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Gericht verbietet Werbung für S-Klasse

Doch nicht so umweltfreundlich wie verkündet: Der Autobauer Daimler muss wegen irreführender Angaben Werbeanzeigen für seine runderneuerte S-Klasse stoppen.

  Die neue S-Klasse bei ihrer Weltpremiere im Mai. Das Unternehmen argumentiert, wegen langer Vorlaufzeiten bei Werbeanzeigen hätten die Angaben nicht rechtzeitig geändert werden können.

Die neue S-Klasse bei ihrer Weltpremiere im Mai. Das Unternehmen argumentiert, wegen langer Vorlaufzeiten bei Werbeanzeigen hätten die Angaben nicht rechtzeitig geändert werden können.

Der Autobauer Daimler darf vorerst nicht mehr mit umstrittenen Angaben zum Spritverbrauch und Schadstoffausstoß für seine neuen S-Klasse-Modelle werben. Dies entschied das Landgericht Stuttgart in einer einstweiligen Verfügung, wie die klagende Deutsche Umwelthilfe (DUH) am Montag in Berlin mitteilte. Der Konzern hatte damit geworben, dass die Oberklasse-Serie insgesamt in die Energieeffizienz-Klassen A bis D falle. Der Umwelthilfe zufolge erreichten einzelne Modelle aber die Klassen E oder F. (Az: 35 O 76/13 KfH)

Daimler hatte in einer großen Werbekampagne für alle Modelle der S-Klasse CO2-Emissionen von maximal 213 beziehungsweise 225 Gramm je Kilometer und günstige Effizienzklassen von D bis A versprochen. Tatsächlich erreichen die spritdurstigsten Modelle "S 63 AMG 4Matic lang" und "S 63 AMG" jedoch nur die Effizienzklassen "F" und "E". Dies ließ Daimler der DUH zufolge in der Werbung aber ebenso unter den Tisch fallen wie den hohen Spritverbrauch dieser Modelle. Damit habe der Konzern seine Autos insgesamt umweltfreundlicher erscheinen lassen, als sie es sind, resümierte die DUH.

Daimler droht hohes Bußgeld

Mit dem Gerichtsbeschluss vom vergangenen Donnerstag werde "einem besonders dreisten Fall von Verbrauchertäuschung ein Riegel vorgeschoben", sagte DUH-Bundesgeschäftsführer Jürgen Resch.

Daimler verweist darauf, dass bei der Schaltung der monierten Anzeigen die kritisierten Motortypen noch gar nicht bekannt gewesen seien. Die Werbung sei mittlerweile entsprechend geändert worden. Im Internet sei die Änderung sofort erfolgt, nachdem die leistungsstärkeren Motorvarianten verwendet wurden. Die Werbung, die in Magazinen erschienen sei, habe jedoch aufgrund der langen Vorlaufzeiten nicht mehr berichtigt werden können.

Sollte Daimler seine neue S-Klasse trotzdem weiter mit den geschönten Angaben anpreisen, könnte das die Schwaben teuer zu stehen kommen: Nach Gerichtsangaben wird dann ein Ordnungsgeld von bis zu einer Viertelmillion Euro fällig.

anb/AFP/DPA/DPA

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