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Der US-Kongress weiß nicht, was er machen soll. Unternehmen mit Milliarden Dollar unter die Arme zu greifen, könnte ein Faß ohne Boden sein. Andererseits droht der Verlust von Millionen Arbeitsplätzen. Im Kongress wird ein halbes Dutzend Modelle diskutiert, eine Lösung aber ist nicht in Sicht.
In der US-Autokrise scheint das Schlimmste überstanden zu sein, die Verkäufe ziehen - außer bei Chrysler - wieder an. Auch die deutschen Hersteller können zulegen. Und selbst GM baut Autos, die ausverkauft sind.
Das waren noch Zeiten: Zur Detroit Auto Show ließ die Branche 2008 Rinderherden auflaufen und Bryan Adams rocken. Auf derlei Spektakel müssen die Besucher in diesem Jahr verzichten. Denn jetzt hat die Wirtschaftskrise alles im Griff - die Branche und die Stadt selbst erst recht.
Die Milliardenhilfen für die US-Autoindustrie haben die erste Hürde im Kongress genommen. Das Repräsentantenhaus billigte das Rettungspaket im Umfang von 14 Milliarden Dollar für GM, Chrysler und Ford. Die deutsche Automobilindustrie befürchtet eine Wettbewerbsverzerrung und fordert nun ebenfalls US-Hilfe.
Aufatmen bei den amerikanischen Autobauern: Die republikanische Regierung und die Demokraten haben eine Einigung über das 15 Milliarden Dollar schwere Rettungspaket für GM, Chrysler und Ford erzielt. Letzte Details sind noch ungeklärt. Sicher ist aber, die Konzerne werden unter strenge Aufsicht gestellt.
34 Milliarden Dollar wollten die drei taumelnden US-Autokonzerne vom Staat - wohl die Hälfte werden GM, Ford und Chrysler bekommen. So sieht es offenbar der Kompromiss vor, den Präsident George W. Bush mit den Demokraten im Kongress erzielt hat. Das Geld soll das Überleben der "Big Three" zumindest bis zu Barack Obamas Amtsübernahme sichern.
Der künftige US-Präsident Barack Obama hat sich erstmals seinen neuen Arbeitsplatz angesehen - das Oval Office im Weißen Haus. Amtsinhaber George W. Bush und seine Frau Laura begrüßten die Obamas betont herzlich. Beim "Privatgespräch" ging es aber schnell um harte Politik: Obama forderte Bush zu rascher Hilfe für die US-Autohersteller auf.
Es ist noch gar nicht lange her, da stand Opel auf der Abschussliste des amerikanischen Mutterhaus General Motors. Doch die Krise auf dem US-Automarkt hat die Situation verändert: Plötzlich sind die Opel-Marken Astra und Antara echte Verkaufsschlager in Übersee.
Riesige Halden von Ladenhütern, Händler vor dem Ruin - der US-Automobilindustrie geht es so schlecht wie noch nie in ihrer Geschichte. In einer dreiteiligen Serie analysiert stern.de-Autor Helmut Werb die Auswirkungen der Dauerkrise, die auch Deutschland treffen werden.
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