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Die japanische Autoindustrie wurde von einer Katastrophen-Serie schwer getroffen. Doch untergegangen ist sie nicht. Im Gegenteil: Auf der Tokio Motor Show kann man zuschauen, wie die Industrie des Gastgeberlandes wieder Gas gibt.
Die Autos der Zukunft werden klein, flink und bunt ? meinen die Japaner. Fahrspaß und Beschleunigung sind nicht an Bord, dafür kommt man vollautomatisch in die kleinsten Parklücken.
Autofahren ist lustig, Autofahren macht Spaß. In Japan eifert die Autoindustrie dem Hedonismus der Unterhaltungsindustrie nach.
Der Audi A1 Sportback ist nicht größer als der Dreitürer, doch mit vier Türen kann man nun bequem hinten einsteigen. Das war es dann auch schon mit den Neuerungen. Wer einen Lifestyle-Kombi im Stil des A3 Sportback erwartet, wird enttäuscht.
Der Mini bricht Rekord um Rekord - und BMW kommt aus dem Feiern kaum noch heraus. Damit soll bald Schluss sein - Audi zeigt auf der Tokio Motor Show den neuen A1.
Mit stolzgeschwellter Brust können in diesen Tagen die deutschen Autobauer über die Tokyo Motorshow schlendern. Ausgerechnet beim einstigen Angstgegner Japan trumpfen die Deutschen ganz groß auf.
Hybrid sagen die einen - Wasserstoff die anderen. Technologievorreiter Mazda hat beides unter einen Hut gebracht. In Tokio zeigen die Japaner einen Mazda5 mit Hydrogen-Wankel und Elektromotor.
Genf ist die Modenschau unter den Automessen. Wer dabei auf ein so genanntes Billigauto hofft, dass nicht im 80er Jahre-Gewand gekleidet ist, wird ebenso enttäuscht wie der, der eine Antwort auf die Ressourcenfrage sucht. Auch für Deutsche Hersteller gilt: Wagnis? Fehlanzeige.
Vier-Liter-Verbrauch, zwei Sitze, weniger als 100 Gramm CO2-Ausstoß und ein Preis von 1700 Euro. Das "One Lakh Car" wird in Indien hergestellt. Deutsche Hersteller verschlafen den Zukunftsmarkt der Billigautos. Denn die sollen Käufer glücklich machen - und nicht Entwickler.
Wer in japanischen Ballungsräumen ein Auto kaufen möchte, braucht neben dem nötigen Kleingeld auch einen Parkplatz. Keine Parklücke, kein Auto. So einfach ist das.
Während die europäischen Autobauer bei Messen die dezente Präsentation bevorzugen und auf weiblichen Blickfang verzichten, gehört bei japanischen und koreanischen Firmen die verführerische Pose und der besonders knappe Minirock zu einem gelungenen Messeauftritt.
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