Sado-Maso mit Zensursula « » Zensursula im Zickenkrieg
Das sich hier nichts bewegt und das korrupte System nicht reformierbar ist liegt vor allem daran, dass die demokratischen Strukturen degeneriert sind. Degeneriert in so fern, dass der Zugang zu politischen Ämtern fast nur noch für Rechtsanwälte und Mitarbeiter des öffentlichen Dienstes möglich ist. Der Querschnitt der Bevölkerung wird massiv verdrängt. Wir sind keine Demokratie mehr, sondern eine Oligarchie (Herrschaft weniger über viele) und da sitzen die Spezies halt viel näher beisammen - mit den von Herrn Tillack benannten Konsequenzen!
212 Mitarbeiter des öffentlichen Dienstes sitzen im Bundestag – allein ca. 45 dürften es bevölkerungsanteilig sein!
Das sind fast 5 mal mehr Mitarbeiter der Exekutive und der Judikative in der Legislative als demokratisch vorgesehen. Wozu noch Gewaltenteilung?!
Und alle diese 212 Bundestagsabgeordneten sitzen ausschließlich deshalb im Bundestag weil sie während der Bundestagszeit Ihren Arbeitsplatz behalten können (§2 Abs. 3 AbgG ) und sogar noch befördert werden während Sie im Bundestag sitzen und alles vergessen was sie von Ihrem alten Job gewusst haben (§ 7 Abs. 4 und 5 AbgG beförderungsrechtliche Anrechnung der Bundestagszeit exklusiv für den öffentlichen Dienst)!
Wer so perfekt gefördert wird, hat es einfach leichter, viele andere Bundestagsabgeordnete können das alles nicht nutzen und müssen alles beruflich erreichte bei Übernahme eines Bundestagsmandates aufgeben und werden nach der Bundestagszeit höchstens zu Arbeitsamt befördert!
Das ist Ungleichbehandlung und eigentlich strikt verboten!
http://www.Roland-Kruk.de
Oligarchie | 19. August 2009, 12:34 Uhr
Vergabepraxis um das Berliner Stadtschloß (Humboldt-Forum); warum wird das Prozedere der Vergabe und die Verquickungen Herr Stella, Herr Tiefensee und sein innerministeriales Netzwerk, Mitglieder der Jury, Subauftragnehmer und die dazugehörigen Finanzströme nicht transparenter dargestellt ? Welche/wessen Gelder fließen da von wo nach wo und in welcher Größenordnung ?
Aristo2009 | 16. September 2009, 00:21 Uhr
Eine Krähe hakt der anderen kein Auge aus. Die Abgeordneten werde einen Teufel tun und neue Gesetze gegen Korruption beschließen. Wenn die Damen/Herren Abgeordneten aus dem Bundestag ausscheiden, gehen sie in ihre Behörde zurück und müßten sich an die Gestze halten die sie bechlossen haben.
Aber es ist doch nicht der einzige Fall in Deutschland bei dem sich Berufsgruppen selbst kontrollieren oder ihre Vorschriften erarbeiten.
Oder ist es normal das eine Berufsvereinigung für die Kontrolle/Abrechnung ihrer Mitglieder zuständig ist (siehe kassenärztliche Vereinigung )
Aber das Problem liegt nicht unbedingt an den Leuten, sondern am System. Aber hier beist sich die Katze wieder einmal in den Schwanz. Die Leute/Personen werden das System nicht ändern da sie dann Privilegien verlieren würden. Somit wird die Zahl der Bundestagsabgeordneten aus dem öffentlichen Dienst auch weiter steigen.
mstrauminsel | 20. September 2009, 18:31 Uhr
Hans-Martin Tillack ist Reporter im Berliner Büro des stern. Von 1999 bis 2004 war er EU-Korrespondent des stern in Brüssel. Zuvor arbeitete er als Bonn-Korrespondent zunächst der "tageszeitung" und dann des stern. Zusammen mit Andreas Oldag veröffentlichte er das Buch "Raumschiff Brüssel. Wie die Demokratie in Europa scheitert". Für seine EU-Berichterstattung erhielt er den Leipziger Medienpreis.
Im Mai 2009 erschien sein neues Buch "Die korrupte Republik" im Verlag Hoffmann und Campe.
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