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Wahlfisch

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Weshalb wir Oldies nicht mehr CDU wählen

Hans Peter Schütz | 18. Juni 2009, 11:41 Uhr

Welch ein Glück für Angela Merkel. Im September hat sie noch einmal eine Chance, wiedergewählt zu werden. Ihre allerletzte. Denn der Altersforscher Dieter Olten von der Uni Osnabrück, hat jetzt wissenschaftlich herausgefunden, was wir intuitiv längst gefühlt haben: Wir Oldies wählen nicht mehr CDU. Weshalb? Weil wir gar keine Oldies mehr sind.

Eigentlich waren wir Oldies ja eine sichere Bank für die CDU. Wo Jüngere längst parteipolitisch wandern, mal grün wählen, mal dunkelrot, mal gelb, da kreuzten wir immer noch brav die Christdemokraten an. Und das Meinungsforschungsinstitut forsa hat sogar noch bei der jüngsten Wahlumfrage bei den über 60-Jährigen noch über 40 Prozent CDU-Sympathisanten ermittelt.

Alles bald vorbei. Professor Olten zu stern.de: "Wenn Angela Merkel es bei der kommenden Bundestagswahl nicht zur gelb-schwarzen Koalition schafft, dann nie mehr." Dann bleibe ihr nur noch die Große Koalition.

Olten hat das Lebensgefühl von 7000 zwischen 1939 und 1964 geborenen Menschen erforscht und die Auswirkung des Alters auf ihre Wahlentscheidung untersucht. Das Ergebnis: Diese heute 45 bis 7o Jahre alten Bundesbürger wählen deutlich unter 30 Prozent CDU. Lieber kreuzen sie SPD, Grüne und Linkspartei an. Bei diesen"Wertewandel-Generationen" sei schon das "C" im Parteinamen ein "schwerer ideologischer Nachteil," sagt Olten. Immer mehr in dieser Altersgruppe bezeichneten sich als religionslos. Ordentlich konservativ seien in Deutschland nur noch die Wähler jenseits der 70.

Aber selbst in dieser Altersgruppe gehe es mit der CDU bergab. Denn immer weniger fühlten sich alt, je weiter das Durchschnittsalter nach oben steige. Überhaupt beginne inzwischen erst jenseits der 70 ganz allmählich das Gefühl nicht mehr 50 zu sein. Immer mehr Menschen blieben bis weit über die 70 hinaus mobil und gesund. "Sie vergleichen sich mit 40-Jährigen."

Selbst die fortwährenden Rentenversprechen der CDU beeindrucken nach Oltens Erkenntnis die älteren Wähler nicht. Das Rententhema sei für viele unwichtig, am liebsten würden sie weiterarbeiten. "Für manche ist die Rente nur die Aufbesserung ihrer Portokasse." Eine Marktlücke allerdings sieht er noch für die CDU: Sie müsse stärker als bisher ihre Politik der Pflegesituation thematisieren. Rund 70 Prozent der Älteren lehnten den Gang ins Altenheim ab. Wenn die CDU, den 50-bis 70-jährigen eine bessere Pflegeperspektive fürs hohe Alter biete, könne sie auch bei den 50- bis 70-Jährigen auf Wähler hoffen - "trotz ideologischer Bauschmschmerzen."

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Kommentare

 

Mmmh, also wenn die Parteibindungen immer weiter abnehmen kann man auch nicht sagen, dass wir einen grundsätzlichen Trend zu rot-rot-grün haben. Der Deutsche ist doch in seiner Wahlentscheidung recht beständigt, insofern als dass er dazu neigt die regierenden Parteien eine Weile lang immer wieder zu wählen, bis er die Schnauze voll hat und sich eine neues "Management" wünscht. Bin mir relativ sicher, dass schwarz-gelb im September eine deutliche Mehrheit haben wird. Die gegenwärtige Situation ist doch nicht Fisch und nicht Fleisch.

gulliver2005 | 19. Juni 2009, 16:22 Uhr

Warum immer Rot oder Schwarz? 

Ehrlich gesagt haben sich in der großen Koalition weder SPD noch CDU mit Ruhm bekleckert. Allein die Entscheidung zum sogenannten "Internetzensurgesetz" nehme ich beiden Parteien persönlich so übel, dass ich in den nächsten Jahren sicherlich nicht mehr mein Kreuzchen bei einen von den beiden machen werde.

Mein Persönlicher Eindruck über die Wahlentscheidungen der letzten Jahre war ja immer wieder, dass ich nicht das wähle, hinter dem ich stehen kann, sondern dass ich aus vielen Übeln versuche das Kleinste herauszupicken. Traurig aber wahr, wenn es noch anderen Menschen so geht wie mir, haben wir hier sicherlich einen Grund, warum die Wahlbeteiligung so niedrig ist.

In dem Zusammenhang wünsche ich mir von Herzen eine Partei, hinter der ich als Wähler mit meiner Meinung voll stehen kann und der ich meine Stimme anvertrauen möchte (und ich befürchte, die muss ich vorher selbst gründen). Und ich wünsche mir für die nächste Wahl, dass die Dinge anders werden. Also kein schwarzer oder roter Kanzler. Wie wäre es mit einem Grünen oder Gelben zur Abwechslung?

DarkSpir | 20. Juni 2009, 08:36 Uhr

Oldies 

Man sollte nicht voraussetzen, dass so ziemlich alle alten Leute über 50 zig, schon an Alzheimers erkrankt sind. Eine ähnliche Krankheit befällt unstreitig schon seid einigen Jahrzehnten das Rot-, Grüne- und Linke Lager (die Kommunisten). Diese würden als Erstes nach einer totalen Übernahme die "Sterbehilfe" als gerecht, solidarisch und menschlich einführen und unbedingt für eine gesunde Volkswirtschaft notwendig. Wir Oldies sind es aber schon gewöhnt, solche billigen, tendenziösen und nichts sagenden Beiträge häufiger vor den Bundestagswahlen zu lesen.

Putinki | 20. Juni 2009, 09:00 Uhr

Oldies 

wenn die " oldies " sich von mancher grossen Volkspartei abwenden , dann fehlt es am gemeinsamen
Sprachverständnis. schon seit Jahrzehnten wird in
den Parteien eine " moderne Politsprache " gepflegt,
mit der Sachinhalte gleichsam " vernebelt " bzw.
mehrdeutig an die Bürger vermittelt werden . die Oldies
haben das Spiel kraft jahrzehntelanger
Beobachtung durchschaut und bekommen bei bestimmten
Standardsätzen der Politiker bereits Ohrenschmerzen.
man kann z.B. davon ausgehen , dass ein Oldy unter " Sparen " etwas gänzlich anderes versteht als ein
verantwortlicher Politiker (im Amt ).
es scheint mir fast so, als läge manches Übel der
Sprachverwirrung in unserer deutschen Kultur verankert.
man schenkt sich untereinander zu wenig Vertrauen und
tendiert auch dazu , den Bürger mit ausgeklügelten
Kontrollsystemen einzugrenzen und zu bevormunden.
das passt nicht mehr in die heutige Zeit und auch nicht
in die politische Lanschaft Europas.
manche Anzeichen sprechen dafür , dass man in der FDP sowie bei bei den Grünen sorgsamer und aufrichtiger mit den Wählern umgeht.
Peter L.

Petedom | 20. Juni 2009, 09:47 Uhr

Politik? 

Was ist mittlerweile aus denen geworden, die wir gewählt haben?
Seit 1989, also seit der sog. Widervereinigung, nimmt die Politik keine erkennbare Rücksicht mehr auf die Bevölkerung. Seit 2002, also seit der Umstellung von DM auf €, hat man sich komplett von den so genannten Staatsbürgern losgelöst. Die Droge „Politik“ wurde durch die synthetische Droge ersetzt.
Lobbyisten, so genannte Eliten, Banker und Politiker machen, so scheint es jedenfalls, was sie wollen. Bundesverdienstorden werden fragwürdig und leichtfertig verteilt. Werte, Selbstwertgefühle sind schon lange nicht mehr zu erkennen. Europaweit denken und weltweit handeln wird so lange durchgezogen, bis nichts mehr geht und die Zeche bezahlt, wie immer, der Steuerzahler.
Dass die Politik uns belügt, schon immer belogen hat, haben wir irgendwie noch akzeptiert. Nur jetzt sind wir es leid, uns zu verarschen zu lassen. Der sog. politisch entwickelte Bürger wendet sich mit Entsetzen ab!
POLITK – nein danke!! SO nicht!!

widder1 | 20. Juni 2009, 12:50 Uhr

Deutsche Kanzlerin ein Stasi Spitzel 

Sankt Gallen/Berlin (29.05.2008) - Die Deutsche Kanzlerin soll als Stasi - Mitarbeiterin an Bespitzelungen des ehemaligen DDR Regimekritikers Robert Havemanns, im Jahr 1980 teilgenommen haben.
Robert Havemann erhielt 1965 ein Berufsverbot und wurde am 1. April 1966 aus der Akademie der Wissenschaften der DDR ausgeschlossen der auch Angela Merkel angehörte.. In den Folgejahren wurden von ihm zahlreiche SED-kritische Publikationen in Form von Zeitungsbeiträgen und Büchern (unter anderem Fragen Antworten Fragen; Robert Havemann: Ein deutscher Kommunist; Morgen) veröffentlicht.
1976 protestierte er gegen die Ausbürgerung des DDR-kritischen Liedermachers Wolf Biermann. Er tat dies in Form eines Briefes, den er an den Staatsratsvorsitzenden Erich Honecker gerichtet hatte und ließ den Brief im westdeutschen Nachrichtenmagazin Der Spiegel veröffentlichen. Im Jahr 1976 verhängte das Kreisgericht Fürstenwalde einen unbefristeten Hausarrest gegen Havemann (auf seinem Grundstück in Grünheide). Sein Haus und seine Familie (und auch die Familie seines Freundes Jürgen Fuchs, die er 1975 in sein Gartenhaus aufnahm) wurden rund um die Uhr von der Stasi überwacht.
Vor einigen Jahren plante man, in der Redaktion des Westdeutschen Rundfunks, den Bericht ” Im Auge der Macht- die Bilder der Stasi” und wollte über die Stasiarbeit recherchieren.
Die Redakteure stiessen dabei auf ein Foto, dass eine junge Frau, die sich um 1980 in dieser Zeit dem Grundstück der Familie Havemann in Grünheide bei Berlin näherte: Auf dem Foto soll ANGELA MERKEL zu sehen sein, die sich dem Grundstück Havemann in der Zeit der Observation und der Isolation von Havemann näherte.Das vom WDR gefundene Merkel.Bild durfte nicht gesendet werden, weil Angela Merkel die Ausstrahlung des Fotos im WDR Film untersagt hatte.

DandyD | 20. Juni 2009, 14:04 Uhr

Deutsche Kanzlerin ein Stasi Spitzel 

zu dem Beitrag: "Deutsche Kanzlerin ein Stasi Spitzel ": auch das würde mich nicht wundern. Interessant ist, dass sich scheinbar keiner wirklich mit dem Thema und der Vergangenheit von Angela Merkel beschäftigen will - oder darf? Bei Gysi wird gebohrt und nach Krümeln gesucht, bei Merkel fragt keiner. Alles sehr seltsam.

googlezoomer | 20. Juni 2009, 14:10 Uhr

Ein Oldie 

Ich bin nun 51 Jahre alt, und habe noch niemals in meinem Leben CDU oder CSU oder FDP gewählt.
Das war und ist völlig undenkbar.
Und ich habe an jeder einzelnen Kommunal, Landes oder Bundestagswahl teilgenommen, niemals leere Stimmzettel oder gar entwertete abgegeben.

flyingfree | 21. Juni 2009, 10:21 Uhr



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