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  <title>Café au Lait</title>
  <link>/blog/16_caf_au_lait</link>
  <description></description>
  <pubDate>Sun, 21 Mar 2010 05:26:04</pubDate>
    <item>
   <title>Wie Opi mit Hut,...</title>
   <description>
    ... ein Gitarrenkönig und zehn nasse Hunde &amp;quot;made my night out&amp;quot; (meinen
Abend abrundeten) - in einem kleinen, gemütlichen Pub in der Nähe von
Saint Michel.&lt;br/&gt;&lt;p&gt;&amp;quot;Ach komm schon, auf ein kurzes (Bier)...&amp;quot; Florian guckt mich flehentlich an, während er den letzten Bissen seiner &lt;a href=&quot;http://www.portanapoli.com/Neapel/Rezepte/Pizzarezepte/pizza_margherita.html&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Pizza Margherita&lt;/a&gt; dezimiert. Ich süppele den Rest meiner &lt;a href=&quot;http://2.bp.blogspot.com/_cfTBtcAnc54/R7hhlndVbYI/AAAAAAAAAVU/RiwuvNHBKKQ/s400/kranhaus-schokolade.jpg&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;heißen Schokolade&lt;/a&gt;, atme einmal tief durch und entgegne: &amp;quot;Na gut, aber nur eins - schließlich muss ich morgen früh raus!&amp;quot;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wir stolpern aus der blau erleuchteten Pizzeria - in die bittere
Kälte. Und nachdem ich meinen Begleiter erfolgreich um lautstarke
Touristen-Salsa-Bars herumgelotst habe (die ihn quasi magisch
anziehen!), entscheiden wir uns für den &lt;a href=&quot;http://maps.google.com/maps?hl=de&amp;amp;client=firefox-a&amp;amp;hs=JSR&amp;amp;rls=org.mozilla:de:official&amp;amp;q=saint%20michel%20paris&amp;amp;lr=&amp;amp;um=1&amp;amp;ie=UTF-8&amp;amp;sa=N&amp;amp;tab=wl&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Irish Pub Galway&lt;/a&gt;, mit seinen blauen Holzfenstern, den zehn Menschenseelen vor der Bar und einem &lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Vokuhila&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Voku-Hila&lt;/a&gt;-Kellner (Britpop- anstelle von &lt;a href=&quot;http://www.wolfgangpetry.de/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Wolle-Petry&lt;/a&gt;-Style) hinter der Bar.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&amp;quot;One orange juice&amp;quot;, sage ich zum Letzterem und platziere den
Motorradhelm unter meinen Hocker. Flo stiert geradeaus, bevor er leicht
verwirrt hervorbringt: &amp;quot;Äh...one Leffe, please...&amp;quot; und wieder
zurückverfällt - ins Starren. Im Zentrum seiner Aufmerksamkeit:
Hunderte von Geldscheinen, die an die Regalwände hinter der Theke
gepinnt sind - jeder mit einem persönlichen Gruß versehen. &amp;quot;Ob sich das
wohl lohnt...?&amp;quot; frage ich, nun auch leicht verträumt. &amp;quot;Nee&amp;quot;, meint er,
mit dem Kopf schüttelnd, &amp;quot;das sind vielleicht höchstens ... naja, 100 &lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/US-Dollar&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Dollar&lt;/a&gt; oder so.&amp;quot; Und während ich noch versuche, einzelne &lt;a href=&quot;http://en.wikipedia.org/wiki/United_States_one-dollar_bill&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Ein-Dollar-Noten&lt;/a&gt;
zusammenzuzählen und andere Geldscheine zu identifizieren, zappelt es
auf einmal rechts in meinem Blickfeld: Ein kleiner, dünner Opi mit Hut
hüpft fröhlich auf seinem Barhocker hoch runter, prostet mir über
Florian hinweg breit grinsend zu. Ich lächele kurz, nicke und wende
mich wieder den Geldscheinen zu.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Da bewegt sich auf einmal der Stuhl links neben mir. Ein
Mittvierziger nimmt Platz und stößt durch seine Bewegung einen Schwall
Luft zu mir herüber - der den verführerischen Duft von Zigarettenrauch
und circa zehn &lt;a href=&quot;http://view.stern.de/de/picture/551287/akt-Hund-nikon-haare-grau-digital-Nass-510x510.jpg&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;nassen Hunden&lt;/a&gt; mit sich bringt.&lt;br /&gt;
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Während ich daraufhin verzweifelt versuche, durch die Nase zu atmen,
bestellt Monsieur lallend ein ... Bier (?) bei der rotschöpfigen
Kellnerin (die dem Britpopper zur Seite gehuscht ist). Sie zieht die
Augenbrauen zusammen und meint etwas wie &amp;quot;also ehrlich, das macht man
nicht&amp;quot;. Verstanden habe ich seine Rede nicht, kann mir also nicht
wirklich einen Reim daraus machen - bis die zehn Hunde sich zu mir
drehen, mir Zigaretten-Atem ins Gesicht blasen und sagen, auf die Miss
hinter der Bar zeigend: &amp;quot;Ah, je l&#039;aime&amp;quot; (Ah, ich liebe sie). Wieder
lächele ich, nicke kurz, drehe mich auf die andere Seite, zu Florian
und atme durch.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Und während ich versuche, den hüpfenden Opi im Hintergrund zu
ignorieren, klingt auf einmal Gitarrensound durch den ganzen, zugegeben
kleinen, Pub. Ein grellblond gefärbter Endzwanziger in schwarzem Hemd,
schwarzer Armee-Hose und Springerstiefeln grinst ins Mikrofon: &amp;quot;Hello,
good evening, bonsoir! Welcome to the open-mic night. So, I&#039;m gonna
play a couple of songs and then I hope that you are going to take
over...&amp;quot; (Guten Abend! Willkommen zum Offenes-Mikrofon-Abend. Ich werde
jetzt ein paar Songs spielen und hoffe, dass Sie dann übernehmen...)
Und noch während er in die Runde strahlt, hüpft Opi mit Hut von seinem
Stuhl runter, zur &amp;quot;Bühne&amp;quot; (dem vorderen Teil des Pubs) und fängt
begeistert an zu klatschen. &amp;quot;I do need more fans like him...&amp;quot;, (Von
solchen Fans brauche ich mehr...) meint da der Gitarrenkönig grinsend,
und wir zehn Männeken stimmen ein in den Applaus. Mister Musik verbeugt
sich leicht, hält inne, schüttelt dann leicht den Kopf und sagt:
&amp;quot;Thanks - but, eh, I haven&#039;t even done anything yet...&amp;quot; (Danke - aber
ich hab ja noch gar nichts gemacht...)&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Also fängt er an zu spielen, erfreut uns mit ein, zwei, drei Liedern
und lässt dann die Gitarre sinken. Er schaut ans ferne Ende des Raumes,
sagt: &amp;quot;So, jetzt ist es Zeit für mein erstes Opfer...&amp;quot; und grinst. &amp;quot;Ich
glaube, Etienne will uns ein Liedchen spielen.&amp;quot; Etienne, in weißem Hemd
und schwarzem Anzug, will das sichtlich nicht, schüttelt nur grinsend
den Kopf und ruft: &amp;quot;Ich hab Pause heute Abend.&amp;quot;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;So fährt der Gitarrenkönig härtere Geschütze auf, ruft &amp;quot;Etienne,
Etienne, Etienne&amp;quot;. Vergeblich. Da rückt er sein Instrument wieder
zurecht und raunt ins Mikrofon: &amp;quot;Etienne, this song&#039;s for you.&amp;quot;
(Etienne, dieses Lied ist für Dich)&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&amp;quot;&lt;a href=&quot;http://www.damienrice.com/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;So it is... just like you said it would be...&lt;/a&gt;&amp;quot; tönt er, fast so gut wie im Original:&lt;br /&gt;
&lt;object height=&quot;385&quot; width=&quot;480&quot;&gt;&lt;param value=&quot;http://www.youtube.com/v/5YXVMCHG-Nk&amp;amp;hl=de_DE&amp;amp;fs=1&amp;amp;&quot; name=&quot;movie&quot; /&gt;&lt;param value=&quot;true&quot; name=&quot;allowFullScreen&quot; /&gt;&lt;param value=&quot;always&quot; name=&quot;allowscriptaccess&quot; /&gt;&lt;embed height=&quot;385&quot; width=&quot;480&quot; allowfullscreen=&quot;true&quot; allowscriptaccess=&quot;always&quot; type=&quot;application/x-shockwave-flash&quot; src=&quot;http://www.youtube.com/v/5YXVMCHG-Nk&amp;amp;hl=de_DE&amp;amp;fs=1&amp;amp;&quot; /&gt;&lt;/object&gt;
&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Opi mit Hut hat sichs indes gemütlich gemacht, sitzt auf einem
Hocker zwischen Bar und Bühne, an die Wand gelehnt, und grinst
zufrieden vor sich hin. Ich wippe langsam zu dem Song hin und her und
will gerade abtauchen, in meine kleine Parallelwelt - als ich jäh
wieder aus ihr herausgerissen werde: &amp;quot;Miauuuu&amp;quot;, klingt es von links
neben mir, aus Richtung der zehn nassen Hunde, die auch immer noch
neben mir sitzen (wie ich nach einem kurzen Seitenblick feststelle).
Ein-, zwei-, drei-, viermal gibt Monsieur alles an Katzenlauten, was er
hat. Dann greift er seine Jacke, steht auf und stürmt aus dem Laden.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ich gucke ihm leicht verdattert hinterher, drehe mich dann genauso verdattert zu Flo um. &amp;quot;Gehen wir?&amp;quot; sagt der.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ich nicke nur.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;L.&lt;/p&gt;
   </description>
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      <dc:creator>Lisa Louis</dc:creator>
       <category>Kultur &amp;amp; Unterhaltung</category>
         <pubDate>Wed, 10 Mar 2010 08:41:48</pubDate>
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     </item>
    <item>
   <title>Einen charmanten Gute-Nacht-Anruf ...</title>
   <description>
    ... habe ich neulich bekommen. Auch wenn er nicht wirklich für mich bestimmt war.&lt;br/&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;quot;&lt;a href=&quot;http://www.youtube.com/watch?v=uwrq2o6Woiw&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Oooohla&lt;/a&gt;&amp;quot; singen die Kooks plötzlich aus dem Handy, das neben meinem Bett liegt. Es ist elf Uhr abends. Verwirrt über den späten, anonymen Anruf nehme ich ab.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;quot;Ich wollte nur fragen, wieviel Sie pro Nacht verdienen!&amp;quot;, klingt es gereizt aus dem Hörer.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&amp;quot;Äh&amp;quot;, stammele ich - und füge hinzu : &amp;quot;Ich verstehe nicht. Was meinen Sie?&amp;quot;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&amp;quot;Ich meine, wieviel zahlt Ihnen mein Mann pro Nacht!&amp;quot; Die Stimme wird ungeduldig.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&amp;quot;Also ich glaube, da liegt eine Verwechslung vor - ich bin &lt;a href=&quot;http://www.weissercappuccino.de/wp-admin/www.ifj.org/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Journalistin&lt;/a&gt;...&amp;quot;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&amp;quot;Oder Prostituierte. Wieviel verdient man denn heutzutage in Ihrem
Metier ?&amp;quot; (Madame benutzt eigentlich das Wort &amp;quot;pute&amp;quot;, aber das werd ich
hier mal nicht übersetzen)&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&amp;quot;Ganz ehrlich, hier liegt eine Verwechslung vor... vielleicht habe
ich Ihren Mann ja einmal interviewt - wie heißt er denn?&amp;quot; versuche ich
zu vermitteln.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&amp;quot;Das geht Sie gar nichts an!&amp;quot; schießt es zurück. &amp;quot;Jedenfalls hab ich Ihre Nummer im Handy meines Mannes gefunden.&amp;quot;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&amp;quot;Aber das meine ich ja - vielleicht hat er deswegen meine Nummer,
weil ich ihn einmal interviewt habe! Ich bin wirklich Journalistin!&amp;quot;
rufe ich schon fast.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&amp;quot;Vielleicht sind Sie ja beides&amp;quot;, entgegnet Madame. Und legt auf.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;L.&lt;/p&gt;
   </description>
   <link>http://www.stern.de/blog/16_caf_au_lait/archive/3534_einen_charmanten_gute-nacht-anruf_.html</link>
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      <dc:creator>Lisa Louis</dc:creator>
       <category>Politik &amp;amp; Panorama</category>
         <pubDate>Wed, 24 Feb 2010 16:14:14</pubDate>
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     </item>
    <item>
   <title>Paris für Anfänger...</title>
   <description>
    ...hab ich am Wochenende (neu) entdeckt. Durch die Augen von Jaana, einer Novizin der Stadt der Liebe.&lt;br/&gt;&lt;p /&gt;
&lt;p /&gt;&lt;p&gt;&amp;quot;Was, Du wohnst in &lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Paris&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Paris&lt;/a&gt;?
Ooooh, das ist ja toll!&amp;quot;, bekomme ich oft zu hören, wenn ich meinen
Wohnort erwähne. Für einen Moment steckt mich diese Begeisterung dann
immer an. Ich grinse, nicke zustimmend und sage: &amp;quot;Ja, ich habe schon
Glück.&amp;quot;
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Doch mein Alltag hinterlässt häufig ein anderes Gefühl. Das Gefühl, das Pariser so treffend &amp;quot;&lt;a href=&quot;http://fr.wikipedia.org/wiki/M%C3%A9tro,_boulot,_dodo&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Métro, boulot, dodo&lt;/a&gt;&amp;quot; nennen: Den Großteil seines Lebens in der Großstadt verbringt man mit schlafen, arbeiten und Métro fahren. Das Staunen über die vielen Schönheiten der &lt;a target=&quot;_blank&quot; href=&quot;http://www.das-leben-in-paris.de/paris-stadt-der-liebe.html&quot;&gt;&lt;i&gt;Ville de l&#039;Amour&lt;/i&gt;&lt;/a&gt; vergisst man schnell.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wie gut, dass es da Besuch gibt. Besuch, der sich wie das Küken aus
dem Ei ...äh... der Metro schält, um dann mit groooßen Augen die Pracht
der französischen Hauptstadt zu bewundern. Am Wochenende habe ich sie
mir mal ausgeliehenen, diese Augen, Jaanas Augen. Das Ergebnis: eine
virtuelle Postkarte.&lt;/p&gt;
&lt;object width=&quot;425&quot; height=&quot;344&quot;&gt;&lt;param name=&quot;movie&quot; value=&quot;http://www.youtube.com/v/8Mh8Nnxg1TI&amp;amp;hl=de_DE&amp;amp;fs=1&amp;amp;&quot;&gt;&lt;/param&gt;&lt;param name=&quot;allowFullScreen&quot; value=&quot;true&quot;&gt;&lt;/param&gt;&lt;param name=&quot;allowscriptaccess&quot; value=&quot;always&quot;&gt;&lt;/param&gt;&lt;embed src=&quot;http://www.youtube.com/v/8Mh8Nnxg1TI&amp;amp;hl=de_DE&amp;amp;fs=1&amp;amp;&quot; type=&quot;application/x-shockwave-flash&quot; allowscriptaccess=&quot;always&quot; allowfullscreen=&quot;true&quot; width=&quot;425&quot; height=&quot;344&quot;&gt;&lt;/embed&gt;&lt;/object&gt;
&lt;p&gt;L. (&amp;amp; J.)&lt;/p&gt;
   </description>
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      <dc:creator>Lisa Louis</dc:creator>
       <category>Lifestyle &amp;amp; Reise</category>
         <pubDate>Tue, 23 Feb 2010 08:44:05</pubDate>
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     </item>
    <item>
   <title>Meinen Roller, die Vollkatastrophe,...</title>
   <description>
    ...habe ich neulich zur Werkstatt meines Vertrauens gebracht - mal wieder!&lt;br/&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;quot;Und Sie sind sicher, es hat keiner auf Sie abgesehen...?&amp;quot; Die
zweifelnden Augen des Mannes mit den kurzen braunen Haaren treffen
meine. &lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;quot;Äh...&amp;quot; stammele ich verwirrt. Dann erst verstehe ich
den Sinn seiner Worte und füge hinzu: &amp;quot;Naja, mein Roller steht
eigentlich jeden Abend woanders - da müsste dieser jemand schon
ziemlich bös&#039; auf mich sein...&amp;quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Monsieur schüttelt den Kopf -
frustriert darüber, dass er weder ein Loch in meinen Reifen noch eine
Erklärung für meine praktisch nutzlosen, wiederholten Aufpumpmanöver
finden kann. Langsam dreht er sich um und schlurft durch die
Glasschiebetür zurück in die Werkstatt. Zu meiner kleinen &lt;a href=&quot;http://www.moto-station.com/uploads/155_normal.jpg&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Aprilia&lt;/a&gt;,
die da aufgebockt ist, nun umgeben von zwei Mechanikern. Sie schrauben
emsig an ihr herum, werfen mir zwischendurch kurze,
katastrophengeladene (?) Blicke zu. &lt;/p&gt;&lt;p&gt;Und dabei war ich doch so stolz, als ich endlich wieder durch &lt;a href=&quot;http://de.parisinfo.com/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Paris&lt;/a&gt;
düsen konnte, ohne dass es aus meinem (frisch-montierten 360-Euro)
Auspuff knatterte als bretterte gerade das Europa-Charter der &lt;a href=&quot;http://www.hells-angels.com/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Hells Angels&lt;/a&gt; über das Kopfsteinpflaster der &lt;a href=&quot;http://www.champselysees.org/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Champs-Elysées&lt;/a&gt;. &lt;/p&gt;&lt;p&gt;Bis
kurze Zeit später so gar nichts mehr knatterte. Nein, bei jeder roten
Ampel legte mein kleiner Roller ein Mittagsschläfchen ein
(beziehungsweise fiel ins Koma), so dass ich geschwind doch wieder zur
Hells-Angels-Taktik überging und im Stehen eifrig mit dem Gasgriff
(Pedal gibts bei meinem Benzin-Feger nicht) spielte. Eine Taktik, die
in Zeiten des Treibhauseffektes und hoher Benzinpreise jedoch nicht
wirklich haltbar ist.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Bei meinen daraufhin folgenden akribischen
Nachforschungen fiel mein erster Verdacht auf die Werkstatt meines
Vertrauens. Die hatte schließlich (für viel Geld!) den neuen Auspuff
montiert. Hatte Mister Mechaniker etwa vergessen, den Vergaser neu
einzustellen? &amp;quot;Also, ganz ehrlich, Mademoiselle&amp;quot;, verteidigte der sich
vehement. &amp;quot;Wir bringen hier lediglich den Auspuff an - alles andere
geht uns nichts an!&amp;quot; Mit so viel Ehrlichkeit hatte ich nicht gerechnet
- und beschloss spontan, mein Vertrauen von nun an einer anderen
Werkstatt zu schenken.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Nach drei, vier nutzlosen Versuchen - bei
denen man mich wahlweise mit &amp;quot;Wir reparieren keine Aprilia&amp;quot; oder
&amp;quot;Aprilia reparieren wir zwar, aber Ihr Modell nicht&amp;quot; abspeiste - fand
ich sie schließlich, die Werkstatt, die von nun an mein (ständiger?)
Anlaufpunkt werden würde. &lt;/p&gt;&lt;p&gt;Und hier steh ich nun, an diesem
Samstag Nachmittag, voller Vorfreude, nachdem Mister Chef-Mechaniker
mit einem Stöhnen (als er mein Aprilia-Sondermodell sah) den
Reparierauftrag angenommen hat. &lt;/p&gt;&lt;p&gt;Da höre ich es plötzlich
zischen. Einer der beiden Mechaniker hüpft verschreckt zurück, guckt
mit großen Augen und schwarz gefärbten Fingern auf den Rumpf meines
(meist... naja ok, manchmal) rollenden Babies. Dann kommt er in
überrraschend schnellem Schritt durch die Schiebetür gehüpft, dreht
sich zu seinem Kollegen hinter dem Ladentisch und prustet: &amp;quot;Die &lt;a href=&quot;http://www.kfztech.de/kfztechnik/motor/otto/zuendung/zuendkerzen.htm&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Zündkerze&lt;/a&gt; hat sich gerade unter meinen Fingern verdünnisiert!&amp;quot; Er erntet ein ungläubiges Lachen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Dann
wird Monsieur wieder ernst. Er dreht sich zu mir, runzelt die Stirn und
fragt: &amp;quot;Sagen Sie mal, wo lassen Sie Ihren Roller eigentlich warten?&amp;quot; &lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;quot;Ähhh...&amp;quot; stammele ich und denke: &lt;i&gt;Warten? Was ist das!?&lt;/i&gt; Dann lächele ich verlegen und sage leise: &amp;quot;Hier.&amp;quot;&lt;/p&gt;L.
   </description>
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      <dc:creator>Lisa Louis</dc:creator>
       <category>Computer &amp;amp; Technik</category>
         <pubDate>Mon, 08 Feb 2010 22:35:16</pubDate>
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     </item>
    <item>
   <title>Im Krankenhaus Frankreich...</title>
   <description>
    ...liege ich gerade. Und es wundert mich nicht, dass auch Frankreichs Krankenkassen Milliardendefizite aufweisen.&lt;br/&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Der Tag fängt schon gut an: &amp;quot;Rufen Sie mich bitte so schnell wie
möglich zurück!&amp;quot; sagt die Stimme auf meinem Handy-AB. Es ist die meiner
persönlichen Beraterin bei der französischen Bank meines Vertrauens. &lt;i&gt;Jemand hat sich in mein Online-Konto eingehackt&lt;/i&gt;, denke ich daraufhin panisch, &lt;i&gt;oder ich hab nicht genug Geld auf meinem Konto für den Scheck, den ich meiner Schule ausgestellt hab.&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Doch
Pustekuchen, stelle ich fest, nachdem ich nach drei vergeblichen - und
teuren - Anrufen meine Lieblingsberaterin endlich am Telefon hab: &amp;quot;Öh,
ich wollte nur mal einen persönlichen Termin mit Ihnen ausmachen&amp;quot;,
säuselt die ins Telefon, &amp;quot;um Ihre Daten in unserem System upzudaten ...
und so weiter ...&amp;quot; &lt;i&gt;Toll&lt;/i&gt;, denke ich, &lt;i&gt;soviel Stress für ein Verkaufsgespräch.&lt;/i&gt; &lt;br /&gt;
&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Ich verschiebe das Treffen auf den nächsten Monat, schlurfe vor
mich hin schimpfend in die Küche und drücke auf den Knopf des
Wasserkochers - beziehungsweise ich versuche, auf den Knopf zu drücken,
verfehle ihn jedoch, stoße aus Versehen den Wasserkocher um, der
daraufhin streng nach &lt;a href=&quot;http://www.tcp-ip-info.de/fun/murphy.htm&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Murphys Gesetz&lt;/a&gt;
falschherum in Richtung Erde fällt: circa ein Liter (zum Glück kaltes)
Wasser ergießt sich über mein Hosenbein und den Küchenfußboden.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Stoisch wische ich alles auf, hänge meine Hausschuhe über die Heizung und wringe mein Schlafanzug-Hosenbein aus so gut es geht.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Dann
fällt mein Blick auf den Zettel, den meine Mitbewohnerin auf dem
Küchentisch hinterlassen hat: &amp;quot;Lisa, Du hast die ganze Nacht gehustet.
So etwas therapiert man nicht selbst. Wenn Du schon nicht zum Arzt
gehen willst, geh wenigstens zur Apotheke. Bisou.&amp;quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Es stimmt, ich
habe die ganze Nacht gehustet. Und es stimmt, ich will nicht zum Arzt
gehen. Denn das letzte Mal, als ich meine Ärztin wegen eines Hustens
konsultierte, hat sie mir Hustensaft verschrieben, das wars. Und den
ich hab ich mir nun selbst besorgt, nehme ihn regelmäßig ein. Am Anfang
hab ich noch Kopfschmerztabletten gegen die Erkältung genommen. Dazu
trinke ich literweise Tee und versuche, so viel zu schlafen wie
möglich. Mehr kann ich erstmal sowieso nicht machen, erfahrungsgemäß.
Antibiotika zu nehmen, nach zwei Tagen Husten, steht völlig außer Frage.&lt;br /&gt;
&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;quot;Geh doch trotzdem mal zum Arzt - es kostet doch nichts!&amp;quot; hat meine Mitbewohnerin mir gestern eindringlich vorgeschlagen. Bei dem Gedanken daran schmerzt das Ökonomenherz in meiner Brust - ich denke an &lt;a href=&quot;http://www.lexpansion.com/economie/actualite-economique/le-deficit-de-la-securite-sociale-risque-d-etre-deux-fois-plus-eleve-que-prevu_182964.html&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Krankenkassendefizite&lt;/a&gt; und &lt;a href=&quot;http://wirtschaftslexikon.gabler.de/Definition/saettigungsmenge.html&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Nachfrage in Höhe der Sättigungsmenge&lt;/a&gt;, weil der Preis gleich null ist.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Aber vor allem denke ich an die Tatsache, dass die Franzosen den &lt;a href=&quot;http://www.lagazettedeberlin.de/antibiotique.html&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Weltrekord im Medikamente-Schlucken&lt;/a&gt;
halten und auch gerne mal zu Antibiotika greifen. Und das, obwohl man
hier in Frankreich Arztbesuche etc. immer erst im Nachhinein von der
Krankenkasse erstattet bekommt. &lt;/p&gt;&lt;p&gt;Die für mich natürliche Distanz
zu Medikamenten scheint es in Frankreich nicht zu geben. Meine gute
Freundin Marion hat mir schon vor einiger Zeit von diesem &amp;quot;tollen
Medikament&amp;quot; erzählt, das man nimmt, sobald man auch nur den Anflug
einer Erkältung verspürt. Vier Tabletten pro Tag und die Erkältung
bricht gar nicht erst aus. &lt;/p&gt;&lt;p&gt;Dass diese Einstellung eventuell
kulturell bedingt sein könnte, kam mir erst neulich in den Sinn, als
meine deutsche Freundin Romy meinte: &amp;quot;Ich nehme nicht so gerne
Medikamente. Wenn ich erkältet bin, pack ich mich erstmal zwei, drei
Tage ins Bett und trinke kannenweise Tee. Dann wird das schon wieder.&amp;quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Dennoch
beschließe ich heute Morgen, den Rat meiner Mitbewohnerin zu befolgen -
schließlich scheine ich sie ja die ganze Nacht wachgehalten zu haben.
Doch viel tun kann die Apothekerin auch nicht für mich: Hustensaft will
sie mir (nochmals) verkaufen, Kopfschmerztabletten gegen das Fieber und
Halspastillen gegen die &amp;quot;Irritation in der Rachengegend&amp;quot;. Schließlich
verlasse ich die Apotheke mit einer Packung Halsbonbons, für 6,95 Euro.
Und fühle ich mich (leicht) veräppelt.&lt;/p&gt;L.
   </description>
   <link>http://www.stern.de/blog/16_caf_au_lait/archive/3356_im_krankenhaus_frankreich.html</link>
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      <dc:creator>Lisa Louis</dc:creator>
       <category>Wissenschaft &amp;amp; Gesundheit</category>
         <pubDate>Tue, 26 Jan 2010 14:41:55</pubDate>
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     </item>
    <item>
   <title>Ein kubanischer Salsa-Sturm...</title>
   <description>
    ...hat mich sprichwörtlich hinweggefegt vergangenes Wochenende. Auch wenn Kuba eigentlich in Frankreich liegt und Salsa der Deckname für Pétanque ist.&lt;br/&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Eine Freundin von mir sagt immer, dass &lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Kater_%28Alkoholintoxikation%29&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Kater&lt;/a&gt;-Zustände
mit dem Alter schlimmer werden. Ich kann das  nicht bestätigen - bei
mir waren sie schon immer schlimm. Deswegen versuche ich, selten und
wenn doch, dann gemäßigt zur Flasche zu greifen - bin ich mir der
Nachwehen meines Genusses doch immer bewusst ...&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Dennoch brummt mein Kopf leicht von unserer Haus-Party am Vorabend,
als ich vergangenen Samstag gemeinsam mit Freunden von mir und
(Möchtegern-)Freunden des Salsas in der &lt;a target=&quot;_blank&quot; href=&quot;http://www.lapachanga.fr/&quot;&gt;Pachanga&lt;/a&gt;-Bar
möglichst beschwingt über die Tanzfläche hüpfe. Für 10 Euro kann man
dort an einem Massen-Kurs teilnehmen, diesmal angeleitet von Herminio -
einem muskelbepackten, hyperaktiven und immer grinsenden &lt;a href=&quot;https://www.cia.gov/library/publications/the-world-factbook/geos/cu.html&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Kubaner&lt;/a&gt;.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&amp;quot;Wer macht hier den Abwasch?&amp;quot; schreit der plötzlich, stampft mit dem
Fuß auf dem Boden auf und ballt gleichzeitig die rechte Faust. &amp;quot;Wir!&amp;quot;
brüllen die Männer der zwei Menschenkreise zurück (und mein Kopf
vibriert) - diesmal hörbar entschlossen, endlich die Hosen wieder
anzuziehen und die Frauen genauso elegant aber bestimmt über die
Tanzfläche zu schieben und zu ziehen wie der kubanische Salsa-Gott in
unserer Mitte.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Das klappt nur bei jedem dritten meiner Tanzpartner (so halbwegs), die ich im &lt;a href=&quot;http://www.hausfrauenseite.de/index.shtml?http://www.hausfrauenseite.de/kinder/kindergeburtstag/geburtstagsspiele/jerusalem.html&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Jerusalem-Reise&lt;/a&gt;-Stil
alle zwei Minuten wechsle. Ansonsten bin eher ich es, die (versucht zu)
führ(en)t.Doch der Spaß hat schnell ein Ende - ehe ich mich (noch
weiter) vertanze, ist die erste Stunde, die des Anfängerkurses, auch
schon vorbei, und die Fortgeschrittenen erobern das Parkett.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;So stelle ich mit meinem deutsch-französischen Salsa-Team an den Rand und schlürfe zufrieden einen &lt;a href=&quot;http://www.cocktaildreams.de/cooldrinks/cocktailrezept.pina-colada.54.html&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Piña Colada&lt;/a&gt;
(ach, was solls - auf einen Katertag mehr oder weniger kommts
jetzt auch nicht mehr an...). Da fällt mein Blick plötzlich auf den
1,90m-großen, schlanken Mitdreißiger vor uns, mit &lt;a target=&quot;_blank&quot; href=&quot;http://home.arcor.de/marburg-boule/image007.jpg&quot;&gt;Pétanque-Mütze&lt;/a&gt; und halb aufgeknöpftem, weißem Hemd. Wie eine &lt;a href=&quot;http://www.lonelyplanet.de/reiseziele/suedamerika/brasilien/galerie/_img/04.jpg&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;brasilianische Karnevalstänzerin&lt;/a&gt;
wackelt der seine Salsa-Partnerin mit der Brust an, schiebt den
Unterkiefer nach vorne und wirft ihr feurige Blicke zu. Echt
kubanischer Salsa soll das wohl sein - meine persönliche These geht
eher in Richtung unterdrückte Sehnsucht nach einer
Geschlechtsumwandlung.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Doch Brüste hin oder her, Herminio hat inzwischen wieder seinen
Platz eingenommen, in der Mitte der Meute, und schreit humorvoll die
nächsten Schrittfolgen in den Raum. &lt;i&gt;Ganz schön zackig geht das&lt;/i&gt;, denke ich mir nur aus der Entfernung, &lt;i&gt;nicht so wie in meinem guten alten deutschen Tanzkurs in der 9ten Klasse&lt;/i&gt;. Und ich bin froh, mich an meinem Cocktail-Glas festhalten zu können.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Doch meine Rettungsboje wird plötzlich hinweggespült von einem
kubanischen Sturm: Herminio steht vor mir, sagt in spanzösisch, dass
irgendein Mann mich braucht, stellt mein Glas zur Seite und zieht mich durch die Menge zu der
armen, verlassenen Tanzseele. Der wünscht sich mit
Sicherheit spätestens nach zwei Minuten, doch allein geblieben zu sein.
Denn ich stolpere nur neben ihm her, ohne auch nur im Geringsten die
Tanzschritte zu kennen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Aber ich halte durch, tapfer, und vertraue auf meine
autodidaktischen Fähigkeiten - bis Partner Nummer drei (auch in diesem
Kurs gilt das Reise-nach-Jerusalem-Prinzip) vor mir steht: der
kubanische Pétanque-Sp.. ääh.. Salsa-Tänzer (der übrigens genauso käsig
weiß ist wie ich). Auch mir wirft er zunächst feurige Blicke zu, bis
er, nach etwa 20 Sekunden, mein nicht vorhandenes Tanzniveau evaluiert
hat und - zu tanzen aufhört. Ich warte, gucke ihm zu, wie er an seinem
Gürtel herumwerkelt, warte weiter. Doch irgendwann steht er nur noch
da, findet keine andere Beschäftigung mehr an sich und guckt
demonstrativ in die andere Richtung.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ich bin sprachlos über so viel Unfreundlichkeit, schlurfe nach
meiner (bewegungslosen) Zeit mit ihm zum nächsten Tanzpartner - der
mich schon ganz zweifelnd anguckt. Ich lächle versucht strahlend, &lt;a target=&quot;_blank&quot; href=&quot;http://www.clipfish.de/video/2542863/chacka-du-schaffst-es/&quot;&gt;chaka&lt;/a&gt;re mir innerlich zu und attackiere von Neuem die mysteriösen Salsa-Schritte. Mein jetziger &lt;a href=&quot;http://www.der-tanzbaer.de/graphics/logo_tanzbaer_header.jpg&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Tanzbär&lt;/a&gt;
hört zwar nicht mitten in der Salsa-Bewegung auf, doch begleitet
unser Salsa-Date ein tiefes Stirnrunzeln, das mir direkt in die Augen
strahlt. Und als ich ihn irgendwann kleinlaut frage, ob er mir
vielleicht kurz das Prinzip des aktuellen Tanzschritts erklären kann,
guckt er mich nur an, atmet verächtlich aus und sagt :&amp;quot;Das kann man nicht erklären. Das nennt sich Tanzen.&amp;quot; &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Da steht mir das kubanische Wasser bis zum Hals und ich paddle von der Tanzfläche - in Richtung meiner Rettungsboje.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;L.&lt;/p&gt;
   </description>
   <link>http://www.stern.de/blog/16_caf_au_lait/archive/3323_ein_kubanischer_salsa-sturm.html</link>
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      <dc:creator>Lisa Louis</dc:creator>
       <category>Kultur &amp;amp; Unterhaltung</category>
         <pubDate>Wed, 20 Jan 2010 22:19:52</pubDate>
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     </item>
    <item>
   <title>Eine alternative Therapiemethode...</title>
   <description>
    ... habe ich ausprobiert, als kurz vor diesem, meinem letzten
Ferienwochenende mein Magen nicht mehr so wollte wie ich.
Beziehungsweise er wollte so gar nichts mehr - behalten.&lt;br/&gt;&lt;p&gt;&lt;i&gt;&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;i&gt;Und dabei waren die Gemüseküchlis und der &lt;a href=&quot;http://www.ichkoche.at/cms/rezepte/Themenwelten/Spinat/index.html&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Spinat&lt;/a&gt; doch eigentlich ganz lecker&lt;/i&gt;, denke ich, als ich in &lt;a href=&quot;http://www.donnergurgler.com/klo.htm&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Kloschüssel&lt;/a&gt;
gucke. Da liegt es nun, mein Mittagessen, verstoßen von meinem Magen,
der sich seit drei Stunden lautstark darüber beschwert hat.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Erleichtert schleppe ich mich vors Waschbecken, fühle mich frisch
durch all die nicht willkommene Nahrung, die mein Körper ja nun endlich
abgestoßen hat und freue mich auf das Leben, das nun endlich
weitergehen kann wie zuvor.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Doch falsch gedacht, merke ich,
nachdem ich wieder vor meinem PC Platz genommen habe und eine Stunde
später erneut dieses komische Rumoren in der Magengegend bemerkte. Und
es wird stärker. Übelkeit steigt meine &lt;a href=&quot;http://www.dr-gumpert.de/html/speiserohre.html&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Speiseröhre&lt;/a&gt; hinauf, mir wird glühend heiß und schon befinde ich mich erneut über der Kloschüssel.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Nach
Runde zwei folgt Runde drei, diesmal begleitet von angenehmem Durchfall
- so dass ich schließlich bei Runde vier (das Mittagessen ist übrigens
inzwischen komplett abgestoßen, nur Galle spuckt mein heiß geliebter
Magen noch) nicht mehr weiß, welche Körperöffnung ich zuerst über die Kloschüssel halten soll ... &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Nach Runde vier steht also - natürlicherweise - Runde fünf an. Doch &lt;i&gt;So nicht!&lt;/i&gt;
denke ich, als ich gegen das aufsteigende Übelkeitsgefühl ankämpfe.
Schließlich hat mein Magen ja jetzt auch den letzten Rest der
Gemüseküchlis mit Spinat abgestoßen. Das, was jetzt noch kommt, ist
doch nur Spielerei, sage ich mir. &lt;/p&gt;&lt;p&gt;Dann erinnere ich mich an die &lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Autogenes_Training&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Autogenes-Training&lt;/a&gt;-Kurse, die ich vor Jahren einmal bei meiner zu der Zeit noch deutschen Krankenkasse meines Vertrauens gemacht habe. &lt;i&gt;Ich bin ganz ruhig und gelassen&lt;/i&gt;,
denke ich lautlos auf mich ein. Ich atme tief durch, schließe
abwechselnd die Augen und - wenn die Übelkeit zu stark wird - öffne sie
wieder, fixiere einen Punkt auf der gegenüber liegenden Zimmerseite. &lt;/p&gt;&lt;p&gt;Zwischendurch
trinke ich meine ersten Mini-Schlücke Kamillentee, die mein Magen
natürlich gar nicht gerne sieht - und er rumort wieder. &lt;i&gt;Nein, Du bist gaaaanz ruhig und gelassen&lt;/i&gt;, denke ich und das Übelkeitsgefühl ebbt langsam ab.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Eine
dreiviertel Stunde geht das so hin und her zwischen meinem Kopf und
meinem Magen. Schließlich döse ich darüber ein - etwas, das ich zuvor
vermieden hab, aus Angst, das Unglück könnte im Schlaf passieren. &lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;quot;&lt;a href=&quot;http://www.nomorelyrics.net/dean_martin-lyrics/287667-sway-lyrics.html&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;&lt;i&gt;When marimba rhythms start to play, dance with me, make me sway&lt;/i&gt;&lt;/a&gt;...&amp;quot;
klingt es da plötzlich, eine Stunde später, aus weiter Ferne, und wird
immer lauter. Dann wache ich auf über dem Klingelton meines
Handys. &amp;quot;Gehts Dir ein bisschen besser?&amp;quot; fragt meine Mutter mitleidig
durchs Telefon. Ich nicke nur, sage dann &amp;quot;Ja, ich glaube, ich habs
geschafft - habe mich seit knapp zwei Stunden nicht mehr übergeben.&amp;quot;
Ich grinse zufrieden und streichle über meinen immer noch leicht
rumorenden Bauch.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;L.&lt;/p&gt;
   </description>
   <link>http://www.stern.de/blog/16_caf_au_lait/archive/3271_eine_alternative_therapiemethode.html</link>
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      <dc:creator>Lisa Louis</dc:creator>
       <category>Wissenschaft &amp;amp; Gesundheit</category>
         <pubDate>Sun, 10 Jan 2010 11:46:35</pubDate>
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     </item>
    <item>
   <title>Der Gebrauchsgegenstand Auto...</title>
   <description>
    ...wird in Frankreich zum &amp;quot;Verbrauchsgegenstand&amp;quot;. Beispiele der französischen Liebe (?) zum Auto.&lt;br/&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Zum ersten Mal in unmittelbaren Kontakt mit dem Pariser &lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Kategorie:Stra%C3%9Fe_in_Paris&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Straßenverkehr&lt;/a&gt; kam ich im August 2005, drei Tage nach meiner Ankunft in der französischen Hauptstadt.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;quot;Fährst Du mit mir zum &lt;a href=&quot;http://www.aeroportsdeparis.fr/ADP/fr-FR/Passagers/Accueil/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Flughafen Orly&lt;/a&gt;
und nimmst das Auto wieder mit zurück?&amp;quot; hatte mich Pierre gefragt, der
Franzmann, der mir für drei Wochen behelfsweise sein Zimmer im 15.
Arrondissement vermietete. &amp;quot;Ist auch ganz einfach. Du musst nur den
Périph(érique) entlangfahren.&amp;quot; Der &lt;a href=&quot;http://www.paris.fr/portail/deplacements/Portal.lut?page_id=367&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Boulevard Périphérique&lt;/a&gt; ist die Stadtautobahn, die sich ringförmig um die Pariser Innenstadt zieht.&lt;br /&gt;
&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Ich schluckte, dachte an die immer wiederkehrenden Witze über
den französischen Fahrstil - ein Freund von mir hatte erst neulich
gemeint: &amp;quot;Ich hab jetzt verstanden, wie man in Frankreich Auto fahren
muss - einfach draufhalten und ja nicht in den Rückspiegel gucken!&amp;quot;
Damals hatte ich mitgelacht, heute jedoch war mir gar nicht nach scherzen zumute. &lt;/p&gt;&lt;p&gt;Aber
&#039;nein&#039; sagen konnte ich auch nicht. So fand ich mich etwa eine
dreiviertel Stunde später mit Pierres Wagen-Schlüssel in der Hand
wieder, winkte ihm noch kurz zu, als er im Terminal verschwand und
drehte mich dann schluckend zu dem kleinen Renault um, der da auf mich
wartete.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Ohne Zwischenfälle kam ich jedoch einige Zeit später bei
der Metrostation &amp;quot;Balard&amp;quot; an, fand schnell einen Parkplatz und dachte
&amp;quot;super, dann kann ich nochmal seitwärts einparken üben&amp;quot;. Ja, üben kann
man das nennen. Das &amp;quot;Einparken in zwanzig Zügen&amp;quot; hätte meinen
Fahrlehrer aber bestimmt nicht erfreut. Entsprechend schämte ich mich
(so ab dem 4. Zug etwa), meine Hände wurden schwitzig, ich lief rot an,
dachte nur &amp;quot;mein Gott, hoffentlich sieht mich hier keiner!&amp;quot;. Als der
Renault endlich brav in Reih&#039; und Glied stand, sprang ich auf den
Bürgersteig, duckte mich hinter dem Auto und guckte ängstlich über die
Motorhaube in Richtung einer Gruppe rauchender Büroangestellter, die
auf der anderen Straßenseite eine Pause machten. Nicht einmal
registriert hatten die mich (obwohl die Straße nun wirklich nicht sehr
breit war) und ich dachte nur: &amp;quot;Hmm... parken denn hier alle so
katastrophal ein wie ich?&amp;quot; Entspannt stand ich auf und ging nach
Hause.&lt;br /&gt;
&lt;/p&gt;&lt;p&gt;**************&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Dass Ausparken noch abenteuerlicher sein kann als Einparken, sah ich spätestens im Frühjahr dieses Jahres. In der Nähe der &lt;a href=&quot;http://www.champselysees.org/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Champs-Elysées&lt;/a&gt; wohnte ich da, trug gerade mein Baguette nach Hause, als ich den Ford Ka erblickte, dessen Stoßstange seine Herrin gerade &lt;a href=&quot;http://www.weissercappuccino.de/?p=589&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;zweckent... äh ... benutzte&lt;/a&gt;.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;**************&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Dass
die Französken dabei rabiater im Straßenverkehr sind, kann dem
Zuwanderer praktisch nicht entgehen: Kaum ein Auto düst durch die
(Pariser) Straßen, an dem nicht mindestens ein oder zwei Beulen zu
sehen sind. &lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;quot;Meinen &lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/VW_K%C3%A4fer&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Käfer&lt;/a&gt; bring ich auf keinen Fall nach Paris!&amp;quot; hatte mir so einmal ein deutscher Freund und Autofan bei der &lt;a href=&quot;http://www.pari-roller.com/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Randonnée&lt;/a&gt; (der Pariser Skatenight) gesagt. &amp;quot;Schließlich will ich, dass er noch ein Weilchen durchhält - und zwar ohne Beulen!&amp;quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Und
auch Französken bleibt diese Wahrheit (?) nicht verborgen, wurde mir
vor ein paar Wochen klar: &amp;quot;Lisa, kannst Du für meinen Freund mal in
Deutschland anrufen?&amp;quot; hatte mich Yana gefragt, mit der ich zu Anfang in
&lt;a href=&quot;http://weissercappuccino.myblog.de/weissercappuccino/31&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Villejuif&lt;/a&gt;
zusammengewohnt hatte. &amp;quot;Er hat da nämlich ein gebrauchtes Auto gesehen,
das er gerne kaufen würde.&amp;quot; Und das Auto sei wohl günstig und gut in
Schuss, fügte sie hinzu.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Also rufe ich an bei dem Privatmann, der
seinen BMW verkaufen will. &amp;quot;Ja&amp;quot;, sagt er, &amp;quot;der ist noch zu haben.&amp;quot; Und
als er meine Erklärung über den Anruf für den Freund einer Freundin
hört, lacht er nur: &amp;quot;Das kommt mir bekannt vor - mein Cousin ist auch
Franzose und für den musste ich auch schonmal in Deutschland einen
Gebrauchtwagen suchen. Ist ja auch klar: Während Autos hier nach zwei,
drei Jahren Benutzung noch aussehen wie neu, sind sie in Frankreich
schon völlig fertig mit der Welt!&amp;quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;L.&lt;/p&gt;
   </description>
   <link>http://www.stern.de/blog/16_caf_au_lait/archive/3234_der_gebrauchsgegenstand_auto.html</link>
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      <dc:creator>Lisa Louis</dc:creator>
       <category>Sport &amp;amp; Motor</category>
         <pubDate>Tue, 29 Dec 2009 13:50:14</pubDate>
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     </item>
    <item>
   <title>Beschauliche Weinachtsgeschichten ...</title>
   <description>
    ... bekomme ich zu hören, seitdem ich in meine kleine, mittelhessische Heimatstadt &lt;a href=&quot;http://www.marburg.de/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Marburg&lt;/a&gt; zurückgekehrt bin. Nicht über &lt;span style=&quot;text-decoration: underline;&quot;&gt;&lt;/span&gt;&lt;a href=&quot;http://www.brauchtumsseiten.de/a-z/k/knecht-ruprecht/home.html&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Knecht Ruprecht&lt;/a&gt;, dafür aber über &lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Der_Gevatter_Tod&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Gevatter Tod&lt;/a&gt; - ein Beispiel.&lt;br/&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;quot;Neulich kam doch Frau S. bei uns im Laden vorbei&amp;quot;, erzählt meine
Mutter und nimmt noch einen Schluck Wein. Sowohl auf ihrem Gesicht als
auch auf dem meines Vaters macht sich ein großes Grinsen breit. &amp;quot;Sie
hat mir erzählt, sie wollte neulich einkaufen gehen, und hat vorher nur
bei Klara, der Mutter einer Freundin F. vorbeigeschaut.&amp;quot; Klara ist in
den 90ern und habe ein paar Tage zuvor einen Zusammenbruch gehabt.
Seitdem müsse sie alle Viertelstunde mit einer Handpumpe beatmet werden.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Frau
S. besucht ihre Freundin F. also in dieser schweren Zeit. Doch gerade,
als sie sich niederlässt, am Bett der alten Frau, und deren Hand nimmt,
tut Klara ihren letzten Zug, atmet aus und nicht wieder ein. Panisch
ruft S. nach F. Das Handpumpgerät hält sie bereits in der Hand, wartet
auf das Kommando. Doch Klaras Tochter meint: &amp;quot;Nee, benutz nicht das
Handpumpgerät. Das ist schlecht für die Bronchien.&amp;quot; &lt;br /&gt;
&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Ein paar Momente hätten sie gewartet, ob die alte Dame
vielleicht wieder zu sich käme. Doch deren Atem bleibt aus, sie liegt
nur still in ihrem Bett.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;quot;Na, dann machen wir jetzt erstmal nen
Prosecco auf&amp;quot;, hätte F. gerufen. Und S.: &amp;quot;Aber ... nen Prosecco? Das
können wir doch nicht machen ...&amp;quot; &amp;quot;Doch&amp;quot;, habe die Tochter der
Verstorbenen geantwortet, &amp;quot;das hätte Klara auch so gewollt.&amp;quot; &lt;/p&gt;&lt;p&gt;Alleine
blieben die beiden mit ihrem Prosecco nicht. So der eine oder andere
Familienangehörige und Freund hätte sich an jenem Abend noch zu ihnen
gesellt, erzählt meine Mutter - und so mit dem einen oder auch anderen Glas
Wein und Prosecco auf Klaras langes und erfülltes
Leben angestoßen.&lt;/p&gt;L.
   </description>
   <link>http://www.stern.de/blog/16_caf_au_lait/archive/3224_beschauliche_weinachtsgeschichten_.html</link>
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      <dc:creator>Lisa Louis</dc:creator>
       <category>Wissenschaft &amp;amp; Gesundheit</category>
         <pubDate>Thu, 24 Dec 2009 16:58:21</pubDate>
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     </item>
    <item>
   <title>Das Klima in Kopenhagen ...</title>
   <description>
    ... steht auf Umweltschutz. Und manche leben diesen Umweltschutz mit Herz und Seele.&lt;br/&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;quot;Und Du? Glaubst Du an den Klimawandel?&amp;quot; fragt mich der Franzose mit
den braunen Haaren und dem traurigen Blick. Wir stehen im Keller des &lt;a target=&quot;_blank&quot; href=&quot;http://www.dfi.dk/&quot;&gt;dänischen Filminstituts&lt;/a&gt; im Zentrum &lt;a target=&quot;_blank&quot; href=&quot;http://www.visitcopenhagen.de/&quot;&gt;Kopenhagens&lt;/a&gt;.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&amp;quot;Öh, ja&amp;quot;, meine ich, &amp;quot;selbst wenn ich nicht ganz sicher bin, zu
welchem Anteil er vom Menschen verursacht ist.&amp;quot; Ich belege einen
Brocken Brot mit einem Stück der zahlreichen verschiedenen Käse, die &lt;a target=&quot;_blank&quot; href=&quot;http://www.yannarthusbertrand.org/&quot;&gt;Yann Arthus Bertrand&lt;/a&gt;
und Team extra aus Frankreich eingeflogen haben. Anderthalb Wochen wird
der berühmte Umweltaktivist hier seine neuesten Werke zeigen - François
und ich sind zur Premiere seines Films &amp;quot;&lt;a target=&quot;_blank&quot; href=&quot;http://www.lalibre.be/culture/mediastele/article/534753/six-milliards-de-voix-pour-le-climat.html&quot;&gt;Six milliards de voix sur le climat&lt;/a&gt;&amp;quot; vorbei gekommen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;quot;Und Du?&amp;quot; frage ich zurück, nach einer Kaupause.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;quot;Ja, ich glaub schon daran.&amp;quot; Sein Blick verliert sich im Kühlschrank hinter der Theke. &amp;quot;Und das macht mir Angst&amp;quot;, fügt er nachdenklich hinzu.
&amp;quot;Wir stehen hier, leben unser Leben und dabei zerstört fast alles, was
wir machen, die Natur.&amp;quot; Sein Blick wandert durch den Raum.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;quot;Hmm. Und was machst Du dagegen?&amp;quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;quot;Naja&amp;quot;,
meint er und nimmt einen Schluck Rotwein. &amp;quot;Ich trenne meinen Müll und
versuche, immer schön das Licht auszuschalten, wenn ich es nicht
brauche.&amp;quot; &lt;/p&gt;&lt;p&gt;Käsebrotpause. &lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;quot;Eine Zeitlang bin ich außerdem
mit dem Fahrrad zur Arbeit gefahren. Aber dann wurde ich krank und
musste wieder das Auto nehmen.&amp;quot; Sein Kopf sinkt in Richtung Brust. &lt;/p&gt;&lt;p&gt;Der Kopf hebt sich wieder, sein Blick verliert sich in der Weite. Der &lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Lyon&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Lyonnais&lt;/a&gt; fügt hinzu: &amp;quot;Ich dusche und rasiere mich nicht jeden Tag.&amp;quot; Er streichelt seinen Drei-Tage-Bart.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;quot;Hä? Du duschst Dich nicht jeden Tag?&amp;quot;, frage ich und rümpfe scherzend die Nase. &lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;quot;Ja, aber schlecht riechen ist ja nicht dramatisch&amp;quot;, sagt er im Flüsterton und guckt mich lächelnd an.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Dann verdunkelt sich sein Blick. &amp;quot;Das Problem ist nur - mein Job.&amp;quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;quot;Wieso, was machst Du denn?&amp;quot; &lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;quot;Naja, ich arbeite an einer Tankstelle&amp;quot;, sagt er, kopfschüttelnd. &amp;quot;Nur durch mich können die Autofahrer die Luft verpesten.&amp;quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Meine
Versicherungen, dass sich auch wenn er kündigt wohl ein neuer
Tankstellen-Wärter finden wird, können sein Leiden nicht lindern.&lt;/p&gt;L.
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      <dc:creator>Lisa Louis</dc:creator>
       <category>Wissenschaft &amp;amp; Gesundheit</category>
         <pubDate>Thu, 10 Dec 2009 13:19:11</pubDate>
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