Schönheit statt Heckklappe

13. Juni 2013, 15:00 Uhr

Erstmals wagt sich Audi mit einem Stufenheckmodell in die Kompaktklasse. Die A3 Limousine soll Autofahrer ansprechen, die zuvor nie an ein Modell mit separatem Kofferraum gedacht haben. Michael Specht/MID

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Die Kompaktklasse zählt zu den größten Fahrzeugsegmenten weltweit. Nur die klassische Form des Drei- oder Fünftürers findet nicht überall Anklang: Sie gilt als unelegant. Wer in Osteuropa, China und den USA punkten will, muss eine Limousine anbieten.

Doch auch in Europa soll die A3 Limousine Fans finden. Marktstart ist im September. Die Basisversion mit einem 140-PS-Benziner und 7-Gang-Doppelkupplungsgetriebe "S tronic" startet bei 27.400 Euro. Etwas später folgt eine handgeschaltete Version mit 122 PS für 24.300 Euro.

Lange galten Stufenhecklimousinen im Kompaktsegment als brav und bieder. Sportlichkeit, Emotionen? Fehlanzeige. Man denke da nur an den ersten VW Jetta. Audi gelang jetzt mit der A3 Limousine ein äußerst knackiger Viertürer mit stimmigem Stummelheck, statt angepapptem Gepäckabteil, in das dennoch 425 Liter Gepäck passen, 60 Liter mehr als im Dreitürer.

Audi beschreitet mit der Limousine des A3 einen anderen Weg als Mercedes. Während der CLA Eleganz durch Länge gewinnt, haben die Ingolstädter eine Sportlimousine mit möglichst knappen Überhängen im Angebot.

Das gefahrene Einstiegsmodell mit dem 1.4-TFSI-Vierzylinder-Motor wiegt nur 1250 Kilogramm. Diese Diät ist der A3 Limousine bereits auf den ersten Kilometern anzumerken. Das Auto wirkt mit 140 PS leichtfüßig und agil. Nicht zuletzt gefällt der 1,4-Liter-Turbobenzine auch durch zeitgemäßen Spritkonsum. Dabei hilft nicht nur die serienmäßige Start-Stopp-Funktion, sondern auch das im Teillastbereich zeitweise Abschalten von zwei Zylindern, was Audi "Cylinder On Demand" (COD) nennt. Nach EU-Norm verbraucht die A3 Limousine lediglich 4,7 l Super/100 km, was einem CO2-Ausstoß von 109 g/km entspricht.
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