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Videospieler vs. Waffenlobby 0:1 « » »Killerspiele«: Gottseidank, ein Sündenbock

Ein gestandener Politiker lügt...

Gunnar Lott | 08. Dezember 2006 16:24 Uhr

...sicher nicht. Zumindest aber ist er nicht vernünftig informiert, denn was der Herr Schünemann (CDU) über »Killerspiele« sagt, geht auf keine Kuhhaut. Das ist etwa so, als würde ich schreiben, dass im Keller von Frau Merkel allabendlich Schwarze Messen gefeiert werden.

Der Tatort: ein frisches Interview auf stern.de. Herr Uwe Schünemann, 42, Innenminister von Niedersachsen, spricht über sein Lieblingsthema, die Computerspiele. Und gibt frank und frei zu, dass er so wirklich Ahnung nicht hat: »Ich habe nicht gespielt, sondern ich habe mir diese Szenen aus mehreren Spielen zeigen lassen.« Nun, man könnte argumentieren, dass Spielen eine andere Art Erfahrung ist als Anschauen. Und dass ein Zusammenschnitt »Worst of« vielleicht keine seriöse Art der Vorbereitung auf eine Debatte ist. Aber hey, geschenkt. Immerhin weiß er ganz genau, wie Spiele so sind: »Sie müssen auf einen Knopf drücken. Dadurch wird etwa ein Arm mit einer Kettensäge abgetrennt. Diese Handlung wird zudem positiv bewertet, wenn man sein Opfer zuvor quält. Fürs Arm-Abtrennen gibt es 100 Punkte, fürs Kopf-Abtrennen 1000 Punkte.« Und natürlich wird »gefoltert und getötet«, sogar »in brutalster Form«. Schlimm wäre das, wenn's denn stimmen würde. Stimmt aber nicht. Ich kenne kein in Deutschland frei erhältliches Spiel, in dem derlei Dinge passieren. Und ich beschäftige mich immerhin berufsmäßig mit dem Thema. Deutschland hat seit vielen Jahren strengere Maßstäbe als andere Länder, die Hersteller sind sensibilisiert, der Handel hat Angst vor schlechter Presse -- die Liste der Spiele, die in, sagen wir, der Schweiz erscheinen, in Deutschland aber nicht, die ist lang. Das ficht aber natürlich einen Schlagzeilenjäger wie den Herrn Schünemann (übrigens Mitglied im Sportschützenclub Holzminden) nicht an: einfach mal was behaupten, schon hat man die Betroffenheitshoheit über das Gespräch. Kann ja eh keiner nachprüfen, wer weiß schon, was in diesen Spielen alles passiert. Das bleibt dann natürlich hängen, und selbst aufgeschlossene Menschen kommen ins Grübeln -- wo so viel Rauch ist, muss ja auch Feuer sein.
Am Rande: Was diese irrsinnige Debatte für Folgen bei Jugendlichen hat, ist noch gar nicht abzusehen. Wann hat man das schon mal, dass ein 16jähriger Hauptschüler qua eigener Erfahrung Aussagen von Wissenschaftlern, Politiker, Redakteuren widerlegen kann? Wird ihm das Vertrauen in Medien und demokratische Institutionen geben? Wird er denken, dass man ihn und seine Lebenswelt ernst nimmt, wenn der in diesen Tagen viel zitierte Prof. Dr. Pfeiffer unwidersprochen im Fernsehen behaupten darf, im klatschbunten Fantasy-Spiel » World of WarCraft« trete man mit modernen Armeen gegeneinander an? Wenn man die Politikverdrossenheit fördern will, bitte-schön, eine bessere Methode gibt es kaum. Ärgerlich nur, dass die Protagonisten der Debatte auch noch von Steuergeldern bezahlt werden.

Aber egal, wenn alles schief geht mit den Kids, dann können sie ja immer noch in den Schützenverein eintreten. Das hilft immer, denn wie sagte Herr Schünemann auf dem »Nordwestdeutschen Schützentag« so schön: »die Vermittlung von Werten durch den Schießsport an unsere Kinder und Jugendlichen trägt zur Integration in die örtliche Gemeinschaft bei.«

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Kommentare

Bravo 

Könntest du nicht mal Interviews mit leuten machen die wirklich ahnung haben.
Bin ziemlich enttäuscht das Personen wie Herr S. bei einem Magazin wie Stern zu Wort kommen und unwahrheiten verbreiten. Und eben die User, Jugendliche, Experten aus der Spielbranche, Pädagogen und Eltern nicht zu Wort kommen um diese Lügen zu widerlegen.
Ist es wirklich mittlerweile soweit gekommen, das nach Bush vorbild, gelogen und betrogen werden kann, das in Medien veröffentlicht wird und darauß keine Konsepuenzen entstehen?
Lott, kämpf für die Wahrheit! Einer muss es ja machen!

Jay06 | 08. Dezember 2006, 16:23 Uhr

Wer es in sich hat, hat es in sich 

Wer zur Gewalt neigt braucht keinen Spiele um diese zu entdecken. Ich Spiele mein Leben lang und bin 39.
Habe noch nie Gewalt ausgeuebt. Es gibt bestimmt mehr als eine Milliarde Spielkopien seit 198X Welteweit verbreietet die was mit Gewalt zu tun haben und wie oft sind Schiessereien auf den Schulen vorgekommen?

Kind Regards, Peter

uzunp | 08. Dezember 2006, 17:14 Uhr

 

Herr Lott, Sie sind ein Schatz. Mir aus der Seele geschrieben. Danke.

mitchomitch | 08. Dezember 2006, 17:43 Uhr

 

@jay: machen wir doch. auf http://www.gamestar.de/aktuell/special/emsdetten/
beispielsweise.

Gunnar_Lott | 08. Dezember 2006, 17:56 Uhr

 

Liebe stern-Redaktion,

hier habt ihr einen so gescheiten Mann und lasst ihn sogar auf euerer Seite einen Blog schreiben, aber kriegt es nicht gebacken ihn zu einem stern-Interview für euer Magazin einzuladen?! Das ist mehr als peinlich! Seid ihr genauso verblendet wie der Rest der nicht-spielenden Bevölkerung? Das ist mal wirklich einer der wenigen Experten, die Deutschland auf diesem Gebiet hat (mal abgesehen von den vielen Jugendlichen, aber denen würde wohl kaum einer Gehör schenken)! Schnappt ihn euch!!!

Walwing | 08. Dezember 2006, 18:20 Uhr

Schönes Statement 

...aber alles Geklage über inkompetente Politiker hilft nicht wirklich weiter.

Wieso gehört stern.de auch zu jenen Medien, die in Schlagzeilen relativ einseitig berichtet, ohne die Gegenseite in gleicher Form zu Wort kommen zu lassen? Dabei werden mediale Wortschöpfungen wie "Killerspiele" einfach mal so übernommen.

Kommentieren ist ja schön und gut, und ebenso wichtig. Dennoch wünsche ich mir mehr Objektivität und Ausgewogenheit.

brainuser | 08. Dezember 2006, 18:50 Uhr

jetzt... 

...lasst doch mal die kollegen von stern.de zufrieden. immerhin darf ich hier gast sein. und immerhin haben sie sich um ausgewogenheit bemüht. »killerspiele« ohne anführungszeichen ist natürlich eine frechheit, zugegeben.

Gunnar_Lott | 08. Dezember 2006, 18:56 Uhr

Sehr gut 

Ich finde es sehr gut, dass sich endlich mal jemand zu Wort meldet, der wirklich Ahnung von dem Thema hat. Ich würde mir wünschen, dass ihm auch Gehör geschenkt werden würde, doch leider melden sich immer die zu Wort, die eben keinen Schimmer haben worum es wirklich geht.
Ich mache Stern keinen Vorwurf, denn sie versuchen einigermaßen ausgewogen zu recherechieren.
Doch es wäre schon schön, wenn der Stern auch solche Leute interviewen würde. Glaubt mir vom Stern, es ist nicht schlimm, mal eine leider nicht so verbreitete Meinung abzudrucken.

Sunwalker | 08. Dezember 2006, 19:52 Uhr

Was macht der Stoiber noch macht? 

Ich habe mich letztens schonmal gefragt, ob Gamestar bald ein Teil der Redaktion außerhalb von Bayern ansiedeln muss, weil Herr Stoiber ja Killer-Spiele unter Strafe stellen will.

Ich hoffe das es nicht soweit kommt.

Gruss Thomas

TerminatorQQ | 08. Dezember 2006, 20:35 Uhr

Kann man solche Politiker auch verbieten? 

Vielleicht sollte Herr Schünemann mal durch Kneipen mit Stammtischen ziehen. Oder hat er das schon? Seine Argumentation erinnert mich ganz schön an die, die die Stammtischleute so von sich geben.
Hat er eigentlich schon gesteckt bekommen, daß man sich verbotene Spiele auch aus dem Internet besorgen kann? Ist dann also das Internet das nächste was verboten wird?
Zutrauen würde ich dies den Schünemanns und Becksteins dieser Nation! Nur schade, daß diese Leute nicht ehrlich und realistisch argumentieren können und sich so wenig mit der Realität beschäftigen! Ein paar Schüler, die mit Waffen durch die Schulen ziehen, wird es trotzdem geben und die nächste Frage, Herr Schünemann, ist, wie wollen Sie die Verbote kontrollieren? Mit Ihrer absolut kaputt gesparten Polizei, die für ihre jetzigen Aufgaben schon zu wenig Personal und zu schlechtes Material hat? Mit 486ern jagt auf jugendliche Spielern machen! Das stell ich mir lustig vor...

SeUlBr | 08. Dezember 2006, 22:12 Uhr

 

menschen wie schünemann haben sich schon vor längerer zeit in virtuelle welten geflüchtet und sich darin verloren. ironisch eigentlich.

ntropie | 09. Dezember 2006, 00:10 Uhr

@jay06: 

Ich glaube ja, dass der Stern dieses Interview so abgedruckt hat, gerade um den Schünemann vorzuführen und aufzuzeigen, wieviel Ahnung er hat. Er entblößt sich doch im Endeffekt selber und zeigt darüber hinaus noch seine Haltung zum Thema Demokratieverständnis, die ich erschreckend finde( Gesetze nach seinem Empfinden, ohne Gutachten, ohne Diskussion)
Ich hätte mir allerdings jemanden gewünscht, der dazwischenhakt und ihn festnagelt. Er hat sich ja gewunden wie ein Fisch und hat somit auch nicht gesagt, auf welche Spiele er sich genau bezieht. Schade eigentlich.

Den Blogeintrag finde ich klasse, schade, dass die "Gegenseite" keine ausgewogene Plattform in der Diskussion hat und nicht gleichberechtigt auftreten kann, zumindest nicht in den großen Blättern.

Lady_Sniper | 09. Dezember 2006, 00:44 Uhr

Ausgewogenheit in der Berichterstattung 

N'abend zusammen.
Ich kann absolut nicht finden, dass stern.de unausgewogen berichtet. Wir haben Umfragen unter den Lnädern zum Verbot der Spiele gemacht, wir haben zwei Kommentare, die sich gegen ein Verbot aussprechen, wir haben ausführlich mit der USK gesprochen und sie fast ungekürzt veröffentlicht. Zudem bin sehr froh, dass wir Gunnar Lott gewinnen konnten, für stern.de zu bloggen. Es freut mich immer wieder, dass er die aktuelle Debatte aufgreift und mit seinen Beiträge auf der Homepage vertreten ist.

Wir lassen die Leser/Spieler selbst zu Wort kommen, denn in jedem Artikel zum Thema gibt es einen fett angeteaserten Kommentarkasten. Hierbei handelt es sich nicht um Foren, die irgendwo hinten versteckt werden. Die Beiträge stehen gleich unter dem Artikel.

Es ist aber auch unsere Aufgabe, die Becksteins und Schünemanns zu Wort kommen zu lassen. Übrigens: Wem es noch nicht aufgefallen ist - "Killerspiel" schreiben wir ab gestern nur noch in Anführungszeichen.
Besten Gruß, Henry Lübberstedt, stern.de

Hinnak | 09. Dezember 2006, 00:46 Uhr

Danke für das offizielle Statement 

ich bezog mich auch auf die gesamte Diskussion, der Stern erscheint mir zumindest ausgewogener als andere Plattformen( Boulevardmedien ist eh klar, aber auch seit Jahren Frontal21, die Hart aber fair Sendung zum Thema...), dennoch denke ich, das es noch nicht gleichberechtigt läuft.
Ich denke, die Wirkung eines Kommentars oder eines Blogeintrags ist anders als die eines Berichtes oder eines Interviews mit einer vermeintlichen Autoritätsperson. Ich kenne mich halbwegs mit der Materie aus und kann Unsinn aus dem Interview aussieben, der unbedarfte Leser kann das nicht.
Und dann ist es schade, dass die Interviews einfach so im Raum stehengelassen werden.
Sie haben eine entlarvende Wirkung, aber nur, wenn man sich auskennt.

Ich würde es gut finden, wenn mal wieder zu den Fakten zurückgekehrt wird, vielleicht reicht schon ein einfacher Infokasten.
Es kann nicht sein, das unwahre Behauptungen im Raum stehen bleiben, ohne dass mal klar gestellt wird, was in Deutschland zum jetzigen Zeitpunkt gespielt werden darf und was nicht. Und was Herr Schünemann da sich hat vorführen lassen kann man mit Sicherheit nicht in Deutschland kaufen.

Lady_Sniper | 09. Dezember 2006, 01:06 Uhr

Lady_Sniper 

Hinnak hat wohl recht. Ein ausgewogener Bericht, spaeter kommt wohl mehr...
Immer, wenn was passiert, kommen erste plakative
Meinungen von Politikern, die sich mit "Durchgreifen"
ein Image erhalten oder erschaffen wollen. Nach ein Paar Wochen hat sich der Wind wieder gedreht und Aussenpolitik ist auf der Titelseite. Danach wieder Oelpreis und so weiter...
Alles Gute!

Cliff78 | 09. Dezember 2006, 09:58 Uhr

ein gestandener politiker luegt........ 

na, WAS fuer eine ueberraschung!!!!!

herbieinspain | 09. Dezember 2006, 11:33 Uhr

Ahnung von Politikern... 

Zu Beginn der ganzen "Killerspiel" Diskussion war ich ja noch amüsiert, die Reaktionen der Politiker waren so Vorrausehbar wie der Greifreflex eines Babys. Bei der ersten Radiomeldung zum Thema Emsdetten war mir klar das diese Diskussion wieder aufflammen wird.
Mittlerweile bin ich ziemlich erschreckt über unsere Politiker, bzw. die Art und Weise deren Umgangs mit diesem Thema macht einen auch ängstlich und hilflos. Sind die bei jedem Thema soweit weg von der Realität, z.b. Gesundheitsreform, Arbeitsmarkt, Bildung, etc...? Alles Themen die weitaus wichtiger sind als Computerspiele. Wenn dort auch die Experten auf den Gebieten nur noch die Hände über den Köpfen zusammenschlagen, siehts echt düster aus. Ich mein, jedes Mal wenn die öffentliche Diskussion auf ein Thema kommt von dem ich Ahnung habe, frage ich mich, haben die den Knall eigentlich noch gehört...

MaxPayne2 | 09. Dezember 2006, 13:33 Uhr

Erinnert sich noch jemand an das alte Jahrhundert? 

Erinnert sich eigentlich noch jemand an seine eigene Kindheit? Wir haben damals Cowboy und Indianer gespielt -
natürlich haben die Cowboys reihenweise die Indianer getötet. Nun frage ich mich - dürfen meine Kinder so etwas gewaltverherrlichtes Spielen ohne daß ich Angst haben muß, sie zu Massenmördern zu erziehen?
Im ernst - früher gab es auch schon "Killerspiele" bloß damals sind die Kids noch in einer "analogen" Welt umhergetobt, während sie sich heute in einer digitalen Welt austoben können...
Die ganze Diskussion erinnert mich an die Schuldzuweisungen nach dem Columbine-Massaker, als es hieß, einer der Täter sei durch das hören von Marylin-Manson-Musik zum Amokläufer geworden. Und irgendwelche ultrakonservativen US-Politiker wollten doch glatt die Musik von Marylin Manson indizieren lassen. Welch Irrsin... Hitler hörte sehr gerne Wagner-Opern - ist schon jemand auf die Idee gekommen, den "Ring" zu verbieten?

Mercutio73 | 09. Dezember 2006, 15:02 Uhr

Es lebe die Pauschalisierung 

Es begab sich aber zu der Zeit... da griff ein Hund einen Menschen an. Und weil dieser Hund häßlich war und nicht knuffig-süß, wurde er zum Killerhund erklärt und alle, die aussahen wie er, ebenso. Die vielen Hunde, die aussahen wie der jetzt frisch getaufte "Killerhund" und noch nie auch nur einen Marienkäfer geschnappt hatten, die wurden ignoriert. Genau wie die vielen knuffig-süßen Hunde, die es gar nicht abwarten können, nach Kinderfingern und Erwachsenenwaden zu schnappen.

Und so werden alle Computerspiele, die nicht knuffig-süß sind, pauschal verurteilt, und knuffig-süße Computerspiele (wie viele haben schon mal bei den SIMS ein Haus ohne Fenster, Klo und Türen gebaut und den Bewohner kläglich verhungern lassen?) werden pauschal gelobhudelt. Aber kein Computerspiel bringt einem Menschen bei, wie man im echten Leben an scharfe Waffen kommt, wie man Bomben baut oder Menschen haßt. Das können einem nur andere Menschen beibringen - notfalls via Internet.

Toreador | 09. Dezember 2006, 15:56 Uhr

killerspiele 

was soll das heissen, lieber herr Lott, dass der niedersächsische innenminister Schünemann "selbst mitglied im sportschützenclub Holzminden" ist? was hat das mit seiner kritik an "Killerspielen" zu tun? wollen Sie da einen zusammenhang andeuten? dann gehen Sie mal auf einen Schiessstand! die braven typen, die da löcher in pappscheiben stanzen, sind von jeder killerei nun wahrlich weit entfernt. da liefern eher unsere kasernen einen passenden hintergrund. die killerei, die am computer neuerdings so verpönt ist, ist genau das, was wehrpflichtige lernen!
gruss von panzertom, Hamburg

panzertom | 10. Dezember 2006, 16:24 Uhr

ist nur hübsch... 

...dass jemand, der offenbar keine berührungsängste mit echten waffen hat, sich so über virtuelle waffen aufregt.

das war mein harmloser gedanke dazu, mehr nicht.

einen zusammenhang gibt es aber auch, jetzt, wo ich nochmal drüber nachdenke. ist aber ein thema für sich. mehr dazu demnächst in diesem blog.

Gunnar_Lott | 10. Dezember 2006, 16:30 Uhr

Fortbildung tut Not! 

Herr Schünemann darf sich gerne mal an die "Bundeszentrale für politische Bildung" wenden, sicherlich keine Einrichtung, die man als "Industrienah" diffamieren kann.
Dort gibt es ein paar schöne Essays zum Thema Computerspiele, die eigentlich ziemlich deutlich eine Aussage vertreten:

Virtuelle Gewalt führt nicht zwangsläufig zu reeler Gewalt, und die Wirkungsforschung steckt noch in den Kinderschuhen.
Der Zusammenhang ist eben nicht so eindeutig, wie es die "Hardliner" gerne hätten.

Für jedes Gutachten, das einen Zusammenhang angeblich belegt, gibt es ein anderes, das diesem widerspricht. Also sollte Herr Schünemann nicht so tun, als stünde "die Wissenschaft" geschlossen hinter ihm. Herr Pfeiffer und Herr Spitzer, ja. Aber bei weitem nicht alle. Bei weitem nicht.

Dossiers der BPB zu finden unter (dort unter Medien, Computerspiele):

http://www.bpb.de/

RealityCheck | 11. Dezember 2006, 01:05 Uhr



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