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8. Januar 2008, 12:28 Uhr
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Fahrrad im Umwelt-Trend

Laut Trendforscher Matthias Horx profitiert das Fahrrad enorm vom Klimawandel. Das Freizeit- und Kindergefährt wandelt sich zum vollwertigen Verkehrsmittel, mit dem auch Vorstände morgens in die Firma radeln werden.

Leihräder wie hier in Paris liegen im Trend© Mal Langsdon/AFP

Angesichts des Klimawandels und gleichzeitig steigender Energiepreise gewinnt das Fahrrad zunehmend an Bedeutung. Spielte es bisher in so gut wie allen Zukunftsvisionen zur individuellen Mobilität höchstens eine Nebenrolle, so erfährt es jetzt den Ritterschlag. Der Trendforscher Matthias Horx erklärte das Fahrrad zum "ersten evolutionären Gewinner des Klimawandels".

Im neuen Trendreport seines Zukunftsinstituts, in dem die wichtigsten soziokulturellen Veränderungen und Schlüsseltrends für das kommende Jahr prognostiziert werden, schreibt Horx, dass der "Boom des Fahrrads im öffentlichen Raum eine vielfältige Service- und Lifestyle-Kultur rund um die Pedale erzeugen wird." Gleichzeitig sagt er für den Freizeitbereich voraus: "Mountain-Biking und Fahrradwandern werden sich enorm professionalisieren.

Vollwertiges Fahrzeug

Aus dem vor allem im Freizeitbereich genutzten Fortbewegungsmittel wird sich also in den kommenden Jahren ein vollwertiges Fahrzeug für den Individualverkehr entwickeln. Allerdings ist Deutschland noch weit von den Verhältnissen in den Niederlanden entfernt, wo das Fahrrad einen ganz anderen Stellenwert einnimmt, und es nicht ungewöhnlich ist, wenn Vorstände von Aktiengesellschaften mit dem Rad vorfahren.

Immerhin deutet eine Aussage des Trend-Reports 2008 an, dass sich auch bei uns ein Umdenken in Sachen individueller Mobilität anbahnt. Zurzeit liegt der Anteil des Fahrrads am Gesamtverkehr noch bei zehn Prozent. Allerdings gibt es angesichts der Tatsache, dass bei der Hälfte aller Fahrten mit dem Pkw weniger als sechs Kilometer zurückgelegt werden, noch viel Potenzial für das Rad als Verkehrsträger. München zum Beispiel hat sich das Ziel gesetzt, den Radverkehrsanteil von zurzeit zehn bis zum Jahr 2015 auf 15 Prozent zu steigern. Karlsruhe ist noch ehrgeiziger und peilt 25 Prozent an. Alexander Robinson/MID

KOMMENTARE (4 von 4)
 
Manfred.Albat (08.01.2008, 17:30 Uhr)
Blindgänger
In einer Gesellschaft, in der Artikel veröffentlicht werden, wo gemutmaßt wird, ein Fahrrad könnte tatsächlich ein Verkehrsmittel sein und kein Spaßgerät oder Kinderspielzeug, muss man sich über nichts wundern.
Auch nicht über anonyme Wichtigtuer, die sich vermutlich auch noch für witzig halten.
Hinweis an "Prolet" und Co.: es gibt vieles, was ihr euch nicht vorstellen könnt! U. U. werdet ihr nicht einmal 10-15 Jahren gemerkt haben, was zwischenzeitlich passierte...
Und wer's bis dahin immer noch nicht mitgekriegt hat, was für ein geniales Fahrzeug das Fahrrad ist, der wird dann eben zu Fuß gehen.
Möglicherweise wirkt der Blick durch die Windschutzscheibe auf Dauer auch Bewusstseinverengend.
Siehe auch Brockhaus unter "Scheuklappe"...
derSchuft (08.01.2008, 15:34 Uhr)
was ein Quark
Die Hälfte aller Fahrten mit dem PKW sind nicht länger als sechs Kilometer? Wer sagt denn sowas? Wieder so eine lustige Studie, die am Leben vorbei gemacht wurde?
Natürlich kommt man auf solche Zahlen, wenn man all die Hausfrauen reinrechnet, die ihre Kinder in die Schule/Kindergarten bringen, den Einkauf erledigen, etc.
Eine durchaus amüsante Vorstellung, wie Herr Horx diesen Frauen klarmachen will, dass man das doch besser mit dem Fahrrad erledigen könnte.
Habe selbst sehr lange auf Auto verzichtet, und bin überall mit dem Rad hingekommen, solange man arbeitslos ist und zeit hat, geht das gut, wehe aber man muss arbeiten, nutzt nun noch die öffentlichen Verkehrsmittel, ist man recht spät zu hause. Niemand dürfte da noch Zeit, geschweige die nötige Energie besitzen, noch irgendwelche Erledigungen mit dem Rad zu bestreiten.
donkeykong (08.01.2008, 15:28 Uhr)
Co2-Ausstoß
Hat mal jemand ausgerechnet, wieviel CO2 der Mensch durch die schnellere Atmung mehr ausstößt, wenn er Fahrrad fährt??
Ich wittere hier einen handfesten Umweltskandal bisher unerkannten Ausmaßes. Wenn man das auf alle radfahrenden Chinesen und Münsteraner umrechnet, sehe ich die Welt vor dem Kollaps.
ramteid (08.01.2008, 14:43 Uhr)
Das war klar.
Nicht nur Solartechnik etc. und Windräder, nein auch Fahrräder steigern die Gewinne der Anleger und Verfechter der Klimahysterie. Das war ja auch der Grund diese Kampagne zu starten. Ideen muss man haben.
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