Ein gestandener Politiker lügt... « » Mal wieder die »Killerspiele«?
Tatsächlich scheint es in allen Medien eine Verrohung der Moral zu geben. Allerdings wenn man Spiele verbieten will, müsste man konsequenterweise auch gewaltverherrlichende Filme, Musikstücke und andere Medien verbieten. Typisch für Stoiber und Konsorten, herumdoktorn am Symptom. Kurzfristiges populistisches Geschrei bringt mehr politisches Rennomé, als nachhaltige langfristige Massnahmen, die etwas an der Ursache bewirken können.
barryallen | 23. November 2006, 10:46 Uhr
... Der Sündenbock ist schnell gefunden, damit man von den eigentlichen Problemen, die wesentlich gravierender als ein "Killerspiel" sind, weg kommt, oder sie garnicht erst angesprochen werden. Die Entwicklung unserer Gesellschaft im Ganzen wird da aussehn vorgelassn. Is klar, da dies zeigen würde, dass unsere politischen Vertreter in diesem Punkt sich nicht grad mit Ruhm bekleckert haben bis jetzt. Das wiederum würde ja die chancen auf eine Wiederwahl bei den Nächsten Wahlen verschlechtern... Also wird schnell ein SÜndenbock gesucht und gefunden. Na Herzlichen Glückwunsch. Arme Welt...
RinoCasino | 23. November 2006, 10:47 Uhr
Leute die Killerspiele spielen werden Killer ...das wissen wir jetzt!
Und eigentllich wissen wir das schon lange! Schon mein Vater war ein potenzieller Gewalttäter, weil er völlig ungehemmt mit seinen Geschwistern Cowboy und Indianer gespielt hat!
Ich fordere: Leute, die Strategiespiele spielen sollten bei der Bundeswehr sofort in die Offizierslaufbahn gelangen!
Und haben Leute die Sims spielen eine besonders hohe soziale Kompetenz?
Sind Menschen die Wirtschaftssimulationen spielen die besseren Manager?
Fördert Tetris die Kreativität beim Bauklötzchen spielen?
Wollen Menschen die viele Brötchen essen nicht irgendwann Bäcker werden?
Mir geht die aktuelle Diskussion nicht weit genug! Ich fordere einen Untersuchungsausschuss und umfangreiche, psychische Langzeitstudien an denen insbesondere Redakteure dieser großen Tageszeitung mit den 4 Buchstaben teilnehmen sollten!
ovicula | 23. November 2006, 12:16 Uhr
Ich glaube, dass ein Großteil der Leute, die die Ursache eines Amoklaufs in einem Computerspiel sehen, wahrscheinlich nicht mal ihr Emailkonto bei Outlook selber einrichten können. Da reden Menschen von Dingen, die ihnen fremd sind. Dass da schnell das unterste Niveau erreicht wird ist mittlerweile Standard in good old Germany. Was für Experten da aus dem Boden schiessen, einfach lächerlich!
Ein anderer Punkt wäre für mich, dass es doch soviel billiger ist, ein paar Spiele zu verbieten, anstatt Menschen aktiv zu helfen. Deutsche Politik eben.
aktionkuba | 23. November 2006, 12:33 Uhr
Die aktuelle Diskussion ist für mich ebenfalls indiskutabel.
Ich denke keiner von denen, die nun nach neuen Verboten schreien, hat eigene Erfahrungen mit solchen Spielen gesammelt. Allerhöchste Stellen in Politik und Gesellschaft machen es sich viel zu einfach bei der Suche nach Schuldigen.
Warum, frage ich, fordert niemand ein Alkoholverbot, wenn erneut ein Mensch im Vollrausch ein Verbrechen begangen hat? Dieser Zusammenhang wäre zumindestens eindeutig belegt!
Wie allerdings in einem vorherigen Kommentar geschrieben wurde, gilt wohl für die "ältere" Gesellschaft der Grundsatz: "Neues muss Schuld sein!" Sogenannte Killerspiele und neue Medien sind offensichtlich neu, da macht man es sich bei der Ursachenforschung eben einfach. Vorurteile lassen grüßen ...
Trashtalker | 23. November 2006, 12:40 Uhr
Ich bin selber kein Killerspieler, da sie mich nicht ansprechen. Allerdings ist es auch für mich immer wieder lustig zu sehen, dass nach solchen "Aktionen" einzig und alleine die "Killerspiele" schuld sein sollen.
Was ich mich allerdings auch Frage: Warum schreit niemand nach ner Vergewaltigung auf und will Pornos verbieten? Das wäre ja dann die logische Schlussfolgerung.
xduffx | 23. November 2006, 13:03 Uhr
Leute, wenn ihr euch nach wie vor von den Medien (incl. den "unabhängigen" ÖR) alles vorsingen lasst, und die eigenen grauen Zellen allmählich abstumpfen, dann muss ich, so wie bei dem Thema "GEZ", schreiend durch die Gegend rennen!
Es ist auch echt zum heulen, wenn ich sehe, wie schnell ein Urteil über etwas wie in diesem Fall heran gezerrt wird, und sich schlussendlich mit einem "oh, war wohl ein Versehen!" oder einfach nur "Huch! kann ja !mal! passieren!" entschuldigt wird.
Gegen "mal" habe ich nichts. Noch nichts! Aber: es ist mittlerweile die Regel, Dinge schneller zu verurteilen, wie überhaupt Möglich bzw. Gerechtfertigt! Und das geht auf das Konto sensationsgeiler Medienmacher.
Klar! Jede Tageszeitung braucht Sensationen um einen Absatz zu erwirtschaften. Schön und gut. Aber schon mal was von positiven Schlagzeilen gehört? Wahrscheinlich nicht. Die könnten ja den Menschen tatsächlich helfen, eine positive Einstellung zu bekommen. Wundert mich nur, dass das bei der Fussball WM wunderbar geklappt hat. Ziemlich ernüchternd! Und erschreckend! Armes Deutschland!
Eins stimmt mich aber dennoch optimistisch: Texte wie den von Gunnar Lott!
Danke dafür!
bR4iNST0RM | 23. November 2006, 14:46 Uhr
100% aller dieser "amokläufer" hat wasser getrunken .. wer verbietet das ?
ich kenn soviele die diese "killerspiele" spielen.. seltsamerweise sind die alle normal geblieben.
Ich kann diese unsachgemässe selbstdarstellung unqualifizierter Politiker nicht mehr hören.
Zumal Mr. Stoiber schon mehr wie einmal mit "meinungsmache" geglänzt hat , indem er aussagen getätigt hat die so am leben vorbei sind , geschweige denn an den tatsachen.
Ich erinner nur an die kürzung der sozialhilfe.
just my 2 cents
fusseltier | 23. November 2006, 14:46 Uhr
Jährlich über 5.000 Verkehrstote und mehr als 60.000 schwerverletzte Unfallopfer - und keiner käme auf die Idee, Autos zu verbieten. Ganz zu schweigen von Nikotin und Alkohol, oder stressbedingter Herzinfarkt durch Arbeit... Unsere Gesellschaft müsste sich ja anstrengen. Füreinander da sein. Sich um den nächsten kümmern. Nee, nee, da finden wir schnellstens einen Sündenbock (Computerspiele) und stellen doch lieber ein typisch deutsches Verbotsschild auf!
Umuc | 23. November 2006, 15:35 Uhr
Hilfe, Hilfe!!! 80% der männlichen Jugend sind Amokläufer, die nur auf den richtigen Moment warten um loszulegen. Nichts für ungut, aber da versuchen Leute was zu entscheiden, deren Kinder selber zu alt für Ego-Shooter oder Strategie-Games sind. Wenn es nach denen ginge, dann dürfte man wahrscheinlich nichtmal Super Mario spielen. Oder vielleicht NfS-Carbon, weil man automatisch eine Gefahr im Straßenverkehr darstellt. Mal ehrlich, ich hab nichtmal nen Führerschein und fahre im Spiel besser als manch anderer.
Die Opi's, die hier unbedingt eine Entscheidung erzwingen wollen, haben nicht im Entferntesten eine Ahnung wie ein solches Spiel aussieht, geschweige denn was das Ziel ist.
Wie hat weiter oben jemand so schön geschrieben? "Schon mein Vater war ein potenzieller Gewalttäter, weil er völlig ungehemmt mit seinen Geschwistern Cowboy und Indianer gespielt hat!
" Ich bin der Meinung, dass "Cowboy und Indianer"-Spielen ist wesentlich realer. Allein schon deswegen, weil echte Schmerzen entstehen können, von Verletzungen mal ganz zu schweigen.
Also ihr greisen Politiker. Befasst euch lieber mit Themen, in denen ihr euch auskennt (wenn es die gibt). Z.B. Beamtenmikado.
F.Friedel | 23. November 2006, 17:01 Uhr
Da machen es sich die Politiker wieder einfach. Wenn die sogenannten "Killerspiele" wirklich eine Auswirkung auf einen Amoklauf haben sollten, ja dann müssten jeden Tag Tausende junger Männer Amok laufen.
Grad Counterstrike mal wieder als Killerspiel vorzuzeigen, ist ziemlich an der Realität vorbei. Die Leute die das Spiel kritisieren, können sich ja mal in ein Spiel einloggen und probieren alleine weit zu kommen.
Mann sollte Politiker bei solchen Themen nicht zu ernst nehmen, die haben davon eh keine Ahnung.
Grüße
Thomas
TerminatorQQ | 23. November 2006, 18:46 Uhr
Hi,
eins wundert mich bei der ganzen an den Haaren herbeigezogenen Diskussion: Bekommt ihr von Gamestar eigentlich Anfragen als Experten in diesen Sendungen aufzutreten? Ich mein, in diesen Sendungen laufen sogenannte Experten auf, denen man bei den ersten Wörtern anmerkt, dass sie sich überhaupt nicht mit der Materie beschäftigt haben. Bsp.: In den Tagesthemen am Dienstag oder Mittwoch hat ein "Experte" behauptet, dass Spiele ab 16 zugänglich sind, deren Spielziel ist Frauen zu erwürgen?? Ich spiel seit Jahren keine Shooter mehr, aber dass es so ein Spiel gibt, kann ich mir nicht vorstellen, geschweige denn dass es ab 16 zu haben ist. nur, dieser Typ hat um 10:00 Uhr abends ein Riesenpublikum, dass sich informieren, die Wahrheit erfahren will.
Also, wieso findet man euch/dich nicht in diesen Sendungen? Oder werdet Ihr von meinungsbildenden Medien ebenfalls als "erwachsene Spinner" abgetan die nichts besseres zu tun haben, als zu daddeln?
So, jetzt spiel ich ne Runde Nfs-Carbon, danach gehts mit 200 Sachen durch die Innenstadt ;-)
MaxPayne2 | 23. November 2006, 19:16 Uhr
...der kollege trier war stellvertretend für mich im heute-journal. immerhin. bei "hart aber fair" hat man die anfrage im letzten moment zurückgezogen -- da hätten wir wohl nicht so gepasst...
Gunnar_Lott | 23. November 2006, 19:18 Uhr
Mann...das ist ja hier ploetzlich wie beim Raucherblog.- Das Problem ist doch hier wohl nicht dass es diese Spiele gibt, sondern vielmehr dass sie im Uebermass konsumiert werden. Warum? Weil Mutti und Vati selbst vor der Glotze sitzen und ihre Ruhe haben wollen. Kommunikation in den Familien ist OUT. Kinder brauchen aber Zuwendung um eine gesunde Gefuehlswelt aufzubauen, da werden dann gewalttaetige Spiele (oder auch Drogen etc) als Ersatzmittel benutzt, und das mit fatalen Folgen. Wenn Kinder innerlich verwahrlosen, haben die Eltern schuld. Was ist denn bitteschoen wichtiger, ein neues Auto oder dein Kind?
Miss Helga
http://misshelga.com
misshelga | 23. November 2006, 19:22 Uhr
medien müssen kontrolliert werden. nicht nur in der nutzungsdauer, sondern schon mal im zugang, dafür gibt es ja alterseinstufungen. die zudem hierzulande tendenziell härter sind als, sagen wir, in der relativ amokfreien schweiz. wenn ich das mal so flappsig formulieren darf.
Gunnar_Lott | 23. November 2006, 19:27 Uhr
Zitat:
Die Leiche des Amokläufers von Emsdetten wurde noch obduziert, da ertönte bereits wieder der Ruf nach einem Verbot von "Killerspielen". CDU-Fraktionsvize Wolfgang Bosbach sagte: "Sollte sich tatsächlich herausstellen, dass der 18-jährige Täter sich über einen längeren Zeitraum und intensiv mit sogenannten Killerspielen beschäftigt hat, müsste der Gesetzgeber nun endlich handeln." Bayerns Ministerpräsident Edmund Stoiber kündigte an, eine Initiative zum Verbot von Killerspielen aufs Neue in den Bundesrat einzubringen. Der CSU-Chef: "Nach dem verheerenden Amoklauf von Emsdetten darf es keine Ausreden und Ausflüchte mehr geben. Killerspiele gehören in Deutschland verboten. Sie animieren Jugendliche, andere Menschen zu töten." Brandenburgs Innenminister Jörg Schönbohm (CDU) behauptet: "Killerspiele leisten einen verhängnisvollen Beitrag zur leider wachsenden Gewaltbereitschaft und fördern aggressives Verhalten."
Ja genau, schön das DIE(Politiker) es sich wieder einfach machen. Nur weil ein kleiner Fitzel durchgeknallt ist und in einer Scheinwelt lebt. Müssen die anderen drunter leiden. Spiele seit 12 Jahren Egoshooter Strategie auf Gewalt. Und ich war noch nie Agressiv, im Gegenteil es entspannt mich eher. ;-)
Die Regierung ist auch ein kleiner Fitzel. Kriegt nichts hin und denkt dennoch wir packen das in Deutschland. Also fuer mich leben DIE(Politikernoobs) auch in einer Scheinwelt. Also gehört verboten!!!
Und wenns verboten wird, dann wirds halt im Internet aus den Staaten geschared.
Also viel spass und happy weekend
kasche | 23. November 2006, 19:32 Uhr
Nee, Ihr muesst die Eltern verbieten, denn die sind das Problem.- "Trau keinem ueber 30" war doch frueher schon unser Motto, LOL.
Yeah...Happy Turkey Day, y'all!
Miss Helga
http://misshelga.com
misshelga | 23. November 2006, 19:47 Uhr
Hi,
Als ich die nachricht vom Ammoklauf erfahren hab war ich wie fast jeder geschockt. Doch als die Politiker den Killergames die schuld geben wollen is ja mal das bescheuertste........
Ich würd sagen das es nich speziell die Spiele sind sonder die mitspieler!
Man hat ja erfahren das der ammokläufer keine wirklichen sozailen kontakte hatte und als ausenseiter behandelt wurde. Und sowas passiert Online auch oft man spielt gemütlich und dann ist man schlechter als ein andere und der besser spieler fängt dann mit beleidigungen wie "noob"(heißt so viel wie Anfänger!) an und so schaukelt sich das hoch, man beleidigt den anderen ohne gewissen weil man die person ja eh nicht vorsich stehen hat! bist das dann eskaliert, gefrustet beendet man dann vielleicht das spiel und da man die ganze wut ja sogesehen nicht an den anderen ausgelassen hat sondern nur wut aufbauen kann lässt man dann halt die wut an seine mitmenschen aus!
Und das ist nicht nur bei Killerspielen sonder auch bei den sogenannten mmorpgs!!!(online fantasyrollenspiele)
Ich selber habe mal "Battlefield 2" online im clan gespielt..........wir hatten alle headset und wenn wir einen kampf hatten dann hatten einige Leuten manchmal nen richtigen ausraster die sind richtig ausgetickt nur weil der andere besser war!
In dem zeitpunkt lacht man sich darüber kaputt doch nacher ist das dann doch nicht mehr so lustig wenn man genauer drüber nachdenkt!!
Ich verlange das, dass mal genauer kontrolliert wird!!!!!!!!
Kevin-B | 23. November 2006, 21:42 Uhr
Nenn es Klischee oder auch nicht, aber dieses ausfallende Verhalten was sich raufschaukelt findet man meinst bei Jugendlichen im pubertären Alter. Da sollten die Eltern sich wohl mal besser um ihre Kinder kümmern und ihnen beibringen sich zu beherrschen.. wenn sie das schon nicht selber auf die Reihe kriegen...
RinoCasino | 24. November 2006, 00:28 Uhr
mit welcher idiotensicheren argumenten die hehren politiker, da mal wieder medienwirksam ihren psalm salbatern, ist ja einfach vorherzusehen.
Versuchen sie doch aus jedem noch so schlimmen ereignis ihren nutzen in form von profilierung zu ziehen. Im gemeinsamen pakt mit den medien klappts ja auch ganz prima.
Hätte sich der stoiber in seine birne geschossen, wurden die schädelreste wohl noch immer ich, ich, ich, schreien.... Einfach wider wertig wie hier mal wieder eine einfache antwort für ein vielschichtiges, komplesxes problem presentiert wird.
Soweit ich es mitbekommen habe war der hintergrund, ein sinnentleertes leben ohne jede perspektive. Das ein 18jähriger junger mensch schon so vom leben gezeichnet wae, ist für mich der eigentliche skandal.
Hört sich natürlich nicht so klasse an, wie ein markiges, die Ballerspiele sind schuld....
novamind | 24. November 2006, 02:43 Uhr
Ein sehr guter Kommentar.
Die Äusserungen der Politiker und selbsternannten Fachleute zum Thema kommt mir in etwa so vor als würden kirchliche Würdenträger über Gefahren durch Sex diskutieren und als Allheilmittel Abstinenz empfehlen.
Man kann über Computerspiele streiten, es gibt sicher Gefährdungen (Suchtpotential, Isolation, Entfremdung) über die man nachdenken muss, aber dann doch bitte sachlich unter Einbeziehung von Fachleuten und auch den betroffenen Jugendlichen.
thomas_m | 24. November 2006, 05:29 Uhr
- Einen psychisch labilen Menschen
- der im Leben bereits schlechte Erfahrungen mit seinem Umfeld gemacht hat
- und deswegen in eine zumindest innere Depression gefallen ist.
- Dann brauchen wir noch Zugang zu Waffen, doch wer wer wirklich eine Waffe will bekommt die auch auf irgend einem Weg
- Sollte das nicht reichern brauchen wir noch einen Freundeskreis bzw. heutzutage eher Mitglieder einer Online-Community welche ähnliche Erfahrungen gemacht haben und mit unserem potentiellen Amokläufer schlechte Erfahrungen austauschen und ihn darin bestärken die Sache durchzuziehen.
NightflyerX | 24. November 2006, 09:32 Uhr
Die momentanen Verbote, die schon in Kraft sind reichen meiner Meinung nach völlig aus.
Das Problem sehe ich eher in den Eltern, die oftmals gar nicht wissen, was ihre Kinder am PC spielen.
Welchen Nutzen hat es denn bitte, wenn ein Spiel "frei ab 16" ist und effektiv schon die 12 Jährigen daran sitzen.
Die effektivste Prävention kommt doch immer noch davon dass die Jugendlichen nicht mit ihren Problemen allein gelassen werden.
wie hier schon mehrfach gesagt, armes Deutshcland wenn wir uns nur mit Symptonen befassen und nicht die Wurzel (z.b. soziale Unzufriedenheit etc.) angehen.
Green_Knight | 24. November 2006, 09:43 Uhr
Ich kann dem Author nur zustimmen, und bin froh das die Berichterstattung endlich auch kritisch hinterfragt wird.
Als ich im Radio davon hörte hat die Moderatorin im nächsten Satz darauf hingewiesen das erjenige ja Killerspiele gespielt hat.
Ich spiele auch gerne Ego Shooter und.. verkaufen sich ja auch Millionenfach.
(siehe halflife // erster mod -> cs0.7beta)
Schade das sich so wenig Redakteure mit der Realität auseinandersetzen...
relevanze | 24. November 2006, 09:45 Uhr
Killerspiele sind schuld....herrlich! Kein Wort darueber wie gezielt und progressiv die Gesellschaft von der Wirtschaft verblödet wird! ERWACHSENE uebernachten vor den Laeden um die neuen Playstations mit freudigem Gekreisch zu ergattern! Erwachsene sind die Hersteller von diesen Verbloedungsapparaten! ERWACHSENE denken sich immer neue idiotische Spiele aus! Und die Kinder machens dann nach und verkommen zu geistigen Wichsern in ihren „Wohnungszellen“ derweil die Eltern lange Plaene schmieden fuers neue Auto mit 200PS, um die wirklich „auszufahren“ allesamt zu daemlich oder schon zu alt sind. Die Spiele sind also Schuld? Kann sein...denkt da nur mal an die Hitlerjugend, da wurden Millionen von einem Gamemaster gezielt verbloedet! Was haette wohl ein Goebbels mit solchen Playstations alles angefangen !
Last doch die armen amoklaufenden Kinder in Ruhe....was sind denn schon ein Paar erschossene Kinder weniger auf der Welt? Alles schon dagewesen!
Mein Vorschlag:
1)Killerspiele verbieten!
2) Pornospiele marketinggerecht lancieren!
3) Gesetzliche Bibel und Koranstunden einfuehren
4) Tom Cruise und Oral Roberts als oberste Sitttenwaechter ins Amt heben
Dann vermehren sich die Idioten noch mehr auf dieser Welt , drehen sich gegenseitig die Haelse um und Krauss-Maffei, GeneralDynamics,Heckler&Ko
Ja und vor allem....herrlich viel billige Arbeitskraefte..da braeuchte dann VW nicht mehr in China produzieren. Die Paar erschossen Kinder sind dann halt nur ein bisschen „collateral damage“.
Prost!
audax | 24. November 2006, 10:11 Uhr
Der Kommentar von Aktionkuba trifft den Nagel auf den Kopf. Geistige Tiefflieger, selbsternannte Experten oder von den Behoerden ernannte Experten, die keine Ahnung haben. Dem jungen Mann, Opfer/Taeter haette in einer anderen gesellschaft geholfen werden koennen. Alt und Jung muss miteinander reden, es ist Aufgabe der Regierung sich um die Jugend zu kuemmern, und zwar ernsthaft und wirkungsvoll. Verbote sind laecherlich, wir sollten dafuer sorgen, dass wir wieder eine Gesellschaft mit Moral, Ethik und Menschlichkeit bekommen. Manager, die versagen, kann man meistens entlassen. Parasiten bekaempft man mit Insektenmittel, was machen wir mit den Regierenden, die unsere Steuern verwirtschaften und wer auch immer hinter ihnen steht fuer die Bevoelkerung Nichts tut. Da redet man schon uebe das Verbot der exrem Rechten und der Linken, dass es sie gibt ist eigentlich der Beitrag der Regierung. So laeuft das Geschaeft nicht. Es wird Zeit die Ursache allen Uebels zu beseitigen.
Recht hat und bekommt wer das Geld hat. Demokratie und Freiheit sind fiktiv, hat es nie gegeben. Scheint wohl zu stimmen, die Verdummung der Jugend ist in der Tat gewollt, damit schaffen sich die, die wir nicht erkennen eine gute Basis fuer spaeter. Die Mittelschicht wird eliminiert und eines Tages bekommen wir noch Lebensmittel Gutscheine zugeteilt. Wir sollten uns eigentlich nicht weiter verarschen lassen. Wir sind das Volk und erwarten von den Gewaehlten unsere Interessen wahrzunehmen, nicht die Interesse anderer Maechte.
Es genuegt schon, dass uns einige Medien bereits in eine Richtung lenken, die nicht gut fuer uns ist.
Valerius | 24. November 2006, 11:18 Uhr
Erstmal vorweg.... ich werde zwangsläufig zum Amokläufer...man man .... geht ja auch gar nicht anders, da ich selbst die sogenannten Killerspiele spiele....
Ich vertsehe nur einfach nicht warum es den Begriff "Experten" überhaupt gibt... möglich wäre, das man solche Menschen benötigt, weil sie Ahnung von allem haben (da sie ja Experten sind). Also wer schon lange gelebt hat bevor Jemand überhaupt etwas z.B. von Microsoft gehört hatte, der sollte lieber den Ball flach halten.
An dieser Stelle danke ich auch allen Vorrednern, die mir aus der Seele sprechen...
Ich glaube man sollte aber aus Sichherheitsgründen Bush und Co. Bescheid sagen, da in vielen asiatischen Ländern solche "Killerspiele" live im Fernsehen bzw. in großen Stadien übertragen werden, sprich hier werden potenzielle Amokläufer herangezüchtet....
So nun mal ernst... das soetwas mit Teamplay oder Spaß am Spiel zu tun haben könnte und nicht das ich mich auf einen Amoklauf vorbereite würde warscheinlich Stoiber und Co. nicht einfallen. Es ist eher eine Art Hobby bzw. bis zu einem gewissen Grad eine "Sportart"(hier werden warscheinlich einige schmunzeln).
In diesem Sinne gehe ich mich nun wieder auf meinen Amoklauf vorbereiten ^^...sprich ich geh zggn....
Zen0n | 24. November 2006, 12:44 Uhr
Also am besten sollte man alles verbieten! "Killerspiele", Kaffee (ein Teufelszeug!) und vor allem Swingmusik! Damit hat doch alles erst angefangen. Und jetzt haben wir den Salat.
Es sind ja nicht nur die Amokläufer. Da sind ja noch Gletscherschmelze, Tsunamis, Bürgerkriege in Afrika und so weiter.
Und bitte keine Diskussionen darüber wieviele echte Menschen diese Jahr schon durch Kugeln aus deutschen Waffen getötet wurden. Das tut doch hier überhaupt nichts zur Sache. Hier geht es um "Killerspiele" und nicht um irgendwelche Kisten mit G3 Gewehren im Kongo oder Äthiopien.
Aber sehen wir uns das doch mal an. Durch "Machwerke" wie Moorhuhn werden doch schon unsere Jüngsten, unsere Hausfrauen und sogar Beamte systematisch an völlig sinnlose virtuelle Gemetzel gewöhnt und verlieren dabei jede moralische Grundlage. Das ist doch die Situation!
Und dann noch Kaffee und Swingmusik!
Ich möchte gar nicht wissen was uns da noch bevorsteht.
Gut, daß unsere Politiker hier endlich mal Schulterschluß zeigen und diesem schändlichen Treiben einen Riegel vorschieben.
Verbieten, alles verbieten!
Erwin Noergler
"Die Zensur ist die jüngere von zwei schändlichen Schwestern, die ältere heißt Inquisition."
– Johann Nepomuk Nestroy
erwin.noer | 25. November 2006, 17:41 Uhr
Unsere Jugendlichen werden in erster Linie durch ihr Elternhaus geprägt. Wenn dieses versagt - auf Grund Vernachlässigung - muss dann irgend ein anderer Sündenbock gefunden werden. Meiner Meinung nach liegt es mit an unserem System und unserer Gesellschaft. Der Druck dem wir alle ausgesetzt sind, lässt uns ja kaum noch die Spielräume, die so wichtig für unser Privatleben sind. Wenn sich Kinder vernachlässigt fühlen, suchen sie nach Alternativen, die ihnen die Beachtung, Bestätigung und Aufmerksamkeit geben, die sie bei ihren Eltern nicht mehr finden. Auf's Abstellgleis geschoben mit den Worten: "Hier hast du ein Spiel, geht in dein Zimmer und nerv uns nicht" ziehen sich Kinder zurück in ihre eigene Welt. Wenn Killerspiele DAZU kommen, könnte ich mir vorstellen, wird ein Teufelskreislauf losgetreten. U.U. kann hier die Bestätigung gefunden werden, die ansonsten fehlt und ein gewisses Machtgefühl ausgelebt werden. Es gilt hier auch nicht jeder Jugendliche als potentieller Killer, sondern nur die schwierigen Einzelfälle. Es ist doch immer wieder merkwürdig zu hören oder zu lesen, dass ALLE vorher etwas "geahnt" oder "gewusst" haben wollen, aber keiner offensichtlich in der Lage war einzugreifen. Es war erschütternd bei der Pressekonferenz von den Beamten und Politikern zu hören, wie sehr sie die Situation auf Grund des Vorfalls und der daraus gewonnenen Erkenntnisse in Erfurt im Griff hatten. Leute, müssen denn erst massenweise Menschen sterben, verletzt und traumatisiert werden, damit endlich präventiv gearbeitet wird, um so etwas in Zukunft zu verhindern??? Und machen wir uns doch nix vor: In der heutigen Ellbogengesellschaft, wo sich viele selbst verwirklichen wollen und vermeintlich auf nichts verzichten können, ist einfach kein Platz für Kinder.
Ist das die neue Qualität unserer ignoranten und kaputten Gesellschaft???
Nachdenklich Grüße
arachnidae | 26. November 2006, 07:17 Uhr
Mich ärgert am meisten die heuchlerische und oberflächliche Berichterstattung zu diesem Vorfall. Da entsetzen sich die Medien darüber, daß der Amokläufer alles minutiös geplant und zur Veröffentlichung vorbereitet hat, damit die ganze Welt über ihn spricht und er dadurch "unsterblich" wird - und gleichzeitig wird bis ins letzte Detail berichtet, das Tagebuch abgedruckt, die Links zum Abschiedsvideo veröffentlich, damit sich wirklich auch noch der Allerletzte, der es bis jetzt noch nicht mitbekommen hat, alles durchlesen und sich vielleicht noch die eine oder andere Anregung holen kann.
Ansonsten habe ich am Rande ein paar Fernsehberichte dazu gesehen, die so sensationsheischend und oberflächlich waren, daß wir laut lachend vorm Fernseher saßen. Da plaudern kleine Jungen fröhlich vor der Kamera über Spiele, die sie schon aufgrund ihres Alters noch gar nicht kennen dürften - das stört aber offenbar niemanden (und das, wo doch Killerspiele des Teufels sind!). Schnell werden ein paar "ehemalige Freunde" vor die Kamera geholt, die dann Sachen von sich geben wie: "Das war voll der Superfreak, der hat immer schwarze Klamotten getragen, komische Musik gehört und Killerspiele gespielt"- nee is klar... Wenn das die Definition für einen Amokläufer ist, dann sind mein Mann und ich und ungefähr 3/4 unseres Bekanntenkreises auch potentielle Amokläufer, nur wußten wir es bis jetzt noch nicht. Gut, daß uns das mal einer gesagt hat, jetzt wissen wir wenigstens, in welche Schublade wir gehören.
Titania | 27. November 2006, 14:24 Uhr
ich persönliche spiele so gut wie nie am Computer und wenn dann selten die sog. Killerspiele. Es ist aber schon sehr bezeichnend, wenn Menschen, die in Ihrem Leben mit Sicherheit weder eines dieser Spiele gespielt noch eins im Regal eines entsprechenden Marktes gesehen haben, davon reden diese zu verbieten. Da versuchen sich engstirnige Menschen auf Kosten einer Tragödie in den Vordergrund zu spielen ohne jedoch tatsächliche Ursachenforschung zu betreiben. Leider ist das nicht nur in diesen Bereichen zu beobachten. Haben denn nicht vielmehr Eltern, Lehrer und auch Mitschüler versagt? Anstatt eine Debatte über Killerspiele zu führen sollte man lieber eine Debatte über unser Verhalten unseren Kindern gegenüber führen! Vielleicht sind ja Gespräche und gemeinsame Aktivitäten sinnvoller als TV und PC?!
TinyToon | 27. November 2006, 17:41 Uhr
Habe soeben diesen news bei yahoo usa gefunden, ist zwar leider nur in englischer Sprache aber ich denke dass die meisten verstehen was gesagt wird. (bitte in das Adressfled des Browsers kopieren)
http://news.yahoo.com/s/hsn/20061128/hl_hsn/videogameviolencegoesstraightt
Miss Helga
http://misshelga.com
misshelga | 29. November 2006, 07:21 Uhr
Hallo!
Kurz zu mir: 45J, Realschulabschluss, gelernter Kfz-Mechaniker, arbeitslos und Killer-Spiele-Spieler. Die habe ich aber auch schon vor meiner Arbeitslosigkeit gespielt. ;-)
Hat sich jemand mal das Kinderprogramm im Fernsehen angeschaut?
Insbesondere die Zeichentrickfilme.
Da wird nur geballert und irgendwelche Superhelden schießen mir Laserkanonen durch die Gegend. Also mein Kind dürfte so etwas nicht schauen.
Da werden schon sehr früh die faschen Werte vermittelt. Allerdings sollte man seinen Kindern auch beibringen, dass die Welt böse ist.
Nun aber ist der Mensch auch nur ein Tier und der Jagd-Trieb immer noch vorhanden.
Und da wir nur selten zur Jagd gehen, ist es doch schön, wenn man diesen Trieb am PC befriedigen kann. Der gesunde Mensch kann dort auch unterscheiden, ob er einen virtuellen Pixel-Menschen tötet, oder ein lebendiges Wesen.
Ich persönlich schau in letzter Zeit immer weniger Fernsehen, das heißt eigentlich nur noch Dokus. Mann braucht ja nur Mal die Nachrichten an einem Tag auf allen Kanälen vergleichen. Da kommen für dieselbe Situation total verschiedene Aussagen zustande.
Was soll man da noch glauben.
Für vieles braucht man einen Schein, bloß zum Kinderbekommen nicht!
Viele Paare sind sich der Verantwortung nicht bewusst, wenn sie Kinder in die Welt setzen.
Das sind mindestens 18 Jahre intensiver Betreuung. Und die haben keinen Knopf zum Ausschalten!
(leidvolle Erfahrung: Eltern geschieden)
Außerdem bin ich für die Einführung von Schuluniformen.
Dann sind zumindest in der Schule alle gleich und keiner kann mit Markenklamotten angeben.
Gruß Heiko aus Berlin
hgberlin | 07. Dezember 2006, 19:22 Uhr
Gunnar Lott (39) spielt Videospiele. Und schreibt darüber. Hauptberuflich. Seit vielen Jahren. Seine Brötchen verdient er als Director Online beim möglicherweise besten Spiele-Magazin der Welt. Außerdem sitzt er in Jurys und hält Vorträge. Über Spiele-Themen, natürlich. Privat beschimpft er die Welt in seinem Weblog kaliban.de. Äußerst subjektiv. Und fast täglich.
![]()
| « | November 2009 | » | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Mo | Di | Mi | Do | Fr | Sa | So |
| 1 | ||||||
| 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 |
| 9 | 10 | 11 | 12 | 13 | 14 | 15 |
| 16 | 17 | 18 | 19 | 20 | 21 | 22 |
| 23 | 24 | 25 | 26 | 27 | 28 | 29 |
| 30 | ||||||