stern (22/2012)
Dick im Geschäft