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Die Finanzkrise hat zu einem desaströsen Absatzeinbruch am amerikanischen Automarkt geführt. Die Konzerne GM und Chrysler verkauften im vergangenen Jahr bis zu ein Drittel weniger Fahrzeuge. Auch die deutschen Autobauer und der Branchenführer Toyota sind betroffen.
Schwarzer Oktober am US-Automarkt: Die Verkäufe sind erneut massiv eingebrochen, auch deutsche Hersteller wurden von dem Abwärtssog mitgerissen. Besonders schwer traf es abermals die amerikanischen Autogiganten. Die Opel-Mutter General Motors erlitt einen erdrutschartigen Absatzeinbruch von 45 Prozent.
Erster Erfolg für General Motors: Der angeschlagene US-Autobauer hat einen Käufer für seine Geländewagen-Marke Hummer gefunden. Ein chinesischer Spezialmaschinen-Hersteller wird der neue Eigentümer. 3000 Arbeitsplätze in den USA sollen so gerettet werden.
Zehntausende Autos in den USA müssen in die Werkstätten: Bei Mazda gibt es einen "tierischen" Defekt. Spinnen verstopfen die Entlüftung des Tanks. VW- und Chrysler-Fahrer plagen Zündschlüssel, die bei holprigen Wegen zurückspringen können.
Auf Toyota kommt in den USA eine Millionenstrafe zu: Der Autobauer habe das Problem klemmender Gaspedale monatelang verschwiegen, kritisierte das Verkehrsministerium. Deshalb strebe man die höchstmögliche Strafe an. Die Ankündigung könnte eine für Toyota verheerende Signalwirkung haben.
Ein defektes Gaspedal bringt eine Weltfirma zum Straucheln. Dabei ist Toyota kein Einzelfall. Die "Gleichteilestrategie" der Automobilindustrie hat die finanziellen Risiken im Falle eines Fehlers enorm gesteigert.
Lieber weniger verdienen, als gar nichts: In den USA erhielt im Juli jeder Neuwagen-Käufer im Schnitt Kaufanreize von 3.090 US-Dollar (2.517 Euro). Geködert wird aber nicht nur mit Geld.
Der Autobauer Ford hat im Juli in den USA erstmals seit fast zwei Jahren wieder mehr Fahrzeuge verkauft als in einem Vorjahresmonat. Das Unternehmen profitiert von der US-Abwrackprämie. Das Weiße Haus dringt im Kongress auf eine Aufstockung der Mittel.
Deutschland hat sie erfunden, nun gibt es sie auch in den USA: Die US-Regierung vergibt ab jetzt für die Verschrottung alter Autos eine Prämie - bis zu 3165 Euro. Doch Experten kritisieren das amerikanische Modell als zu kompliziert, mickrig und unwirksam.
Der Weg für einen Neustart von General Motors ist frei: Das Insolvenzgericht genehmigte gegen den Widerstand vieler Gläubiger die Verstaatlichung des Autoriesen, um die Sanierung zu ermöglichen. Für Präsident Barack Obama ein wichtiger Erfolg bei der Rettung der maroden amerikanischen Autoindustrie.
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