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3. Juni 2008, 17:06 Uhr

Die SUV-Party ist vorbei

Britischer Branchenexperte: Unterhalt von bisher hippen Geländewagen wird für viele unbezahlbar. Erste Anzeichen für einen Einbruch im langjährigen europäischen Boom-Segment.

SUV haben einen wuchtigen Auftritt und +verbrauchen mehr. Nun droht den Statusvehikeln der Einbruch.© Hersteller

Da freuen sich wohl nur die Öko-Aktivisten. Der Boom der Sports Utility Vehicle (SUV) ist in Europa möglicherweise bald vorbei. "Man konnte es schon eine Weile spüren", schreibt der britische Auto-Analyst Peter Schmidt von Automotive Industry Data (AID). "Aber nun scheinen sich die Zeichen zu mehren: Was genug ist, ist genug."

Schmidt sieht zunehmend Signale, dass sich potentielle SUV-Kunden von jenem Segment abzuwenden beginnen, das über ein Jahrzehnt kontinuierliches Wachstum verzeichnen konnte. Die dreifache Ohrfeige an die SUV-Käufer bestehe demnach aus den rasant ansteigenden Treibstoffpreisen, aus angedachten Modellen für die Kraftfahrzeugsteuer, die sich am Schadstoffausstoß orientieren, sowie aus Anzeichen einer nachlassenden Kaufkraft.

In den 17 maßgeblichen Märkten Westeuropas seien in den ersten drei Monaten 2008 die Verkaufszahlen wichtiger SUV-Modelle im Vergleich zum ersten Quartal 2007 teilweise dramatisch eingebrochen. Schmidts Zahlen sprechen für sich. Audi Q7: minus 23,1 Prozent; BMW X3: minus 21,9 Prozent; Mercedes ML-Klasse: minus 19,1 Prozent; Volvo XC90: minus 36,5 Prozent; Toyota RAV4: minus 30,3 Prozent; Volkswagen Touareg: minus 20,2 Prozent. Nur wenige – sehr frische und noch entsprechend stark nachgefragte – Modelle wie der BMW X5, der Honda CR-V oder der VW Tiguan seien vorerst noch von diesem Trend ausgenommen, so Schmidt. Frank Janßen

 
 
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