Zweiter Anlauf für das $100-Laptop « » Darauf einen Cyber-Cocktail!
Aber was mache ich wenn über meinen Zugang dann der Schweinekram runtergeladen wird? Dann steht zurecht bei mir die Polizei vor der Tür und die Staatsanwaltschaft hat auch nur genau einen Ansprechpartner, mich. Die Reaktion bei deutschen Behörden will ich dann mal sehen, wenn ich mich als Linus vorstelle und Peace brother und freien Netzzugang für alle rufe..
Ich bin ja für einen freien Netzzugang aber dann müssen auch die Verantwortlichkeiten frei verteilt werden können. Ich mache hier die ganz grosse Nummer mit WPA, Anmeldung, geschlossenem Netzwerk pipapo und nebenan öffnet mein Nachbar der Welt das Tor zum Internet... scheint mir irgendwie verkehrte Welt.
twister13 | 29. April 2008, 08:10 Uhr
Solange in der deutschen Politik das Primat des Generalverdachts und der Schuldsvermutung gilt, wird sich kaum einer der deutschen Terrorverdächtigen (früher: Bürger) trauen, dieses an sich geniale Modell umzusetzen.
Schäuble, Zypries, Beckstein und Konsorten sei es gedankt, dass wir in einer Gesellschaft der Angst und des Misstrauens werden leben müssen.
slap882 | 29. April 2008, 09:27 Uhr
genau das verhindert die Verbreitung in Deutschland. Es wird zwar alles mitgeloggt und ist dann dem Fon-User zuzuordnen der es war, aber das Problem ist man erst hat halt erstmal den Ärger mit den Behörden und eventuell erst mal ne beschlagnahmten Rechner bis die Unschuld bewiesen ist. Selten kriegt man dabei aber die wirklichen Kriminellen aber verhindert halt innovative Dinge wie Fon. Ich persönlich zahle auch lieber meine 3 Euro am Tag wenn ich mal über Fon rein will, als mich hier mit den Behörden rumzuschlagen wenn jemand mein Internet mißbraucht.
Frabi | 29. April 2008, 09:31 Uhr
@wister13,
genau das ist das problem,
der nachfolgende link sagt eigentlich alles und
somit ist das thema in deutschland zumindest gestorben.
http://www.pcwelt.de/start/sicherheit/firewall/news/148830/gericht_verpflichtet_jeden_zur
DrZoidberg | 29. April 2008, 09:31 Uhr
Das stimmt so nicht das Urteil geht davon aus das ein ungesicherter anonymer Zugang geschaffen wird. Dem ist bei Fon nicht so da sich der Fon-User mit seiner User-ID identifizieren muß. Es ist also kein ungesicherter anonymer Zugang möglich. Wenn Ihre Argumentation stimmen würde müßt sogar T-Online und alle anderen Anbieter ihre Hotspots in Deutschland schließen.
Einzig und alleine der Ärger den man hat, bis man seine Unschuld bewiesen hat, rechtfertigt es allerdings schon sich dem Fon-Modell zu verweigern. Leider !!!
Frabi | 29. April 2008, 11:45 Uhr
Prost Mahlzeit. Genau das meinte ich mit meinem Kommentar.
Aber Fon ist ein exemplarisches Beispiel für die schnelle Entwicklung unserer Zeit und das Abwägen ob man dieser schnellen Entwicklung den Weg freiräumt oder bürokratische Fallstricke gespannt von Lobbyisten und Beamten lieber mag.
Klar ist es ein Unding das Pornographie mit Minderjährigen, irgendeine Nazisuppe oder der Stundenplan für den Bombenbastler frei im Netz umeinanderschwebt. (Ob Musik zu sharen wirklich ein Verbrechen ist, darüber kann man gerne diskutieren.)
Auf der anderen Seite müssen wir uns fragen ob das nicht der Preis dafür ist, wenn wir Entwicklungen die an sich gut sind vorantreiben wollen.
Die Welt ist nicht perfekt, es gibt keine absolute Sicherheit und es werden immer wieder Systeme missbraucht werden. Egal wann und wo und wie. Der wirklich Kriminelle kann auch mit ein wenig Ahnung jede WEP Verschlüsselung knacken. Dann ist der Besitzer auch dran, selbst wenn er etwas dagegen getan hat.
Aber der Gesetzgeber wird es dann bereit sein mehr Freiheit zu gewähren wenn es volkswirtschaftliche Auswirkungen hat. Ist nicht zu ändern.
twister13 | 29. April 2008, 11:51 Uhr
Warum sollte ich meine W-Lan-Zugänge mit anderen Menschen teilen, wenn sich auf diese Weise die Nutzungsergebnisse unter Umständen bei mir zum Schaden anhäufen. Dazu kommt noch, dass der geldwerte Vorteil nicht bei mir sondern bei der Telefongesellschaft landet. Alles andere ist Augenwischerei.
leichtschwer | 29. April 2008, 11:57 Uhr
wann sich mobiles Internet endlich als kostengünstige Alternative anbietet, also, wann die Preise runtergehen werden. Die Technologien sind ebenso bereits vorhanden und ja schon im Gebrauch, bsp per Handy oder Web'n Walk.
Ausserdem ist WLAN wirklich nur in Städten flächendeckend vorhanden. Ich habe bei mir schon das Problem 10 Meter entfernt durch eine dicke Mauer mit entsprechende Signalstärke durchzukommen.
MrPommeroy | 29. April 2008, 12:21 Uhr
"Schäuble, Zypries, Beckstein und Konsorten sei es gedankt, dass wir in einer Gesellschaft der Angst und des Misstrauens werden leben müssen."
Das habt Ihr nur Euch selbst zu verdanken. You have choices, oder?
jockel_us | 29. April 2008, 18:20 Uhr
Schäuble ist CDU, Zypries SPD und Beckstein CSU. Wenn soll man den wählen?? Die Grünen.. schallendes Gelächter macht sich breit.... Frau Roth als Bundeskanzlerin?? Die fleischgewordene Betroffenheit?? höhö welch ein Alptraum? Die Linken?? Die wollen die Stasi wieder einführen, dann lieber den BND. Bleibt noch die FDP. Kommt leider nie über 12% also auch nicht wirklich ein Ausblick.
Auswandern?
twister13 | 29. April 2008, 21:45 Uhr
Ist FON rechtlich wirklich wo problematisch?
1. "Schweinkram"
Dass es unschön ist, wenn jemand über meinen Internetzugang illegale Dinge tut, ist klar. Aber führt das für mich wirklich zu Problemen? Bei FON wird genau registriert, wer (bei der Anmeldung werden alle Daten erfasst) wann über meinen Zugang surft. Damit sollte es mir möglich sein, stets nachzuweisen, wer unrechtmäßig im Netz war.
Verantwortlich für den Verkehr der über meinen Anschluss läuft bin ich meines Erachtens nur, wenn ich nicht eindeutig nachweisen kann, wer es war...
2. AGB der Provider
Bin zwar kein Fachmann, habe aber mal in den AGB meines Providers nachgeschaut und da steht drin, dass die Öffnung des Zugangs für Dritte nur "für gewerbliche Nutzung" untersagt ist. Solange man als "Linus" dabei ist, sollte also auch das kein Problem sein.
Also werde ich wohl mal über legen, ob ich nicht der FON-Gemeinde beitrete.
cybertom | 30. April 2008, 15:09 Uhr
Ich stell hier in Berlin mein Tele2 DSL schon über Fon zur Verfügung! :)
john83 | 18. Juli 2008, 17:15 Uhr
Mit ner anständigen Datenkarte für UMTS oder HSDPA sch****t man doch auf Wlan. ;)
frankster | 19. Mai 2009, 12:27 Uhr
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frankster | 19. Mai 2009, 12:29 Uhr
Karsten Lemm ist freier Autor und berichtet seit 1998 aus San Francisco über Technik, Wirtschaft und alles, was ihn sonst noch interessiert, vorwiegend für den Stern und Stern.de, aber auch die Financial Times Deutschland, GEO Wissen und andere. Seinen Logenplatz am Rande des Silicon Valley verdankt er dem Arthur F. Burns Fellowship-Programm, genau wie drei Monate als Gastreporter bei Wired.com und dem "Industry Standard". Als Karsten nach Kalifornien zog, steckte das Internet noch im Strampelanzug, und er erinnert sich gut an ein handgemaltes Türschild an einem unscheinbaren Wohnhaus in Menlo Park, auf dem stand: "Google World Headquarters." Für eine Handvoll Leute, die in der Küche an PCs saßen - drollig. Inzwischen sind die Google-Gründer Milliardäre; Karsten irgendwie immer noch nicht. Bis es so weit ist, schreibt er weiter über die schöne neue Welt vor seiner Haustür, in der sich Bits und Bytes immer mehr in unserem Alltag breitmachen. www.kalemm.com
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