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7. Juni 2011, 14:45 Uhr

Der Blitz schlägt ein

Beim Kombi hat der Astra den Golf abgehängt, der GTC soll dem Scirocco die Rückleuchten zeigen. Seine wichtigste Waffe ist das Fahrwerk. Eine Hightech-Vorderachse aus dem Rennsport wird seine Kraft auf die Straße bringen.

Die 2009 gestartete Neuauflage des Astra war eine Kampfansage an den Golf. Vom Sockel konnte Opels Sternchen den Wolfsburger Bestseller in Deutschland nicht stoßen. Nun soll der dreitürige Sportler Astra GTC soll der Astra-Familie mehr Schub verleihen. Zwischen 15 und 20 Prozent der Verkäufe in der Baureihe sollen künftig auf den dynamischen Dreitürer mit Platz für fünf entfallen.

Aus der Golfplattform zaubert Konkurrent Volkswagen eine beeindruckende Fahrzeugpalette. Neben dem sachlichen Grundmodell stehen emotionale Varianten wie GTI oder R. Gerade bei den sportlichen Modellen muss Opel gegenhalten, um die eigenen Fans nicht zu verprellen. Der Scirocco ist daher der natürliche Gegner des GTC. Unmöglich ist die Aufgabe nicht. Der Erfolg des Astra Sport Tourer beweist, dass Opel auch einen Volkswagen schlagen kann. Beim Coupé verspricht sich Opel Wettbewerbsvorteile durch das alltagstauglichen Gepäckabteil des GTC. Der flexible Kofferraum bietet ein Ladevolumen von 370 bis maximal 1235 Liter.

Weltpremiere wird das dynamische Kompakt-Coupé im September auf der IAA feiern. Prägendes Designmerkmal der klaren Frontansicht sind die Adleraugen-Scheinwerfer, die sich durch das Tagfahrlicht in Flügelform auszeichnen. Der Grill duckt sich tief über dem Asphalt und lässt keinen Zweifel an den athletischen Ambitionen des Kompakten aufkommen. Drei kraftvoll geführte Lichtkanten prägen die Seitenansicht. Für eine besonders dynamische Note sorgt die schwarze Linie, die zunächst die sportliche Dach-Linie nachzeichnet, bevor sie innerhalb des abfallenden Fensterrahmens direkt auf den integrierten Dachspoiler deutet.

Basis signalisiert Sportlichkeit

Im Vergleich zur fünftürigen Limousine legen die Ingenieure im Rüsselsheimer Entwicklungszentrum den GTC eineinhalb Zentimeter tiefer, während die restlichen Maße des Fahrwerks leicht erhöht wurden. Aufgrund der vergrößerten hinteren Querlenker verlängert sich der Radstand um einen Zentimeter auf 2,70 Meter. Außerdem wurde die Spurweite im Vergleich zu den Varianten Limousine und Sports Tourer verbreitert – der GTC bringt vorne vier und hinten drei Zentimeter mehr mit. Das ist so stattlich, dass ihm Sportreifen mit bis zu 20 Zoll Durchmesser aufgezogen werden können. Was nicht nur dem sportlichen Look sondern der Fahrstabilität und Straßenlage entgegen kommt.

Das Fahrverhalten des Astra-Sportablegers wurde durch eine Fahrwerkskomponente optimiert, die derzeit üblicherweise Hochleistungssportwagen vorbehalten ist – eine Hochleistungs-Federbein-Vorderradaufhängung. Das Zerren der Antriebskräfte verringere sich dadurch, die Straßenhaftung nehme zu, versprechen die Rüsselsheimer. So nehme der Wagen Kurven ohne störende Antriebskraftmomente und bei höherem Tempo präziser und mit unmittelbarerem Feedback.

Beim Bestellstart stehen zunächst fünf Aggregate zur Wahl, ein Turbodiesel und vier Benziner. Der erstarkte 2.0 CDTI Common-Rail-Turbodiesel leistet 165 PS und gibt sein maximales Drehmoment von 350 Newtonmetern – 380 Nm mit Overboost-Funktion - an ein Sechsgang-Schaltgetriebe weiter. Der Spurt aus dem Stand auf 100 km/h ist in 8,9 Sekunden geschafft, die Höchstgeschwindigkeit mit 210 km/h erreicht. Der Durchschnittsverbrauch liegt, auch dank Start-Stopp-Automatik, bei 4,9 Litern.

OPC-Version wird folgen

Start-Stopp ist auch bei den drei 1,4-Liter-Benzinern serienmäßig dabei. Der 100 PS starke Einstiegs-Sauger mit manueller Fünfgang-Schaltung verbraucht 5,5 Liter. Die beiden Turbo-Benziner mit Sechsgang-Schaltgetriebe stellen 120 PS beziehungsweise 140 PS zur Verfügung. Beide liefern 200 Newtonmeter maximales Drehmoment und verbrauchen im Normzyklus 5,9 Liter. Stärkster Antrieb ist zunächst der 1,6- Liter Turbo mit 180 PS, der den GTC auf maximal 220 km/h treibt. Sportlichere Motoren, inklusive einer OPC-Hochleistungsversion, folgen im nächsten Jahr. Typisch für dieses Fahrzeugsegment ist aber ein guter Anteil an schwach motorisierten Modellen. Bei jungen Käufern ist die flotte Optik wichtig, auf einen entsprechenden Motor wird aber verzichtet. Sicher ist aber: Wer das Sportfahrwerk ausfahren will und mit einer 20-Zoll-Bereifung liebäugelt, ist auf die Topmotorisierungen angewiesen.

Serienmäßig kommt Opels Adaptives Fahrlicht der neuen Generation zum Einsatz. Wie das Vorgängersystem bietet es neun Funktionen, darunter den Fernlichtassistent, der situationsgerecht selbsttätig auf- und abblendet. Das neue Sicherheitslichtsystem verfügt zusätzlich über die Intelligente Leuchtweitenanpassung, die mittels Frontkamera den Abstand zum Vordermann taxiert und das Abblendlicht daran anpasst. Die Astra GTC-Preistabelle startet mit 19.900 Euro für den 1,4 Liter Benziner mit 100 PS und endet einstweilen mit 27.855 Euro für den 165 PS starken 2.0 CDTI.

Opel Astra GTC auf der IAA
Opel Astra GTC auf der IAA
Opel Astra GTC auf der IAA
Opel Astra GTC auf der IAA
Opel Astra GTC Kompaktsportler startet bei 19.900 Euro
Susanne Kilimann/Press-Inform
 
 
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