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Die Briten lieben Barack Obama. Tausende Londoner feierten seinen Wahlsieg in der US-Botschaft, in exklusiven Clubs und auf der Straße. In dem multikulturellen Land hat Obamas Botschaft - "Ihr könnt alles schaffen" - besondere Strahlkraft. Die Aufbruchstimmung hat auch die Insel erfasst.
Fußball, Schnee und Vögel - Deutschland scheint keine anderen Probleme mehr zu kennen. Denn die Große Koalition liefert den Medien kein großes Theater mehr. Aus stern Nr. 12/2006
...hab ich gestern gespielt mit meinen drei kleinen, puerto-ricanischen Freundinnen, die gerade Paris und mich unsicher machen. Und um das alles mit unserem Studi-Budget zu vereinen, haben wir uns einer echt amerikanischen Free Tour angeschlossen, die hier jeden Tag zweimal stattfindet. Ausnahmsweise einmal pünktlich versammelten wir uns um 13.00 Uhr am Place Saint Michel um den großen, rotgekleideten Ami mit den leicht müden Augen und der großen Wasserflasche in der Hand. Circa 15 andere junge, brotlose Menschen aus Amiland, Kanada und Oz hatten sich dort eingefunden, beobachteten mit Spannung wie Darian (unser Tourguide) die Spielregeln erklärte: die Free Tour through Paris koste nix, eigentlich aber doch, denn am Ende solle man schön Trinkgeld spenden an den armen Studenten, der doch nur sein Taschengeld aufbessern wolle. Mehr wert als Geld sei für ihn Bier, weswegen eine Bezahlung in Naturalien akzeptiert würde. Für unser Trinkgeld bekämen wir außerdem abends einen Rabatt von einem Euro auf den "Pub Crawl", also die Kneipentour mit unbegrenzt Vodka die ganze Nacht über (was im Übrigen die verquollenen Augen unseres werten Tourguides erklärte). Obligatorisch sei weiterhin, bei seinen Witzen zu lachen, erklärte Darian - deswegen habe er extra ein paar Freunde incognito unter die Menge gemischt. Und nachdem wir schon bei diesem ersten Scherz unsere Schmunzel-Pflicht erfüllt hatten, rief der kleine Ami: "So - are we a team now?" Und als zwei kleine Australier mit "Yeah" antworteten: "Oh, we've got a rowdy crowd today!" Und los hüpfte Darian, zog die Karawane von Paris-Neugierigen hinter sich her. Nach zwei kurzen Stopps bei Saint Michel und Notre Dame de Paris machten wir als nächstes am Seine-Ufer Halt, gleich neben einer der angenehm duftenden Kloaken. So würde es in Paris an vielen Orten riechen (was ich nur mit einem Nicken bestätigen konnte), da müssten wir uns dran gewöhnen, meinte unser Paris-Kenner. Und um uns dabei zu helfen, blieb Darian erst einmal eine halbe Stunde vor der Kloake stehen und erzählte uns die französische Geschichte im Schnelldurchgang. Vor 2500 Jahren setzte seine Rede an, ging über die Römer bis hin zu den "Dudes Louis" und dem "Bloke Napoléon". Unser american guide with the rowdy crowd vor Pont Neuf Als er schließlich bei Jacques Chirac ankam, meinte er, jetzt sei der schlimmste Teil der Tour vorbei, wir könnten endlich durchatmen und weitergehen. Am Pont Neuf vorbei kamen wir zum Palais Royal, wo Darian live den Ausbruch der französischen Revolution darstellte. Der Sturm auf die Bastille am 14. Juli 1789 habe in diesem Garten und Café seinen Anfang genommen und voller Mut hätte das Volk daraufhin 7 Gefangene aus der Bastille befreit: vier Urkundenfälscher, zwei Geisteskranke und einen Pädophilen. Und obwohl Darian über diese Masse an Befreiten heimlich schmunzelte, hielt ihn das nicht davon ab, die Szene voller Enthusiasmus nachzuspielen, auf die nächste Bank zu springen und zu schreien: "Folks, we gotta do something about the situation in this country! We need a revolution!" Und nachdem wir alle mitgefiebert und -geschmunzelt hatten, trabten wir zum Louvre, wo unser Guide uns mal eben über Wahrheit und Unwahrheit des Da Vinci Codes aufklärte. Über den Jardin des Tuileries ging es weiter zum Place de la Concorde. Da versuchte ich, den kleinen Puerto Ricanerinnen ein bisserl deutsche Uli Wickert-Kultur mitzugeben. So gut wie Darian konnte ich das jedoch bei Weitem nicht - auch nach dreimaligen Erklären und halbem Nachstellen Ulis berühmter Szene guckten mich alle drei Hühner noch wie Autos an... 3,5 Stunden, 16 leichte Sonnenbrände, mindestens fünf nette Gespräche und drei Email-Kontakte später erreichten wir unser Ziel, den Grand Palais. Dort gaben die jeweiligen Länderdelegationen unserem Touri-Guide das ihm zustehende Trinkgeld (eventuell als Ratenzahlung mit Verweis auf ein free beer beim Pub Crawl am Abend). Und nach einem festen Händedruck und einem "Are we alrighty here?" grinste uns der Muster-Amerikaner ein letztes Mal an und verschwand in der nächsten Métro-Station. Unsere deutsch-puerto-ricanische Delegation blieb alleine auf den Treppen des Grand Palais zurück. Und während meine drei kleinen Puerto-Ricanerinnen glücklich waren über den schnellen Überblick über Paris, war ich froh, Paris statt als Einwohner einmal als Touri erlebt zu haben... Die puerto-ricanische und deutsche Delegation in one shot... L.
Roter Teppich für "Mr. Tagesthemen": Mit mehreren hundert Gästen aus Fernsehen und Showbusiness hat Moderator Ulrich Wickert am Dienstagabend seinen Abschied vom Bildschirm gefeiert.
Der Mann hat immer Jetlag in den Knochen. Damit die Krisenfirma Mitsubishi endlich schicke Modelle bauen kann, düst der neue Chefdesigner Olivier Boulay ständig zu seinen Studios in aller Welt. Der stern war dabei.
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