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7. Dezember 2005, 14:50 Uhr

Wenn Mr. Frost den Motor killt

Selbst ist der Autofahrer: Ein Wintercheck dauert nicht lang, ist nicht schwer und schützt vor üblen Motorschäden und Unfällen. Einige wichtige Dinge sollten Autofahrer dabei beachten.

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Bei Eis und Schnee sollten Autofahrer gut vorbereitet sein: ein Wintercheck ist ein Muss© Winfried Rothermel/AP

Wer sein Auto winterfest machen will, braucht dazu nicht immer die Werkstatt. Vieles kann der Autofahrer selbst erledigen. So sollte er unbedingt das Kühlsystem des Motors kontrollieren. Bei zu wenig Frostschutzmittel kann das Kühlwasser einfrieren und der Motor trotz winterlicher Temperaturen überhitzen, wie Sven Janssen vom Automobilclub von Deutschland (AvD) erklärt.

Am einfachsten lässt sich der Frostschutz des Kühlwassers mit einem Messgerät an der Tankstelle testen. Reicht der Schutz nicht aus, muss Kühlmittel nachgefüllt werden. Dabei sollte aber auf das richtige Produkt geachtet werden, denn nicht jedes Mittel ist für jedes Fahrzeug geeignet. Hier weiß die Werkstatt Rat, die entsprechenden Angaben finden sich aber auch im Bordbuch.

Winterreifen müssen nicht teuer sein

Bei Winterreifen sollten Autofahrer darauf achten, dass sie noch mindestens vier Millimeter Profiltiefe aufweisen, außerdem sollten sie nicht älter als sechs Jahre sein. "Das gilt nicht nur für Winterreifen, sondern für alle Reifen. Irgendwann härtet das Gummi aus, der Reifen wird bretthart", betont AvD-Experten Janssen. Das Alter der Winterreifen lässt sich anhand der so genannten DOT-Kennung ermitteln. Sie findet sich in einem Oval mit vier Ziffern auf der Reifenflanke. Die ersten beiden Ziffern geben die Kalenderwoche der Fertigung an, die beiden letzten das Jahr.

Über den genauen Zeitpunkt zum Aufziehen der Winterreifen gibt es unterschiedliche Empfehlungen. Während manche pauschal Temperaturen von sieben Grad als Zeitpunkt für den Wechsel raten, empfehlen andere, die Pneus von Oktober bis Ostern aufzuziehen. Winterreifen müssen nicht teuer sein. So ist ein guter Reifen laut ADAC je nach Größe schon ab 45 Euro zu haben. Grundsätzlich sollten Autofahrer auf die speziell angepassten Pneus nicht verzichten. Denn schlechte Winterreifen seien immer noch besser als gute Sommerreifen, heißt es beim AvD.

Stets Starthilfekabel im Auto haben

Zu den kälteempfindlichsten Teilen des Fahrzeugs zählt die Batterie. Ihre volle Stärke entwickelt sie bei 20 Grad Plus. Mit abnehmenden Temperaturen büßt sie erheblich an Leistungsfähigkeit ein. Unterhalb von null Grad stehen nur noch 25 Prozent der Leistung zur Verfügung. Bei Batterien, die älter als zwei Jahre sind, empfiehlt der Auto Club Europa (ACE), die Leistungsfähigkeit zu überprüfen. Zur Sicherheit und auch zur Hilfe für andere Autofahrer sollte man zudem ein Starthilfekabel mit dabei haben.

Beim Frostschutzmittel für die Scheibenwaschanlage empfehlen sich ausschließlich speziell geeignete Produkte. Denn selbst hergestellte Mixturen aus Spiritus oder Geschirrspülmittel können laut AvD die Pumpe und die Leitungen der Scheibenwaschanlage verstopfen. Weist das Fahrzeug kleine Roststellen auf, sollte der Rost entfernt und die Stelle mit einem Lackstift versiegelt werden. Eine gründliche Wäsche und eine frische Schicht Hartwachs machen das Auto zusätzlich wetterfest und resistent gegen Salze. Gerade in der Winterzeit sei es ratsam, immer eine Decke und idealerweise auch warme Getränke dabei zu haben, rät Katja Frisch vom ADAC. "Im Winter kann es immer wieder zum Schneechaos kommen und man steht auf unbestimmte Zeit im Stau. Für diese Situationen ist besonders ein gut gefüllter Tank wichitg."

In keiner Autofahrertasche sollte laut ADAC ein Eiskrazter fehlen. Auch ein Schneefeger, Türschlossenteiser und eine Windschutzscheibenabdeckung sind wichtige Elemente der Winterausstattung. Katja Frisch hat noch einen besonderen Tipp für die eisige Zeit: "Wenn die Scheibenwischer von der Scheibe weggeklappt werden, frieren sie nicht an - so haben es Autofahrer leichter, die vereisten Scheiben freizubekommen."

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haf/AP
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