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Hans-Martin Tillack

CIA-Flugzeuge sind auch nur Menschen « » Schwaches Europa

Kauft Dänisch!

Hans-Martin Tillack | 06. Februar 2006 09:12 Uhr

Viele europäische Regierungen und die EU-Zentrale in Brüssel unterstützen die Pressefreiheit in Dänemark und dem Rest Europas weiterhin nur zögerlich – als ob Innenminister nahöstlicher Diktaturen und Demonstranten im Gaza-Streifen entscheiden dürften, was die Zeitungen in Europa drucken.
Umso interessanter die Initiative “Buy Danish!“, die einige Blogger im Internet gestartet haben, um den Boykotten gegen dänische Produkte zu begegnen.

Weniger interessant, dass die Grünen-Parteivorsitzende Claudia Roth gegen weitere „Provokationen“ mittels Karikaturen etc. gewettert hat und die „Fortführung des Islam-Dialogs“ forderte. Gewiss, Dialog ist richtig. Aber nicht mit Leuten, die einem das Haus anzünden. Zumal Roth in ihrer Presseerklärung vom 3.2.2006 nicht einmal den Namen der Zeitung „Jyllands-Posten“ richtig buchstabiert. Vielleicht sollte Roth erst in einen vertieften kulturellen Dialog mit den Nachbarn in Dänemark eintreten – bevor sie sich größeren Herausforderungen zuwendet.
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Kommentare

 

Frau Roth mag ja durchaus in der ehrenwerten Absicht handeln, die Eskalationen eindämmen zu wollen.
Und man kann auch über die "jetzt erst recht"-Mentalität einiger Medien geteilter Meinung sein.
Aber was Frau Roth als Dialog bezeichnet, ist doch nichts weniger als das. Wir haben doch hier keine zwei Parteien, die sich auf gleicher Augenhöhe gegenüberstehen, vielmehr haben wir einen islamischen Teil, der, von Minderwertigkeitskomplexen ob der eigenen kulturellen Unzulänglichkeiten zerfressen, ein Ventil sucht, um sich nicht mit den eigenen Problemen auseinandersetzen zu wollen und einen westlich-europäischen Teil, der im Bemühen um gute Beziehungen offensichtlich bereit ist, auch an den Werten zu rütteln. die ihm erst seine Position in der Welt verschafft haben. Solange das nicht beiden Seiten klar ist, gibt es keinen Dialog. Und solange der Islam nicht seine mittelalterlich-intolerante Geisteshaltung ändert, auch nicht.

Falcon030 | 07. Februar 2006, 09:38 Uhr

Kauft dänisch 

Politik sucht Kompromisse- Religion nie.
Einen Dialog gibt es nicht.
Nur die Entscheidung zwischen Freiheit und Unterdrückung.

adrelonis | 12. Februar 2006, 02:02 Uhr

Kauft Dänisch? Noch viel zu schwach! 

Mir ist nicht bekannt, dass bei brennenden christlichen Kirchen im Libanon und anderswo die demonstrierende Linke massenhaft auf die Straßen strömte und Freiheiten, die sie hier konsumiert, verteidigte.
Warum bleibt hier die ansonsten immerpräsente Solidarität der deutschen Linken mit den Schwachen und Unterdrückten aus?
Wo ist die eindeutige europäische Abmahnung des Irans bzgl. der nicht hinnehmbaren neuerlichen "Auschwitz-Lüge", die sich offenbar zu einer Verschwörungstheorie mit der Qualität eines gefährlichen Unkrautarguments entwickelt?
Der "Krieg der Kulturen", in Europa lange als amerikanische Phobie belächelt, bedroht längst die alte Welt der Toleranz, der Presse- und Redefreiheit, ohne von ihren Bürgern bereits als ernste Gefahr für ihre Lebensweise wahrgenommen zu sein.
Was muss geschehen damit Europa aufwacht? Muss erst eine schmutzige Atomwaffe in einer europäischen Metropole gezündet werden? Muss der Iran seine bereits vorhandenen Langstreckenraketen (in Nordkorea gekauft; fliegen bis Oslo und Stockholm – also auch bis Köln und Berlin) erst mit Nuklearwaffen bestücken und Europa erpressen?
Amerika und Israel werden sich zu helfen wissen. Notfalls durch militärische Aktionen gegen atomare Bombenwerkstätten und Raketenabschussbasen. Das Gezetere der europäischen selbstgerechten Linken kann ich heute schon hören ...
"Kauft Dänisch!" ist noch viel zu schwach um den Bedrohungen von Iran & Co. angemessen zu begegnen. Den klaren Worte von Angela Merkel liegt eine bittere historische Erkenntnis zugrunde: Besänftigung von Weltherrschaftsideologen hat noch nie gefruchtet; siehe Drittes Reich. Gerade die deutsche Linke sollte aus der Geschichte des eigenen Landes gelernt haben.

rudyguy | 12. Februar 2006, 11:47 Uhr

Kauft dänisch 

Die, auf der Agenda des PANAC stehende militärische Intervention von Iran und Syrien für die zweite Wahlperiode Bushs, wird mit gezielter Planmäßigkeit vorangetrieben.
Die Behauptungen der Iran verfüge bereits über Atomwaffen, oder wäre fähig diese in absehbarer Zeit selbst zu entwicklen, um diese gegen Israel einzusetzen, entbehrt nach den Auffassungen von Scott Ritter( ehemaliger Waffeninspekreur der IAEO) jeglicher Grundlage.
Die wahren Kriegsgründe liegen denn auch mehr in der angekündigten Umstellung der Erdölgeschäfte des Irans auf Euro.
Einen Grund, den man der amerikanischen und europäischen Bevölkerung nicht ohne Gefahr innenpolitischer Widerstände verkaufen kann.

Die Verknüfung von fakultativer Atomagression und antimoslemischer Hetze schafft indes ein ideales Klima um die Kriegsbestrebungen zu unterstützen, wie die aktuellen Umfragen in Amerika und Europa deutlich zeigen.

Joca | 18. Februar 2006, 15:58 Uhr

Iran = Bedrohung? 

Selbst, wenn der Iran in absehbarer Zeit über Atomwaffen verfügen sollte(Pakistan und Indien haben diese ja auch), so ist es völlig klar, dass ein, auch nur begrenzter Einsatz oder auch nur eine Drohung damit, zu einer völligen Vernichtung des Irans durch amerikanische und isralische Atombomben führen wird.
Eine Tatsache, die auch ein "verrückter" iranischer Präsident weiß.
Von daher ist die"Bedrohung" der westlichen Welt durch iranische Atombomben, wie auch Scholl Latour, als profunder Kenner der isalmischen Welt, sagt: Blödsinn.

Joca | 18. Februar 2006, 16:22 Uhr

mittelalterlich-intolerante Geisteshaltung 

als deutscher weiss man alles. und natuerlich alles besser.
ohne je da gewesen zu sein, dort bei den anderen, die alles falsch machen.
die ihre maerkte nicht oeffnen fuer unsre produkte, die sich vor prostitution und alkoholismus schuetzen wollen.
diese barfuessigen bergbauern, die uns mit unseren hochgeruesteten streitkraeften bedrohen.
diese traditionalisten, die unsere unfehlbaren vorstellungen vom leben nicht uebernehmen wollen.
wir werden sie zum glueck zwingen, denn wir brauchen deren bodenschaetze und billige arbeitskraft.

fpanyre | 20. Februar 2006, 09:32 Uhr



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