Videospieler vs. Waffenlobby 0:1 « » »Killerspiele«: Gottseidank, ein Sündenbock
Könntest du nicht mal Interviews mit leuten machen die wirklich ahnung haben.
Bin ziemlich enttäuscht das Personen wie Herr S. bei einem Magazin wie Stern zu Wort kommen und unwahrheiten verbreiten. Und eben die User, Jugendliche, Experten aus der Spielbranche, Pädagogen und Eltern nicht zu Wort kommen um diese Lügen zu widerlegen.
Ist es wirklich mittlerweile soweit gekommen, das nach Bush vorbild, gelogen und betrogen werden kann, das in Medien veröffentlicht wird und darauß keine Konsepuenzen entstehen?
Lott, kämpf für die Wahrheit! Einer muss es ja machen!
Jay06 | 08. Dezember 2006, 16:23 Uhr
Wer zur Gewalt neigt braucht keinen Spiele um diese zu entdecken. Ich Spiele mein Leben lang und bin 39.
Habe noch nie Gewalt ausgeuebt. Es gibt bestimmt mehr als eine Milliarde Spielkopien seit 198X Welteweit verbreietet die was mit Gewalt zu tun haben und wie oft sind Schiessereien auf den Schulen vorgekommen?
Kind Regards, Peter
uzunp | 08. Dezember 2006, 17:14 Uhr
Herr Lott, Sie sind ein Schatz. Mir aus der Seele geschrieben. Danke.
mitchomitch | 08. Dezember 2006, 17:43 Uhr
@jay: machen wir doch. auf http://www.gamestar.de/aktuell/special/emsdetten/
beispielsweise.
Gunnar_Lott | 08. Dezember 2006, 17:56 Uhr
Liebe stern-Redaktion,
hier habt ihr einen so gescheiten Mann und lasst ihn sogar auf euerer Seite einen Blog schreiben, aber kriegt es nicht gebacken ihn zu einem stern-Interview für euer Magazin einzuladen?! Das ist mehr als peinlich! Seid ihr genauso verblendet wie der Rest der nicht-spielenden Bevölkerung? Das ist mal wirklich einer der wenigen Experten, die Deutschland auf diesem Gebiet hat (mal abgesehen von den vielen Jugendlichen, aber denen würde wohl kaum einer Gehör schenken)! Schnappt ihn euch!!!
Walwing | 08. Dezember 2006, 18:20 Uhr
...aber alles Geklage über inkompetente Politiker hilft nicht wirklich weiter.
Wieso gehört stern.de auch zu jenen Medien, die in Schlagzeilen relativ einseitig berichtet, ohne die Gegenseite in gleicher Form zu Wort kommen zu lassen? Dabei werden mediale Wortschöpfungen wie "Killerspiele" einfach mal so übernommen.
Kommentieren ist ja schön und gut, und ebenso wichtig. Dennoch wünsche ich mir mehr Objektivität und Ausgewogenheit.
brainuser | 08. Dezember 2006, 18:50 Uhr
...lasst doch mal die kollegen von stern.de zufrieden. immerhin darf ich hier gast sein. und immerhin haben sie sich um ausgewogenheit bemüht. »killerspiele« ohne anführungszeichen ist natürlich eine frechheit, zugegeben.
Gunnar_Lott | 08. Dezember 2006, 18:56 Uhr
Ich finde es sehr gut, dass sich endlich mal jemand zu Wort meldet, der wirklich Ahnung von dem Thema hat. Ich würde mir wünschen, dass ihm auch Gehör geschenkt werden würde, doch leider melden sich immer die zu Wort, die eben keinen Schimmer haben worum es wirklich geht.
Ich mache Stern keinen Vorwurf, denn sie versuchen einigermaßen ausgewogen zu recherechieren.
Doch es wäre schon schön, wenn der Stern auch solche Leute interviewen würde. Glaubt mir vom Stern, es ist nicht schlimm, mal eine leider nicht so verbreitete Meinung abzudrucken.
Sunwalker | 08. Dezember 2006, 19:52 Uhr
Ich habe mich letztens schonmal gefragt, ob Gamestar bald ein Teil der Redaktion außerhalb von Bayern ansiedeln muss, weil Herr Stoiber ja Killer-Spiele unter Strafe stellen will.
Ich hoffe das es nicht soweit kommt.
Gruss Thomas
TerminatorQQ | 08. Dezember 2006, 20:35 Uhr
Vielleicht sollte Herr Schünemann mal durch Kneipen mit Stammtischen ziehen. Oder hat er das schon? Seine Argumentation erinnert mich ganz schön an die, die die Stammtischleute so von sich geben.
Hat er eigentlich schon gesteckt bekommen, daß man sich verbotene Spiele auch aus dem Internet besorgen kann? Ist dann also das Internet das nächste was verboten wird?
Zutrauen würde ich dies den Schünemanns und Becksteins dieser Nation! Nur schade, daß diese Leute nicht ehrlich und realistisch argumentieren können und sich so wenig mit der Realität beschäftigen! Ein paar Schüler, die mit Waffen durch die Schulen ziehen, wird es trotzdem geben und die nächste Frage, Herr Schünemann, ist, wie wollen Sie die Verbote kontrollieren? Mit Ihrer absolut kaputt gesparten Polizei, die für ihre jetzigen Aufgaben schon zu wenig Personal und zu schlechtes Material hat? Mit 486ern jagt auf jugendliche Spielern machen! Das stell ich mir lustig vor...
SeUlBr | 08. Dezember 2006, 22:12 Uhr
menschen wie schünemann haben sich schon vor längerer zeit in virtuelle welten geflüchtet und sich darin verloren. ironisch eigentlich.
ntropie | 09. Dezember 2006, 00:10 Uhr
Ich glaube ja, dass der Stern dieses Interview so abgedruckt hat, gerade um den Schünemann vorzuführen und aufzuzeigen, wieviel Ahnung er hat. Er entblößt sich doch im Endeffekt selber und zeigt darüber hinaus noch seine Haltung zum Thema Demokratieverständnis, die ich erschreckend finde( Gesetze nach seinem Empfinden, ohne Gutachten, ohne Diskussion)
Ich hätte mir allerdings jemanden gewünscht, der dazwischenhakt und ihn festnagelt. Er hat sich ja gewunden wie ein Fisch und hat somit auch nicht gesagt, auf welche Spiele er sich genau bezieht. Schade eigentlich.
Den Blogeintrag finde ich klasse, schade, dass die "Gegenseite" keine ausgewogene Plattform in der Diskussion hat und nicht gleichberechtigt auftreten kann, zumindest nicht in den großen Blättern.
Lady_Sniper | 09. Dezember 2006, 00:44 Uhr
N'abend zusammen.
Ich kann absolut nicht finden, dass stern.de unausgewogen berichtet. Wir haben Umfragen unter den Lnädern zum Verbot der Spiele gemacht, wir haben zwei Kommentare, die sich gegen ein Verbot aussprechen, wir haben ausführlich mit der USK gesprochen und sie fast ungekürzt veröffentlicht. Zudem bin sehr froh, dass wir Gunnar Lott gewinnen konnten, für stern.de zu bloggen. Es freut mich immer wieder, dass er die aktuelle Debatte aufgreift und mit seinen Beiträge auf der Homepage vertreten ist.
Wir lassen die Leser/Spieler selbst zu Wort kommen, denn in jedem Artikel zum Thema gibt es einen fett angeteaserten Kommentarkasten. Hierbei handelt es sich nicht um Foren, die irgendwo hinten versteckt werden. Die Beiträge stehen gleich unter dem Artikel.
Es ist aber auch unsere Aufgabe, die Becksteins und Schünemanns zu Wort kommen zu lassen. Übrigens: Wem es noch nicht aufgefallen ist - "Killerspiel" schreiben wir ab gestern nur noch in Anführungszeichen.
Besten Gruß, Henry Lübberstedt, stern.de
Hinnak | 09. Dezember 2006, 00:46 Uhr
ich bezog mich auch auf die gesamte Diskussion, der Stern erscheint mir zumindest ausgewogener als andere Plattformen( Boulevardmedien ist eh klar, aber auch seit Jahren Frontal21, die Hart aber fair Sendung zum Thema...), dennoch denke ich, das es noch nicht gleichberechtigt läuft.
Ich denke, die Wirkung eines Kommentars oder eines Blogeintrags ist anders als die eines Berichtes oder eines Interviews mit einer vermeintlichen Autoritätsperson. Ich kenne mich halbwegs mit der Materie aus und kann Unsinn aus dem Interview aussieben, der unbedarfte Leser kann das nicht.
Und dann ist es schade, dass die Interviews einfach so im Raum stehengelassen werden.
Sie haben eine entlarvende Wirkung, aber nur, wenn man sich auskennt.
Ich würde es gut finden, wenn mal wieder zu den Fakten zurückgekehrt wird, vielleicht reicht schon ein einfacher Infokasten.
Es kann nicht sein, das unwahre Behauptungen im Raum stehen bleiben, ohne dass mal klar gestellt wird, was in Deutschland zum jetzigen Zeitpunkt gespielt werden darf und was nicht. Und was Herr Schünemann da sich hat vorführen lassen kann man mit Sicherheit nicht in Deutschland kaufen.
Lady_Sniper | 09. Dezember 2006, 01:06 Uhr
Hinnak hat wohl recht. Ein ausgewogener Bericht, spaeter kommt wohl mehr...
Immer, wenn was passiert, kommen erste plakative
Meinungen von Politikern, die sich mit "Durchgreifen"
ein Image erhalten oder erschaffen wollen. Nach ein Paar Wochen hat sich der Wind wieder gedreht und Aussenpolitik ist auf der Titelseite. Danach wieder Oelpreis und so weiter...
Alles Gute!
Cliff78 | 09. Dezember 2006, 09:58 Uhr
na, WAS fuer eine ueberraschung!!!!!
herbieinspain | 09. Dezember 2006, 11:33 Uhr
Zu Beginn der ganzen "Killerspiel" Diskussion war ich ja noch amüsiert, die Reaktionen der Politiker waren so Vorrausehbar wie der Greifreflex eines Babys. Bei der ersten Radiomeldung zum Thema Emsdetten war mir klar das diese Diskussion wieder aufflammen wird.
Mittlerweile bin ich ziemlich erschreckt über unsere Politiker, bzw. die Art und Weise deren Umgangs mit diesem Thema macht einen auch ängstlich und hilflos. Sind die bei jedem Thema soweit weg von der Realität, z.b. Gesundheitsreform, Arbeitsmarkt, Bildung, etc...? Alles Themen die weitaus wichtiger sind als Computerspiele. Wenn dort auch die Experten auf den Gebieten nur noch die Hände über den Köpfen zusammenschlagen, siehts echt düster aus. Ich mein, jedes Mal wenn die öffentliche Diskussion auf ein Thema kommt von dem ich Ahnung habe, frage ich mich, haben die den Knall eigentlich noch gehört...
MaxPayne2 | 09. Dezember 2006, 13:33 Uhr
Erinnert sich eigentlich noch jemand an seine eigene Kindheit? Wir haben damals Cowboy und Indianer gespielt -
natürlich haben die Cowboys reihenweise die Indianer getötet. Nun frage ich mich - dürfen meine Kinder so etwas gewaltverherrlichtes Spielen ohne daß ich Angst haben muß, sie zu Massenmördern zu erziehen?
Im ernst - früher gab es auch schon "Killerspiele" bloß damals sind die Kids noch in einer "analogen" Welt umhergetobt, während sie sich heute in einer digitalen Welt austoben können...
Die ganze Diskussion erinnert mich an die Schuldzuweisungen nach dem Columbine-Massaker, als es hieß, einer der Täter sei durch das hören von Marylin-Manson-Musik zum Amokläufer geworden. Und irgendwelche ultrakonservativen US-Politiker wollten doch glatt die Musik von Marylin Manson indizieren lassen. Welch Irrsin... Hitler hörte sehr gerne Wagner-Opern - ist schon jemand auf die Idee gekommen, den "Ring" zu verbieten?
Mercutio73 | 09. Dezember 2006, 15:02 Uhr
Es begab sich aber zu der Zeit... da griff ein Hund einen Menschen an. Und weil dieser Hund häßlich war und nicht knuffig-süß, wurde er zum Killerhund erklärt und alle, die aussahen wie er, ebenso. Die vielen Hunde, die aussahen wie der jetzt frisch getaufte "Killerhund" und noch nie auch nur einen Marienkäfer geschnappt hatten, die wurden ignoriert. Genau wie die vielen knuffig-süßen Hunde, die es gar nicht abwarten können, nach Kinderfingern und Erwachsenenwaden zu schnappen.
Und so werden alle Computerspiele, die nicht knuffig-süß sind, pauschal verurteilt, und knuffig-süße Computerspiele (wie viele haben schon mal bei den SIMS ein Haus ohne Fenster, Klo und Türen gebaut und den Bewohner kläglich verhungern lassen?) werden pauschal gelobhudelt. Aber kein Computerspiel bringt einem Menschen bei, wie man im echten Leben an scharfe Waffen kommt, wie man Bomben baut oder Menschen haßt. Das können einem nur andere Menschen beibringen - notfalls via Internet.
Toreador | 09. Dezember 2006, 15:56 Uhr
was soll das heissen, lieber herr Lott, dass der niedersächsische innenminister Schünemann "selbst mitglied im sportschützenclub Holzminden" ist? was hat das mit seiner kritik an "Killerspielen" zu tun? wollen Sie da einen zusammenhang andeuten? dann gehen Sie mal auf einen Schiessstand! die braven typen, die da löcher in pappscheiben stanzen, sind von jeder killerei nun wahrlich weit entfernt. da liefern eher unsere kasernen einen passenden hintergrund. die killerei, die am computer neuerdings so verpönt ist, ist genau das, was wehrpflichtige lernen!
gruss von panzertom, Hamburg
panzertom | 10. Dezember 2006, 16:24 Uhr
...dass jemand, der offenbar keine berührungsängste mit echten waffen hat, sich so über virtuelle waffen aufregt.
das war mein harmloser gedanke dazu, mehr nicht.
einen zusammenhang gibt es aber auch, jetzt, wo ich nochmal drüber nachdenke. ist aber ein thema für sich. mehr dazu demnächst in diesem blog.
Gunnar_Lott | 10. Dezember 2006, 16:30 Uhr
Herr Schünemann darf sich gerne mal an die "Bundeszentrale für politische Bildung" wenden, sicherlich keine Einrichtung, die man als "Industrienah" diffamieren kann.
Dort gibt es ein paar schöne Essays zum Thema Computerspiele, die eigentlich ziemlich deutlich eine Aussage vertreten:
Virtuelle Gewalt führt nicht zwangsläufig zu reeler Gewalt, und die Wirkungsforschung steckt noch in den Kinderschuhen.
Der Zusammenhang ist eben nicht so eindeutig, wie es die "Hardliner" gerne hätten.
Für jedes Gutachten, das einen Zusammenhang angeblich belegt, gibt es ein anderes, das diesem widerspricht. Also sollte Herr Schünemann nicht so tun, als stünde "die Wissenschaft" geschlossen hinter ihm. Herr Pfeiffer und Herr Spitzer, ja. Aber bei weitem nicht alle. Bei weitem nicht.
Dossiers der BPB zu finden unter (dort unter Medien, Computerspiele):
http://www.bpb.de/
RealityCheck | 11. Dezember 2006, 01:05 Uhr
Gunnar Lott ist schon 40, hat aber trotzdem nichts Besseres zu tun als im Web zu surfen, Videospiele zu spielen und in seinem privaten Blog kaliban.de die Welt zu beschimpfen.
Jedenfalls dann, wenn Frau und Kind und Katze endlich im Bett sind.
Früher war er mal Chefredakteur eines tollen Magazins*; heuer geht er tagsüber in ein Haus voller Leute und macht da irgendwas, was mit Internet zu tun hat, er aber niemandem so richtig erklären kann. Er bekommt aber Geld dafür und hat das Wort "Director" auf seiner Visitenkarte* stehen.
Und das ist ja immerhin schon mal was.
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