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Hans-Martin Tillack

» Dschingis Khan und die FDP

Pressefreiheit, ein Problem von gestern?

Hans-Martin Tillack | 27. Oktober 2009 16:35 Uhr

Die Europäische Charta für Pressefreiheit, die wir Ende Mai in Hamburg lanciert hatten, liegt jetzt auch dem Europarat vor. Gestern durfte ich sie in Luxemburg dem gegenwärtigen Vorsitzenden des Ministerrats des Europarats überreichen, dem slowenischen Außenminister Samuel Zbogar.


Schon Anfang Juni hatte der Initiator der Charta, Hans-Ulrich Jörges aus der stern-Chefredaktion, die Charta in Brüssel der EU-Kommissarin Viviane Reding vorgelegt. Jetzt war der Europarat dran, der – wie natürlich jeder weiß - nicht mit der EU verwechselt werden darf. Ihm gehören mit Russland, Moldawien, Aserbeidschan, Armenien und Georgien auch Länder an, in denen kritischen Journalisten das Leben besonders schwer gemacht wird – falls sie es nicht sogar verlieren.

Zbogar nahm die Charta gestern im Plenarsaal des Luxemburger Parlaments in Empfang. Dort tagte der Unterausschuss für Medien der Parlamentarischen Versammlung des Europarats und diskutierte die Lage der Pressefreiheit in Ost- und Westeuropa. Während ein Bericht des britischen Journalisten William Horsley die Abgeordneten über wachsende Probleme in Ost wie West warnte, waren die Volksvertreter eher weniger besorgt. Die Schweizer Nationalrätin Doris Fiala fand gar, in Westeuropa sei die Pressefreiheit doch gesichert – trotz all der zusätzlichen Überwachungstechniken, die den Staatsapparaten im Kampf gegen den Terror in den vergangenen Jahren zufielen. Woran es mangele, fand Fiala dagegen, sei das Verantwortungsgefühl mancher Journalisten. Was sei, wenn die Medien Anschuldigungen zu Unrecht erhöben? Die gleiche Klage führte die Luxemburger Parlamentarierin Anne Brasseur.

Horsley antwortete, dass zumindest in Großbritannien strenge Gesetze gegen Verleumdung gelten. Ähnliches gilt auch in Deutschland, wie ich später versuchte Fiala zu erklären.

Aber Politiker sind halt nicht die natürlichen Verbündeten des kritischen Journalismus. Umso wichtiger, dass die Medienleute selbst für ihre Rechte eintreten. So wie das mit der Charta geschieht, die inzwischen von fast 500 Kollegen aus ganz Europa unterschrieben wurde.

Der Vorsitzende des Medienkomitees, der Labourpolitiker Andrew McIntosh aus Großbritannien, scheint immerhin einiges mehr an Problembewusstsein zu besitzen, als manche seiner Ausschusskollegen. Er drängte darauf, wie geplant einen kritischen Bericht zur Lage der Pressefreiheit zu verabschieden.

Als ihn Experte Horsley mit „Lord“ ansprach, verbat er sich übrigens diese Anrede und drohte jedem mit seinem Krückstock, der sie doch gebrauche.

Der Mann scheint also durchsetzungsstark.

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Kommentare

In Deutschland ist das leider ein aktuelles Problem 

Seit Jahren schweigen sich deutsche Journalisten über Bürgerrechtsverletzungen schwerster Art und die drastische Verschlechterung der Menschenrechtslage in Deutschland aus:

Der Schäuble schafft bewußt - mit Billigung der Merkel - ein Klima von Angst und Einschüchterung. Seit 2005 hat sich die Menschenrechtslage in Deutschland - nicht zuletzt durch das BKA-Gesetz - drastisch verschlechtert, die Bürgerrechtsverletzungen schwerster Art werden - mit Billigung der Merkel - unverändert fortgesetzt. Hinzu kommt, dass die Merkel systematisch die Strafverfolgung der dafür verantwortlichen Rechtsbrecher hintertreibt.

In Deutschland sind die Bürgerrechte schon vollständig ausgehöhlt und die letzten Restbestände der Verfassung faktisch außer Kraft gesetzt. Und immer noch leugnet die Merkel - wider besseren Wissens - die fortgesetzten Menschenrechtsverletzungen schwerster Art. In deutschsprachigen Zeitungen, Internetzeitungen, Radiosendern und Fernsehsendern jedoch verlieren deutschen Journalisten - seit Jahren - kein einziges Wort über diese krisenhaften Situation. Stattdessen verharmlosen deutsche Journalisten systematisch die Verletzung von Bürgerrechten schwerster Art und nutzen jede Möglichkeit, um die dafür verantwortlichen Rechtsbrecher vor Kritik zu schützen.

Der Bundestag sollte daher umgehend einen Untersuchungsausschuss über die Verstrickung der Merkel in die drastische Verschlechterung der Menschenrechtslage einsetzen. Auf diese Weise könnten deutsche Journalisten endlich dazu "gezwungen" werden, eine kritische Berichterstattung über die Verletzung von Bürger- und Menschenrechten in Deutschland aufzunehmen.

jps-mm | 28. Oktober 2009, 18:51 Uhr

Insbesondere unterstützt die Berichterstattung mancher Zeitungen ... 

die drastische Verschlechterung der Menschenrechtslage und die fortgesetzte Verletzung von Bürgerrechten schwerster Art, indem Online-Redaktionen immer wieder kritische Kommentare über die prekäre Menschenrechtslage in diesem Land löschen:

Was es bedeutet, wenn Merkel von Freiheit spricht

Im Jahr 2005 stellte die Merkel das Programm für die Legislaturperiode unter das Motto "Mehr Freiheit wagen". Tatsächlich aber hat die Merkel in den letzten 4 Jahren u.a. dafür gesorgt, dass
- die Bürgerrechtsverletzungen schwerster Art unverändert fortgesetzt wurden,
- die dafür verantwortlichen Rechtsbrechter systematisch der Strafverfolgung entzogen wurden,
- mittels Vorratsdatenspeicherung sämtliche Verbindungsdaten von Internet- und Handy-Verbindungen über einen Zeitraum von 6 Monaten gespeichert werden,
- das BKA eigenmächtig - ohne Beaufsichtigung durch einen Staatsanwalt -präventive Ermittlungen ohne konkreten Tatverdacht durchführen darf,
- die Befugnisse des BKA zu Lauschangriffen auf Wohnungen nochmals deutlich ausgeweitet wurden,
- das BKA auch die Befugnis für Video-Überwachungen von Wohnungen erhalten hat,
- die Durchsuchung und Überwachung von Computern im Wege der sogenannten Online-Durchsuchung zulässig ist.

Die Merkel hat die Bürgerrechte vollständig ausgehöhlt und die letzten Restbestände der Verfassung faktisch außer Kraft gesetzt.

Die Merkel hat den Begriff "Freiheit" damit vollständig entkernt.

jps-mm | 16. November 2009, 18:22 Uhr



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